Werner Näf

Panik. Was sonst? - Worte am Weg Klettgauerbote

Zwei Aktivistinnen —  Panik. Was sonst?<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4110</div><div class='bid' style='display:none;'>58505</div><div class='usr' style='display:none;'>44</div>

«Maria, so von Aktivistin zu Aktivistin: Hattest du Panik? Die Soldaten waren hinter dir her!» Greta fragt, Maria überlegt. «Müde war ich, so richtig. Aber Josef, ja der war schon sehr aufgeregt, als er mir beibrachte, wir müssten mit dem Neugeborenen fliehen. Aber so voll die Panik, nein. Bei dir?»
Greta: Ja krass und nicht nur bei mir. Der Buchtitel über meine Reden sagt, mit Ausrufezeichen: ‘Ich will, dass ihr in Panik geratet!’.

Maria: Aber hinter dir sind keine Soldaten her.

Greta: Verstehst du nicht? Gerade du, eine so coole Aktivistin mit anhaltendem Medienerfolg – jedenfalls schon länger als ich – Panik treibt doch die Veränderung erst an!

Maria: Ok, beim Fliehen kann Panik helfen: abhauen, so schnell wie möglich. Aber manchmal ist Überlegen doch auch nicht schlecht.

Greta: Politsessel sind extrem klebrig und hinter Klimasündern sind eben keine Soldaten her. Wenn da nicht Panik treibt, geht gar nichts!

Maria: Also gut, ein wenig Panik. Aber als Lebens- und Überlebensprinzip ist das schwierig. Der Weg nach Ägypten – ohne nennenswerten ÖV dazumal – der Weg also, war zu lang für eine panische Flucht. Das hätten wir in unserer Verfassung nicht überlebt.

Greta: Gib mir einen Tipp, von Aktivistin zu Aktivistin: Wie habt ihr überstanden?

Maria: Wir hatten einen Auftrag vom Engel bekommen. Vertrauen, dass Gott uns helfen wird, wenn er uns auf den Weg schickt, hat uns Kraft gegeben. So haben wir die lange Flucht und alles nachher durchgehalten.

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 04.01.2020















Bereitgestellt: 08.01.2020      
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