Hegen und Pflegen

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Eine Geschichte erzählt: Ein Mensch betrat im Traum einen Laden. Hinter dem Ladentisch stand ein Engel. «Was verkaufen Sie?», fragte der Träumende. Der Engel gab ihm freundlich zur Antwort: «Alles, was Du willst.»

Da sagte der Träumende: «Dann hätte ich gerne, dass es Frieden gibt statt Streit und Krieg. Dass sich Gerechtigkeit durchsetzt. Dass alle genug zum Leben haben. Dass das Klima sich stabilisiert. Dass die Corona-Krise überwunden wird. Dass alle glücklich sind. Und ...»

Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: «Entschuldige, wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.»

Jesus Christus sagte zu seinen Jüngern, bevor Er den Weg ans Kreuz ging: «Frieden lasse ich euch zurück, meinen Frieden gebe ich euch» (Johannes 14,27). Und: «Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt.» (Johannes 15,9). Als Auferstandener sagt Er dies auch zu uns.

Der Samen des Friedens und der Samen der Liebe sind also in unser Herz gesät. An uns ist es, diesen Samen zu hegen und zu pflegen, so dass er keimen und wachsen und Frucht bringen kann. Doch dies ist gar nicht so einfach, wie wir wohl alle schon erfahren haben. Darum bitten wir Gott um seine Hilfe dabei.

Ein Frucht-bringendes, gesegnetes und behütetes Jahr 2022!

Pfr. Urs Wegmüller
Urs Wegmüller,