Das Geläute der reformierten Kirche Beringen

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Betzeitglocke

Uhrwerk von 1906<div class='url' style='display:none;'>/kg/beringen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1298</div><div class='bid' style='display:none;'>7969</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Uhrwerk von 1906

Fries auf den Glocken<div class='url' style='display:none;'>/kg/beringen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1298</div><div class='bid' style='display:none;'>7961</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Fries auf den Glocken

Sitzung des Kirchenstandes vom 30. Januar 1906

5. Die größere Kirchenglocke hat zwar seit langer Zeit einen kleinen Riß. Derselbe muß sich aber neulich bedeutend verbreitert haben; wenigstens wird der Ton der Glocke immer mißlicher. Der Kirchenstand ersucht nun, den tit. Gemeinderat, sich dieser Angelegenheit beförderlichst anzunehmen und nicht zu warten, bis die Glocke gar nicht mehr kann geläutet werden.
1906 Guss (9. August, Jakob Egger, Staad SG),
Aufzug (25. Oktober) und
Einweihung (28. Oktober) eines neuen Geläutes:

1. Grosse Glocke, Fis – Spruch: «Ehre sei Gott in der Höhe», 868 kg
2. Betzeitglocke, B – «Friede auf Erden», 436 kg
3. Vesper(Schul)–Glocke, Cis – «Und den Menschen ein Wohlgefallen», 282 kg

Alle Glocken tragen das Beringer Wappen. Die Kosten des Geläutes betrugen 6'260 Fr. Rund die Hälfte davon kam durch freiwillige Beiträge, auch von auswärtigen Bürgern,
zusammen.
Der Glockengiesser bemerkt, eine vierte Glocke hätte Platz.
1907 Der Männerchor ergreift die Initiative und sammelt nochmals 625 Fr.:

4. Kleine Glocke, Fis (oder G?) – ohne Spruch, ebenfalls Beringer Wappen, 123 kg

Bis 1963
wurden die Glocken mit Seilen, die durch Löcher in der Decke mitten in der Kirche herabhingen, geläutet. Es war üblich, dass auch Schulkinder dieses – recht anstrengende – Amt übernahmen. Nun wird ein elektrischer Antrieb eingebaut.
1980
Einbau einer automatischen Steuerung.
1998
Nach Schaden durch Blitzschlag Erneuerung des Läutcomputers.
2010
Erneuerung des Läutcomputers
Läuteordnung Die Zeiten von Vesper- und abendlichem Betzeitläuten richteten sich früher auch nach der Dämmerung. Schulpflichtige Kinder durften nach dem Betzeit-Läuten abends nicht mehr auf der Strasse sein – was zuweilen von Mitgliedern der Schulbehörde kontrolliert wurde!

Heute läutet die Betzeitglocke (Nr. 2) um 6 Uhr und als "Elfiglöggli" um 11 Uhr; die Vesperglocke (Nr. 3) läutet zur Sommerzeit um 18 Uhr, zur Winterzeit um 16 Uhr und dann nochmals die Betzeitglocke um 20 Uhr (Sommer) bzw. um 18 Uhr (Winter).
frühere Glocken 1801
wurde die erste Glocke unserer Kirche, über die wir Angaben besitzen, gegossen:
Vorderseite (nach Westen): «Herr Medardus Oschwald, Pfarrer in Beringen».
In der Mitte ein Kreis mit den Buchstaben S.V.B. und H.S.B., zwischen denen das Gemeindewappen zu sehen ist.
Rückseite (nach Osten): Bild des Taufsteins;: «Zu Gottes Dienst und Lobgesang ruft meiner Stimme lauter Klang»; «Durch Rosenlächer gegossen in Constanz anno 1801»
Unten am Rand: «Joh Georg Bolinger, President, Johann Bolinger und Heinrich Bollin, Gemeindeverwalter. 1801.»

1835
entstand eine zweite Glocke.
Vorderseite: «Die Glocken rufen euch, ihr Christen kommt herbei, und zeigt, daß es Ernst mit eurem Glauben sei.»
Darunter sechs gleiche Verzierungen und das Gemeindewappen, unter dem die Buchstaben G.B. stehen.
Rückseite: «Als Heinrich Bolli President war, als Johann Conrad Pfister Pfarrer war, als Melchior Bolli Kirchenpfleger war.»
Unten am Rand: 1835 bin ich durch Feu’r und Flammen gestossen, Joseph Muchenberger im Blasiwald hat gegosssen.»
(Quelle: Kirchenblatt, 1. Jahrgang Nr. 7)
Dokumente
Autor: Joachim Finger     Bereitgestellt: 18.09.2014