Klassengeist - Worte am Weg Klettgauerbote

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Zwei Wochen hatten die neuen Chindergärtler oder Erstklässler oder Oberstüfeler Zeit zum Üben. Ist der Klassengeist jetzt gut? Es hängt so viel davon ab! Je besser der Klassengeist, desto lieber nehme ich den Schulweg unter die Füsse (genau, Füsse, nicht Räder).
Werner Näf,
Am Gächlinger Schulstartgottesdienst klassengeisterten gute Vorsätze und Ideen herum: wie wachsen Einzelne zu einer Gruppe zusammen – auch wenn sie unterschiedlich sind? Das ist ja nicht nur in der Schule wichtig, sondern auch im Verein, im Quartier, im Dorf, in der Partei … Eine Gruppe harmoniert weniger gut, wenn viele Besserwisser dabei sind, oder Einzelgänger oder Aufschneider oder Schreihälse (männliche Form bewusst gewählt).

Wenn sich die Einzelnen sagen: «I bi guet, aber nid de Bescht. Vilmol hani Recht, aber nid all. Mir bruched enand.» Dann, ja dann, geht es besser. Oder wie es im Neuen Testament heisst: «Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst.» Phil. 2,3b. Der ist ziemlich heftig, der Satz. Zustimmen würde man ja theoretisch, aber wer schafft das schon?

Im Schulstartgottesdienst kam in der Kindergeschichte eine Art Wunder vor, das den Tieren den Klassengeist zurückgab. Viele Vorschläge der Bibel sind so stark, dass es kleine Charakter-Fortschritts-Wunder braucht.

Aber dazu hat Gott seine Wandlungskraft durch seinen Geist geschickt. Ein paar Sätze weiter im Neuen Testament heisst es: «Ihr könnt es, denn Gott selbst bewirkt in euch nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen.»

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten Samstag, 24. August 2024




































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