Beigaben - Worte am Weg Klettgauerbote

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Fährlohn? Mystischer Fluss? Auferstehung des Leibes? Was sind das denn für Fragen?
Werner Näf,
Grabbeigaben erzählen, sagt das Museum Allerheiligen. Was erzählen sie? Die Sonderausstellung «Bis auf die Knochen» (bis Ende Nov 21) beleuchte «das Leben der Verstorbenen». Sie schaut also vom Beerdigungszeitpunkt aus rückwärts, auf des vormaligen Lebens Zeit und Kultur.

Wäre es nicht auch interessant zu wissen, warum Beigaben ins Grab gelegt wurden? In vorchristlicher Zeit waren das z.B. Münzen als Fährlohn für die Überfahrt über einen mythischen Todesfluss. Beigaben erzählen also nicht nur vom vormaligen Leben der Verstorbenen, sondern auch von den Erwartungen auf das, was nachher kommt.

Dieser offene Punkt ist in diesen Tagen der Erinnerung an letzte Abschiede noch aktueller als sonst schon. Die Bibel spricht von der «Auferstehung des Leibes». Das ist etwas ungewohnt für unsere Zeit, die nur der Seele ein «Überleben» zugestehen will, wenn überhaupt. Die Überzeugung, dass eine Auferstehung kommen wird, gibt eine starke Hoffnung: einen positiven Blick nach vorn – das spüre ich selbst. Diese Hoffnung gibt Mut schon in der aktiven Zeit. So ist sie eine eigentliche Lebens-Beigabe.

Er ermutigt, der Blick über das Grab hinaus, statt dass er ängstigt. Die Hoffnung hilft, kräftig auszuschreiten auf dem Lebensweg. Gestärkt auch von einem neutestamentlichen Segen: «Jesus mache euch im Herzen Mut und gebe euch Kraft zum Guten in Wort und Tat.»

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 13.11.2021





















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