Der Himmel schlägt zurück - Worte am Weg Klettgauerbote

Bild wird geladen...
Drei Star Wars Filme starteten vor 44 Jahren, Auffahrt war vorgestern, und die persönliche Himmelfahrt kommt erst noch.
Die Filmtitel umbenannt von «Sterne» auf «Himmel» würden heissen: «Himmelskriege» I, «Der Himmel schlägt zurück» II und «Die Rückkehr des Himmels» III.

Der Himmel war da, über Jahrhunderte, unbestritten. Dann begann der Himmelskrieg I: Er galt plötzlich als wertlos, nur eine Vertröstung, schlechter noch: ein Mittel der Macht, Opium fürs Volk – abgeschafft in den philosophischen und gesellschaftspolitischen Himmelskriegen nicht nur im 19. Jhd.

Der Himmel selbst reagierte nicht auf seine Abschaffung. Und gerade darin schlägt er zurück (Filmtitel II): Erstaunlicherweise fehlt er uns. Ohne Himmel ist es gar nicht so einfach. Zehntausendfach hat Corona in der Schweiz danach gefragt, wie viel wert das Leben sei und was der Tod koste. Auf beide Preise hat der Himmel oder der Nicht-Himmel einen Einfluss.

Den Himmel nur als Jenseits zu sehen, war ein Fehler. Darum die Folge III: Die Rückkehr des Himmels. Im Star Wars Film gibt es ein Happy End. Und in der Himmelsdebatte? Und in der persönlichen Vorstellung? Mit dem Himmel ist es gedanklich nicht einfach. Ohne noch weniger.

Darum freue ich mich an einem Himmel, der mein irdisches Leben erweitert, Gerechtigkeit zusichert, den Tod relativiert, sogar Corona ein wenig angreift. Nach der persönlichen «Auffahrt» kann mir Jesus dann erklären, warum die Sache mit dem Himmel so kompliziert ist.

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 15.05.2021





















Dokumente