Demut, Güte, Freundlichkeit – du meine Güte, was sind denn das für alte Wörter? Heute sind doch viel beliebter: Skandal! Katastrophe!! Verräter!!!
Werner Näf,
Gut, es ist auch schon etwas länger her, seit der Apostel Paulus diese Wörter in einem Brief an die Kirchgemeinde in Kolossä (liegt nicht im Chläggi) geschrieben hat.
Er hat ein Gewand vor Augen, das den inneren Menschen kleidet. Die Frage ist: welches Outfit? Er schreibt: «Legt nun das neue Gewand an. Es besteht aus herzlichem Erbarmen, Güte, Demut, Freundlichkeit und Geduld.» Scheinbar hatten die Kolosser (leben nicht im Chläggi) das nötig.
Er fährt weiter: «Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorwirft.» Er schreibt nicht «Händ ke Krach!» Er schreibt: «Wäner Krach händ, verträget eu wider.» Der Ratschlag ist fast 2000 Jahre alt und immer noch gut.
Die Kirche steht mitten im Dorf und gibt diesen und ähnliche Ratschläge seit Hunderten von Jahren weiter, ob man darauf hört oder nicht. Schade wäre, wenn diese Stimme im Dorf verstummte.
Darum bemühen sich die Kirchgemeinden allenthalben, sich für die Zukunft vorzubereiten. Manches wird ändern. Das freut nicht alle. Vielleicht liegt Kolossä doch im Chläggi und «Wener Krach händ, verträget eu wider» wird da und dort wichtiger als einem lieb ist. Ein widerstandsfähiges inneres Gewand aus Demut, Güte, Freundlichkeit ist vielleicht doch die beste Arbeitshose für Umbauarbeiten.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten vom Samstag, 22. August 2026
Weitere Worte am Weg
Er hat ein Gewand vor Augen, das den inneren Menschen kleidet. Die Frage ist: welches Outfit? Er schreibt: «Legt nun das neue Gewand an. Es besteht aus herzlichem Erbarmen, Güte, Demut, Freundlichkeit und Geduld.» Scheinbar hatten die Kolosser (leben nicht im Chläggi) das nötig.
Er fährt weiter: «Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorwirft.» Er schreibt nicht «Händ ke Krach!» Er schreibt: «Wäner Krach händ, verträget eu wider.» Der Ratschlag ist fast 2000 Jahre alt und immer noch gut.
Die Kirche steht mitten im Dorf und gibt diesen und ähnliche Ratschläge seit Hunderten von Jahren weiter, ob man darauf hört oder nicht. Schade wäre, wenn diese Stimme im Dorf verstummte.
Darum bemühen sich die Kirchgemeinden allenthalben, sich für die Zukunft vorzubereiten. Manches wird ändern. Das freut nicht alle. Vielleicht liegt Kolossä doch im Chläggi und «Wener Krach händ, verträget eu wider» wird da und dort wichtiger als einem lieb ist. Ein widerstandsfähiges inneres Gewand aus Demut, Güte, Freundlichkeit ist vielleicht doch die beste Arbeitshose für Umbauarbeiten.
Werner Näf, Gächlingen, publiziert im Klettgauer Boten vom Samstag, 22. August 2026
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