Werner Näf

Zweitbestes "Dihaam" - Worte am Weg Klettgauerbote

Zitat aus der Zeitung<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5282</div><div class='bid' style='display:none;'>56404</div><div class='usr' style='display:none;'>276</div>

«Dihaam» auf dem Campingplatz: für Ferien ist das vielleicht toll, für dauernd aber gar provisorisch. «Dihaam» war Thema am Herbstfest Gächlingen.
Der Kontrast zwischen Unterwegs- und Daheimsein ist im Psalm 23 spürbar: «Der Herr ist mein Wanderhirte». Von Strasse ist die Rede, von führen und wandern. Erst jetzt fällt mir auf, wie viel Bewegung in diesem Trostpsalm steckt. Als Gast einkehren, das kommt auch vor, aber ein Gast zieht weiter.

Das zweitbeste «Dihaam» ist der Rastplatz, wenn der Wanderhirte ruhen lässt, grasen auf der Weide, trinken am Wasser. «Dihaam» bin ich in Gächlingen, seit 30 Jahren Chläggi, mit Freude und dankbar für Dorf, Menschen, Landschaft. Und doch ist es nur das zweitbeste «Dihaam». Wir sind alle, wie Gäste auf dieser Erde – das sage ich, wenn wir uns wieder besammeln bei der Kirche, auf dem Hof mit den aufrechten Steinen.

Wir sind unterwegs, als Gäste kehren wir ein, manchmal campieren wir länger an einem schönen Platz. Wer weiss, er kommt «haam», ist gerne auf dem Weg. Wer mit dem Psalm 23 sagt: «Gott, sei durch Jesus mein Hirte» weiss, das beste «Dihaam» wartet: «Gott, in deinem Haus darf ich nun bleiben für immer.»

Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten am 19.10.2019















Bereitgestellt: 19.10.2019      
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