Werner Näf

Vielvielviel- Worte am Weg Klettgauerbote

Apfelüberfluss<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4730</div><div class='bid' style='display:none;'>48746</div><div class='usr' style='display:none;'>44</div>

Das letzte Konfiglas im «Chläggi» ist voll, Gefrierer haben keinen Platz mehr für Früchte und ob Zimmerli alles in den Fässern brennen kann?
Werner Näf,
Immer noch verfaulen Tonnen von Früchten unverarbeitet: Überfluss. Die Konkjunkturprognosen werden nach oben korrigiert, die Steuereinnahmen waren zu tief budgetiert:

Ich frage mich, warum die Leute wütend sind? Wütend auf die bösen Grosskonzerne, wütend auf die faulen Sozialschmarotzer, wütend auf die gewissenlosen Steuervermeider, wütend auf die fremden teuren Fötzel.

Im Schnitt gesehen ist es uns in der Geschichte noch nie so gut gegangen. Ist das schlecht für unser Gemüt? Wut wächst nicht von dem, was wir nicht haben. Wut wächst, weil wir Angst haben, etwas zu verlieren.

Wem geht es gut? Wer genug hat und damit zufrieden ist. Wem geht es nicht gut? Wer genug hat, aber andere mehr. Wer genug hat, aber zu verlieren fürchtet. Wer meint, er hätte das Viele verdient, aber jener nicht. Viel haben macht, dass viel verlieren möglich ist und viel fürchten folgt. Das tut der Gemeinschaft nicht gut.

Dankbarkeit stemmt sich dem entgegen. Darum ist der Erntedank in unseren Kirchen und Gemeinden so wichtig, nicht nur für die Bauern. Dankbarkeit gepaart mit Vertrauen auf die Fürsorge von Gott beruhigt die Gemüter, versachlicht das Gespräch und verbessert die Politik.

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 20.10.2018












Bereitgestellt: 20.10.2018      
aktualisiert mit kirchenweb.ch