ÖKUMENISCHER SENIORENAUSFLUG
Voll froher Erwartung besteigen 35 Seniorinnen und Senioren den Car, mit dem uns der erfahrene Chauffeur Arthur Ruh zu schönen Orten unserer Heimat bringen wird.
Frau Vreni Götte hat in verdankenswerter Weise nicht nur den abwechslungsreichen Tag organisiert, sondern auch gleich das sonnige, warme Wetter mitbestellt!
Frau Vreni Götte hat in verdankenswerter Weise nicht nur den abwechslungsreichen Tag organisiert, sondern auch gleich das sonnige, warme Wetter mitbestellt!
Agnes Neidhart
Nach kaum einer Stunde Fahrt geniessen wir schon Kaffee und Gipfeli im Restaurant Thur-berg ob Weinfelden. Die Aussicht ins Thurtal ist einmalig – nur die Berge haben sich im Dunst versteckt...
Am Stelzenhof vorbei geht’s hinunter ins Tal. – Ob jemand die lebensgrosse, wenn auch nicht lebendige!, Giraffe beachtet hat, die uns am Weg grüsste?!
Das Kloster Fischingen im Tannzapfenland, unser erstes Ziel, erreichen wir über Weinfelden – Bürglen – Wil – Sirnach. Um 11 Uhr wird uns eine interessante Führung geboten.
Mitten im damaligen Urwald, am Oberlauf der Murg, wurde um 1138 das Kloster gegründet. Bis 1210 beherbergte es rund 150 Mönche und 120 Nonnen!
Der Konvent erfuhr aber auch Untergänge: Im Zuge der Reformation gab es ab 1526 einen 14jährigen Unterbruch. 1598 –1604 wurde das Kloster zu einem Stützpunkt der Gegenrefor-mation. Diesen Reformen erwuchs in der Barockzeit eine zweite Blütezeit mit (nur!) 30 – 40 Mönchen.1848 wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude wurden benutzt als Weberei und Handelsschule. 1977 kamen 6 Benediktinermönche aus Engelberg nach Fischingen. Sie belebten das Kloster neu als Benediktiner-Priorat. – Heute ist es Bildungshaus, und die Kirche wird für Konzerte genutzt.
Das reich geschmückte W a p p e n z i m m e r zeigt Wappen der Äbte von Fischingen – es sind darunter apokryphe (d.h. unechte, erfundene) wie historisch verbürgte.
Eigenartig mutet das im Originalzustand erhaltene A r c h i v mit seinen 180 Schubladen an. Jede ist mit von Hand geschriebenen Etiketten versehen, die auf den Inhalt hinweisen: Es finden sich darin Verträge, Dokumente, Verfügungen usw. – Staunen mussten wir über die Blindtüre mit vorgetäuschten Schubladen und noch mehr über all die – vor Jahrhunder-ten schon! - vorsorglich getroffenen Massnahmen für den Fall eines Brandes! Man wollte einen „absolut feuersicheren“ Raum...
Schlicht ist die K a t h a r i n e n k a p e l l e gehalten. Die heute acht Mönche verrichten dort ihre täglichen Stundengebete und feiern morgens um 07.00 Uhr die heilige Messe. –
Der Tag der Benediktiner teilt sich in 3x8 Stunden ein: Ein Drittel fürs Beten, Meditieren, für die Lektüre und die Mahlzeiten, während denen Tischlesungen gehalten werden. Ein weite-res Drittel gilt der Arbeit, der Rest für die Ruhe.
Leider sehen wir die B i b l i o t h e k nicht, die schon 1789 einen Bestand von rund 8000 Bänden aufwies. Beachtlich für einen Konvent in der Grösse von Fischingen!
Die wunderbare K i r c h e mit den Baustilen aus fünf Epochen muss man gesehen haben – beschreiben lässt sich das Wunderwerk kaum! Die riesige Orgel im oberen Altarraum nimmt die ganze Raumbreite ein. Auf ihr spielt der Führer zu unserer Freude vier ganz verschiede-ne Weisen, um uns die Vielfalt der Klangfülle des Instruments aufzuzeigen.
Links und rechts der Orgel ist das Chorgestühl, wo früher die Mönche die Horen verrichteten.
Die I d d a k a p e l l e ist ebenfalls reich geschmückt. Die Bilder zeigen Sentenzen aus Iddas Leben. Sie wird übrigens als Heilige verehrt, obwohl sie nie heiliggesprochen wurde. –
Nach dem feinen Mittagessen im Gästespeisesaal führt uns der Chauffeur über die kurven-reiche Hulftegg nach Bauma – Wetzikon – Maur – unserem zweiten Tagesziel. Hier dürfen wir „unser“ Schiff besteigen. Die Rundfahrt auf dem Greifensee ist sehr interessant, es wird viel erzählt über das Gewässer und die Uferlandschaft. Auch das Städtchen Greifensee wird vorgestellt. Leider übertönt das Geplauder mehrheitlich die mit viel Engagement vorgetrage-nen Erklärungen...
Ein Genuss sind der von den Kirchgemeinden gestiftete Kaffee und das feine Gebäck. Herz-lichen Dank dafür!
Die Heimfahrt durch dicht besiedelte Wohngebiete und die vielen Rotlichter sind für den Chauffeur eine Herausforderung, und die Fahrt um den Irchel eine echte Erholung!
Wir sind Herrn Ruh sehr dankbar für seine sichere Fahrweise. Ihm vertrauen wir uns immer gerne an!
Allen, die zum Gelingen der schönen Reise beigetragen haben (auch der Gemeinde für ihren Zustupf!), ein herzliches Vergelts Gott!
Auf frohes Wiedersehn im nächsten Jahr!
Am Stelzenhof vorbei geht’s hinunter ins Tal. – Ob jemand die lebensgrosse, wenn auch nicht lebendige!, Giraffe beachtet hat, die uns am Weg grüsste?!
Das Kloster Fischingen im Tannzapfenland, unser erstes Ziel, erreichen wir über Weinfelden – Bürglen – Wil – Sirnach. Um 11 Uhr wird uns eine interessante Führung geboten.
Mitten im damaligen Urwald, am Oberlauf der Murg, wurde um 1138 das Kloster gegründet. Bis 1210 beherbergte es rund 150 Mönche und 120 Nonnen!
Der Konvent erfuhr aber auch Untergänge: Im Zuge der Reformation gab es ab 1526 einen 14jährigen Unterbruch. 1598 –1604 wurde das Kloster zu einem Stützpunkt der Gegenrefor-mation. Diesen Reformen erwuchs in der Barockzeit eine zweite Blütezeit mit (nur!) 30 – 40 Mönchen.1848 wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude wurden benutzt als Weberei und Handelsschule. 1977 kamen 6 Benediktinermönche aus Engelberg nach Fischingen. Sie belebten das Kloster neu als Benediktiner-Priorat. – Heute ist es Bildungshaus, und die Kirche wird für Konzerte genutzt.
Das reich geschmückte W a p p e n z i m m e r zeigt Wappen der Äbte von Fischingen – es sind darunter apokryphe (d.h. unechte, erfundene) wie historisch verbürgte.
Eigenartig mutet das im Originalzustand erhaltene A r c h i v mit seinen 180 Schubladen an. Jede ist mit von Hand geschriebenen Etiketten versehen, die auf den Inhalt hinweisen: Es finden sich darin Verträge, Dokumente, Verfügungen usw. – Staunen mussten wir über die Blindtüre mit vorgetäuschten Schubladen und noch mehr über all die – vor Jahrhunder-ten schon! - vorsorglich getroffenen Massnahmen für den Fall eines Brandes! Man wollte einen „absolut feuersicheren“ Raum...
Schlicht ist die K a t h a r i n e n k a p e l l e gehalten. Die heute acht Mönche verrichten dort ihre täglichen Stundengebete und feiern morgens um 07.00 Uhr die heilige Messe. –
Der Tag der Benediktiner teilt sich in 3x8 Stunden ein: Ein Drittel fürs Beten, Meditieren, für die Lektüre und die Mahlzeiten, während denen Tischlesungen gehalten werden. Ein weite-res Drittel gilt der Arbeit, der Rest für die Ruhe.
Leider sehen wir die B i b l i o t h e k nicht, die schon 1789 einen Bestand von rund 8000 Bänden aufwies. Beachtlich für einen Konvent in der Grösse von Fischingen!
Die wunderbare K i r c h e mit den Baustilen aus fünf Epochen muss man gesehen haben – beschreiben lässt sich das Wunderwerk kaum! Die riesige Orgel im oberen Altarraum nimmt die ganze Raumbreite ein. Auf ihr spielt der Führer zu unserer Freude vier ganz verschiede-ne Weisen, um uns die Vielfalt der Klangfülle des Instruments aufzuzeigen.
Links und rechts der Orgel ist das Chorgestühl, wo früher die Mönche die Horen verrichteten.
Die I d d a k a p e l l e ist ebenfalls reich geschmückt. Die Bilder zeigen Sentenzen aus Iddas Leben. Sie wird übrigens als Heilige verehrt, obwohl sie nie heiliggesprochen wurde. –
Nach dem feinen Mittagessen im Gästespeisesaal führt uns der Chauffeur über die kurven-reiche Hulftegg nach Bauma – Wetzikon – Maur – unserem zweiten Tagesziel. Hier dürfen wir „unser“ Schiff besteigen. Die Rundfahrt auf dem Greifensee ist sehr interessant, es wird viel erzählt über das Gewässer und die Uferlandschaft. Auch das Städtchen Greifensee wird vorgestellt. Leider übertönt das Geplauder mehrheitlich die mit viel Engagement vorgetrage-nen Erklärungen...
Ein Genuss sind der von den Kirchgemeinden gestiftete Kaffee und das feine Gebäck. Herz-lichen Dank dafür!
Die Heimfahrt durch dicht besiedelte Wohngebiete und die vielen Rotlichter sind für den Chauffeur eine Herausforderung, und die Fahrt um den Irchel eine echte Erholung!
Wir sind Herrn Ruh sehr dankbar für seine sichere Fahrweise. Ihm vertrauen wir uns immer gerne an!
Allen, die zum Gelingen der schönen Reise beigetragen haben (auch der Gemeinde für ihren Zustupf!), ein herzliches Vergelts Gott!
Auf frohes Wiedersehn im nächsten Jahr!
