Werner Näf

Nützt verzichten? - Worte am Weg Klettgauerbote

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Die Verzicht-Zeit beginnt, 40 Tage vor Ostern. Nützt verzichten? Nein, es nützt nichts. Ja sicher, es nützt.
Werner Näf,
Es kommt drauf an, wen ich frage. Sollte ich auf Alkohol verzichten und die Blauburgunder-Weinkellereien fragen, ob es nützt, höre ich: «Gegen die Überkapazität beim Blauburgunder nützt’s nicht.» Sollte ich meine Essensportion verkleinern und die Personenwaage fragen, reagiert sie zwar freundlich, aber meine Laune ist lausig und die Lage in den Lagern in Libyen wird nicht leichter. Verzicht ist vertrackt. Was gehört in die Fastensuppe am Suppenzmittag, dass sie nützt?

Wenn ich bei Onlinehändler in den Büchern nach «Fasten» suche, gibt es mehr als 2'000 Treffer. Aha, da geht es um Selbstoptimierung! «Wie neugeboren durch Fasten» oder «Besser essen - einfach fasten – länger leben» heissen die Titel. Der virtuelle Bücherladen schlägt mir daneben das Buch «Extrem Fit: Das ultimative Training für echte Kerle» verkaufen – da verzichte ich!

Interessant, das Buch Jesaja wird nicht vorgeschlagen. «Wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein.» Dieses Jesaja-Zitat passt nicht so recht zur Selbstoptimierung. Also wirklich, einfach ist es nicht mit der Verzichterei. Ganz auf Antworten verzichten wir nicht am Gottesdienst zum Suppenzmittag, mehr noch aber wägen wir ab. Suppenzmittag in Gächlingen am Sonntag in einer Woche oder in der Fastenwoche Ende März. Darauf sollten Sie nicht verzichten.

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 09.03.2019










Bereitgestellt: 10.03.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch