Werner Näf

Kühle Kirche - Worte am Weg

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Samstags publiziert der Klettgauer Bote die "Worte am Weg", diesmal aus der Kirche Gächlingen. Immer wieder erstaunlich, wie gut das Klima im Kirchenraum ist.
Werner Näf,
Brütend heiss liegt der Friedhof und wir treten erleichtert in die kühle Kirche. Ein Mensch ist gestorben. Wir wollen besprechen, wie wir den letzten Abschied gestalten. Während wir uns an ein Tischchen setzen überrascht uns die Dekoration: morgen ist eine Hochzeit. Herzen dominieren, zwei geschmückte Stühle warten auf ein fröhliches Paar.

So nahe sind Abschiednehmen und Zusammenkommen. Die Gächlinger Kirche ist zwar mit 172 Jahren für eine Klettgauer Kirche jung – trotzdem hat sie so viel gesehen: Freude und Trauer, Lärm und Stille, Kinder und Greise. Die Generationen kommen und gehen, die Kirche steht da.

Für Viele war und ist der Kirchenraum Heimat – unabhängig ob oft besucht oder selten. Erinnerungen an früher verbinden sich mit der vagen Ahnung der Vorväter. Hier begegnet sich, was sonst weit auseinanderliegt.

Gegenüber der Kanzel sehen wir das Christusfenster, es leuchtet in der Nachmittagssonne. Jesus ist da. Sichtbar ist farbiges Licht, doch da ist mehr. ER ist hier, wenn Menschen beten, um Lösungen ringen, hören. Was sonst weit auseinanderliegt kommt zusammen, Gott und Mensch.

Die trockene Hitze empfängt uns nach dem Gespräch im farbigen Kirchenraum. Gott begegnen setzt keine kühle Kirche voraus. Aber es hilft.

Werner Näf, Gächlingen
Klettgauer Bote 15.07.2017













Bereitgestellt: 15.07.2017      
aktualisiert mit kirchenweb.ch