Gemeinzel - Worte am Weg Klettgauerbote
Was ist mir wichtiger: die Gemeinschaft oder ich als Einzelner? Wenn es dem Einzelnen gut geht, geht es allen gut? Oder wenn es uns gemeinsam gut geht, geht es auch mir als Einzelnem gut?
Werner Näf,
Man kann beides als Ideologie scharf machen (auch im Wahlkampf). Im Gegensatz dazu können wir aber auch beides zusammenbringen nach der Formel
Gemeinschaft + Einzelner = Gemeinzel.
Wir fragen uns doch in unseren Dörfern: Sind wir Schlafdörfer, Nebeneinanderherleben-Dörfer, Dienstleistungsdörfer (die Oberen sollen für alles sorgen) oder was? Braucht nicht das Dorf einen inneren Motor, eine innere Kraft, ein Herz, ein Verständnis des Einzelnen für die Gemeinschaft? Wenn das so wäre, würde stimmen, was ich letzthin an einer Trauerfeier sagte: «Gächlingen lässt die Angehörigen nicht allein, wenn die Trauer kommt.» Damit eine Gemeinschaft entsteht, braucht es die Einzelnen, Gemeinzel eben.
Bald ist bei uns Chilbi: Kinderplausch, Elternschwatz, Schifflischaukel – aber auch Chilbi-Gottesdienst. Denn die Chilbi verbindet Dorf und Kirche: sie ist die «Kirchweih», die Einsetzung der Kirche im Dorf. Sind da auch Kirche und Dorf ein Gemeinzel? Christen haben jedenfalls nach einem Bibelvers den Auftrag: «Bemüht euch um das Wohl der Stadt (Dorf) … und betet für sie. Wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.» Am Chilbi-Gottesdienst werden wir uns darüber unterhalten. Und die Musikgesellschaft spielt: auch sie ist ein Gemeinzel.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten 12.08.2023
Gemeinschaft + Einzelner = Gemeinzel.
Wir fragen uns doch in unseren Dörfern: Sind wir Schlafdörfer, Nebeneinanderherleben-Dörfer, Dienstleistungsdörfer (die Oberen sollen für alles sorgen) oder was? Braucht nicht das Dorf einen inneren Motor, eine innere Kraft, ein Herz, ein Verständnis des Einzelnen für die Gemeinschaft? Wenn das so wäre, würde stimmen, was ich letzthin an einer Trauerfeier sagte: «Gächlingen lässt die Angehörigen nicht allein, wenn die Trauer kommt.» Damit eine Gemeinschaft entsteht, braucht es die Einzelnen, Gemeinzel eben.
Bald ist bei uns Chilbi: Kinderplausch, Elternschwatz, Schifflischaukel – aber auch Chilbi-Gottesdienst. Denn die Chilbi verbindet Dorf und Kirche: sie ist die «Kirchweih», die Einsetzung der Kirche im Dorf. Sind da auch Kirche und Dorf ein Gemeinzel? Christen haben jedenfalls nach einem Bibelvers den Auftrag: «Bemüht euch um das Wohl der Stadt (Dorf) … und betet für sie. Wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.» Am Chilbi-Gottesdienst werden wir uns darüber unterhalten. Und die Musikgesellschaft spielt: auch sie ist ein Gemeinzel.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten 12.08.2023