Bruched mir ihn jetz - Worte am Weg Klettgauerbote
«Reale Gefahren gibt es immer weniger. Trotzdem waren noch nie so viele Leute so von Ängsten ‘zerfressen’ wie heute.» Diese Aussage in einem Interview mit dem Kriminalpsychologen Thomas Müller in der letzten Sonntagszeitung lässt mich nicht kalt.
Werner Näf,
Genau so wenig kalt lässt mich die fast in einem Nebensatz geäusserte Feststellung einer jungen Erwachsenen, dass wir mit unserer gewöhnlichen Nahrung Gift aufnähmen und deshalb Detox nötig sei.
Ich selbst habe nicht mehr Angst als zu Zeiten des kalten Krieges in meinen Jugendjahren. Unsicherheit gehört zum Leben – vielleicht haben wir das in den letzten Wohlstandsjahrzehnten irgendwie vergessen und reagieren auf die «neue» Situation mit Furcht. Da hinein singt der Gemischte Chor Gächlingen morgen im Muttertagsgottesdienst den Gospel «If we ever needed the Lord before, we sure do need Him now.»
Habe ich als Vater, habe ich als Mutter den Boden unter den Füssen, der auch meine Kinder stützt, in der Verunsicherung und gefühlten Bedrohung dieser Zeit? Was macht meinen Boden fest? «Wämmir Gott eimol prucht händ: sicher bruched mir ihn jetz.» Das sind die Worte des Gospelliedes: seit Jahrzehnten gesungen, aufgenommen und ausgestrahlt, fröhlich, ermutigend. Es lädt ein zum Gebet zu Gott, von dem es in der Bibel heisst: «Er ist der barmherzige Vater, der Gott, von dem aller Trost kommt!»
Ich freue mich auf den Gottesdienst mit dem aufgestellten Chor, einer fröhlichen Taufe und schöner Gemeinschaft beim Apéro – ermutigend. Wämmir Gott eimol prucht händ: sicher bruched mir ihn jetz.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten Samstag, 11. Mai 2024
Ich selbst habe nicht mehr Angst als zu Zeiten des kalten Krieges in meinen Jugendjahren. Unsicherheit gehört zum Leben – vielleicht haben wir das in den letzten Wohlstandsjahrzehnten irgendwie vergessen und reagieren auf die «neue» Situation mit Furcht. Da hinein singt der Gemischte Chor Gächlingen morgen im Muttertagsgottesdienst den Gospel «If we ever needed the Lord before, we sure do need Him now.»
Habe ich als Vater, habe ich als Mutter den Boden unter den Füssen, der auch meine Kinder stützt, in der Verunsicherung und gefühlten Bedrohung dieser Zeit? Was macht meinen Boden fest? «Wämmir Gott eimol prucht händ: sicher bruched mir ihn jetz.» Das sind die Worte des Gospelliedes: seit Jahrzehnten gesungen, aufgenommen und ausgestrahlt, fröhlich, ermutigend. Es lädt ein zum Gebet zu Gott, von dem es in der Bibel heisst: «Er ist der barmherzige Vater, der Gott, von dem aller Trost kommt!»
Ich freue mich auf den Gottesdienst mit dem aufgestellten Chor, einer fröhlichen Taufe und schöner Gemeinschaft beim Apéro – ermutigend. Wämmir Gott eimol prucht händ: sicher bruched mir ihn jetz.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten Samstag, 11. Mai 2024