Kirche ist HERVORRAGEND!

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Liebe Leserin, lieber Leser,
KIRCHE IST HERVORRAGEND! Zu der Überzeugung kam ich, als ich diesen Sommer im Klettgau mit dem Velo unterwegs war. Die Bergkirche St. Moritz oberhalb von Hallau sticht hervor, ist nicht zu übersehen. Man kann sich an ihr orientieren. Die weisse Farbe des Gebäudes und des Turms, der kühn in den Himmel zeigt, tragen das ihre dazu bei. Diese Kirche ist durch ihr Äußeres anziehend. Ein wunderbarer Ort, ein Kraftort gerade auch für die Seele.
KIRCHE IST HERVORRAGEND! Das ist sie, weil sie eine Freudenbotschaft hat: Himmel und Erde fallen nicht auseinander. Gott ist Mensch geworden, ist uns nahegekommen in Jesus Christus, sodass wir den „Backofen seiner Liebe“(Luther) spüren können. Und im Backofen wird ja was Gutes gebacken. Das erfreut viele, die es genießen.
KIRCHE IST HERVORRAGEND! Weil sie Menschen versammelt zur Gemeinde und zur Gemeinschaft. Ich glaube, dass dies in unserer Zeit ein ganz wichtiger Beitrag der Kirche ist: Sie verbindet Menschen, öffnet sie füreinander, macht, dass Menschen unterschiedlicher Generationen sich füreinander interessieren. In der Kirchgemeinde kann man sich näherkommen, Aufgaben übernehmen, an Projekten mitmachen. Manchmal tritt man sich auch auf die Zehen! Das ist unangenehm und tut weh! Aber viel besser, als alleine ins Leere laufen. Der menschenfreundliche Gott liebt es, uns wieder näherzubringen.
Und nun muss ich verraten, dass ich, als ich in die wunderschöne Kirche St. Moritz oberhalb von Hallau hineinging, tief erschrocken bin. Ich sah mich um: Alles schön und wunderbar! Im Altarraum - wie es in einer reformierten Kirche sein muss - der Taufstein. Der war auch schön und wunderbar. Aber ich erschrak, weil ich dachte: Wie EINSAM der hier ist! Warum sind unsere Kirchen manchmal so leer, obwohl die Taufe so viele miteinander und mit Gott verbindet?
Wenige Wochen später bin ich mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar wieder zur Bergkirche bei Hallau gefahren. Mein Freund war begeistert von der Kirche. Er hat viele Fotos gemacht. Ich ließ mich hinreißen und sang eine Liedstrophe in den Kirchenraum:
„Ich sing dir mein Lied -in ihm klingt mein Leben. Die Töne, den Klang hast du mir gegeben

von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde, du Quelle des Lebens. Dir sing ich mein Lied.“

Herzliche Grüsse!

Bernd Stockburger
Sandra Ruh,