"Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet und den Sieg erringt, dem wird der Tod nichts anhaben können." - Predigt zu Offb 2
Liebe Gottesdienstgemeinde!
Ich war noch nie gut im „Mich-Überwinden“.
Schon als Bub war ich eher zögerlich und teilweise übervorsichtig und musste zum Beispiel meinem Herzen einen Stoss geben, wenn ich im Freibad vom Dreimeterbrett sprang.
Auch das schöne Ferienerlebnis mit Taucherbrille und Schnorchel, von dem ich erzählte, zeigt mir, dass ich nicht gerade der mutigste und tollkühnste Sportler bin.
Wenn man jedoch einmal Angst, Skepsis, Bequemlichkeit oder einen anderen Widerstand überwunden und abgelegt hat und einfach losspringt, dann kann man oftmals bemerken, dass das Ganze auch einen Gewinn bringt.
Man kann sich sozusagen doppelt freuen:
Man freut sich einerseits darüber, dass man es geschafft hat, sich selbst zu überwinden, und andererseits freut man sich über das Neue, Unerwartete und Schöne, das man erlebt.
Und ist es nicht auch sonst oftmals ähnlich im Leben?
Da stehen wir vor einem Problem und meinen, es niemals bewältigen zu können.
Doch wenn wir uns einen Ruck geben, über den Schatten springen, uns innerlich lösen, „loslassen“ und den ersten Schritt wagen, dann erfahren wir, dass manchmal alles viel leichter geht als befürchtet.
Der Weg entsteht im Gehen, oder anders gesagt:
Wer wagt, wer überwindet, gewinnt.
Wohl begegnen uns im Alltag weitaus grössere und ernsthaftere Probleme und Herausforderungen, als vom Dreimeterbrett zu springen –
seien dies Krankheit, Verlust, Einsamkeit, Ungewissheit, Schuld oder Versagen oder eine andere Not -
doch im Prinzip ist es stets dasselbe, im Kleinen wie im Grossen, wie das Wort der Offenbarung sagt:
"Wer überwindet und den Sieg erringt, dem wird der Tod nichts anhaben können. "
Es ist der Gekreuzigte und Auferstandene, der tot war und wieder lebendig ist, Jesus Christus, der hier durch seinen Geist zu Johannes spricht. Er tröstet und mahnt.
Stellvertretend für die ganze Kirche Kleinasiens und darüber hinaus für die Kirche überhaupt, trägt er Johannes auf, an die Gemeinde in Smyrna, der heutigen Millionenstadt IZMIR in der Türkei, Folgendes zu schreiben:
Ich kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor dem, was dir an Leiden noch bevorsteht. Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Wer überwindet und den Sieg erringt, dem wird der Tod nichts anhaben können.
Liebe Gemeinde, es gibt eine Stelle im Hebräerbrief, in der gesagt wird:
Gebt Acht, dass ihr den nicht ablehnt, der redet und wir uns nicht abwenden von dem, der jetzt vom Himmel her spricht –
der vom „Himmel“ her zu unserem Herzen spricht, ist der Auferstandene und Lebendige.
So sollen wir gleichsam innerlich zu ihm herantreten, uns im Glauben herantasten, horchen und staunen!
Christus sagt: Ich kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor dem, was dir an Leiden noch bevorsteht.
Der menschgewordene Gott, Jesus, kennt mich.
Er kennt mein Tun und Lassen, meine ganze Lebenssituation.
ER weiss um das, was mich bewegt an Freud und Leid, Erfolg und Misserfolg, Vertrauen und Zweifel.
Er ist da, auch wenn ich dies oftmals weder spüren noch glauben kann, wie es Meister Eckehart mit folgenden sensiblen Worten ausdrückt:
"Der Mensch soll sich in keiner Weise je als fern von Gott ansehen, weder wegen eines Gebrestens noch wegen einer Schwäche noch wegen irgend etwas sonst.
Und wenn du DICH nicht als GOTT nahe ansehen kannst, so sollst du doch GOTT als DIR nahe annehmen.“
Gott ist da, auch dann, wenn wir wie die Menschen der damaligen Gemeinde in Smyrna in Bedrängnis, Armut, Verfolgung oder in einem anderen Leiden sind.
Dein Leiden wird vergehen, sagt Gott.
Denn die zehn Jahre, von der die Offenbarung spricht, bedeuten: Es ist befristet. Es geht vorbei. Der Schmerz hat ein Ende.
Jesus spricht noch andere Aspekte des Christenlebens in Smyrna an.
Sogar vom Satan ist da die Rede.
Wo Böses geschieht, wo Leid, Blindwut, Verfolgung, Krieg und Zerstörung herrschen, da fragen wir, woher es kommt.
Krieg und Grauen in Syrien und vielen anderen Orten auf der Welt, neuerlicher Terror in der Türkei, Terror in Israel, Umweltkatastrophen, Leid, Betrug, Hass, Gewalt, Betrug und Ungerechtigkeit:
Ist Gott denn ohnmächtig und ohne Güte, dass er all dies zulässt?
Für die Bibel steht fest, dass die Macht des Bösen begrenzt ist.
Sie verschwindet, wie auch die Nacht vor dem Licht des Tages verschwinden muss.
Der „Satan“ - alles „Satanische“, „Teuflische“ oder „Verführerische“ - führt einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen vom Eigentlichen weg – weg vom Lebendigen, Echten, Schönen und Sinnerfüllten, weg vom Licht.
Der Teufel ist ein Parasit, wie der Journalist und Autor PETER SEEWALD sagt:
"Kennzeichnend ist, er macht nichts weiter, als einen Menschen zunächst einmal nur wegzuführen. Weg von seiner Bestimmung. Von seiner Aufgabe."
Das schwer und missverständlich klingende Wort von der „Synagoge des Satans“, das uns in der Offenbarung des Johannes begegnet, sollte uns also auf die Macht des Bösen sensibilisieren, uns gleichzeitig aber auch nicht vergessen lassen:
Alles Leid dauert nur eine begrenzte Zeit.
Bleiben wir treu im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, dann wird uns die Krone des Lebens gegeben werden.
Die Krone des Lebens, von der der Auferstandene spricht, steht für Seligkeit, Erlösung, Erfüllung, Glück, für Frieden und Gerechtigkeit, die uns von Gott her verheissen sind.
Eine neue Welt tut sich auf.
Wer überwindet, gewinnt.
Wenn wir Böses durch Gutes, wenn wir Trägheit, Angst, Zweifel oder Gleichgültigkeit besiegen, dürfen wir darauf hoffen, dass uns mit der Hilfe Gottes erfülltes, ewiges Leben geschenkt wird und ein Glück erfahren, das darin besteht, vom Dasein immer wieder neu beschenkt zu werden –
sogar dann, wenn wir wie die Gemeinde von Smyrna „bedrängt“ und „beengt“ werden oder uns fühlen, wie mir neulich eine Frau in einem rührenden Brief geschrieben hat, als "hängten wir an einem unsichtbaren Faden, der plötzlich reissen könnte".
Liebe Gemeinde, das Leben wird neben aller Lust und Freude immer auch eine Zeit der Überwindung, Loslösung, Anstrengung und Auseinandersetzung sein.
Die Probleme unserer Zeit - Klimawandel, Überbevölkerung, Entfremdung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung, Bedrohung durch Terror oder Krankheit, Chemie, Atom und andere Gifte – können nicht von heute auf morgen gelöst werden.
Doch nichts kann uns letztlich trennen vom Licht, das aus der Wahrheit kommt, so die Botschaft der Offenbarung. .
Nichts kann uns trennen von Gott.
Sein Geist schenke uns Kraft, Segen und Trost und das Vertrauen zum Überwinden, denn:
Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Amen.
Liebe Gottesdienstgemeinde!
Ich war noch nie gut im „Mich-Überwinden“.
Schon als Bub war ich eher zögerlich und teilweise übervorsichtig und musste zum Beispiel meinem Herzen einen Stoss geben, wenn ich im Freibad vom Dreimeterbrett sprang.
Auch das schöne Ferienerlebnis mit Taucherbrille und Schnorchel, von dem ich erzählte, zeigt mir, dass ich nicht gerade der mutigste und tollkühnste Sportler bin.
Wenn man jedoch einmal Angst, Skepsis, Bequemlichkeit oder einen anderen Widerstand überwunden und abgelegt hat und einfach losspringt, dann kann man oftmals bemerken, dass das Ganze auch einen Gewinn bringt.
Man kann sich sozusagen doppelt freuen:
Man freut sich einerseits darüber, dass man es geschafft hat, sich selbst zu überwinden, und andererseits freut man sich über das Neue, Unerwartete und Schöne, das man erlebt.
Und ist es nicht auch sonst oftmals ähnlich im Leben?
Da stehen wir vor einem Problem und meinen, es niemals bewältigen zu können.
Doch wenn wir uns einen Ruck geben, über den Schatten springen, uns innerlich lösen, „loslassen“ und den ersten Schritt wagen, dann erfahren wir, dass manchmal alles viel leichter geht als befürchtet.
Der Weg entsteht im Gehen, oder anders gesagt:
Wer wagt, wer überwindet, gewinnt.
Wohl begegnen uns im Alltag weitaus grössere und ernsthaftere Probleme und Herausforderungen, als vom Dreimeterbrett zu springen –
seien dies Krankheit, Verlust, Einsamkeit, Ungewissheit, Schuld oder Versagen oder eine andere Not -
doch im Prinzip ist es stets dasselbe, im Kleinen wie im Grossen, wie das Wort der Offenbarung sagt:
"Wer überwindet und den Sieg erringt, dem wird der Tod nichts anhaben können. "
Es ist der Gekreuzigte und Auferstandene, der tot war und wieder lebendig ist, Jesus Christus, der hier durch seinen Geist zu Johannes spricht. Er tröstet und mahnt.
Stellvertretend für die ganze Kirche Kleinasiens und darüber hinaus für die Kirche überhaupt, trägt er Johannes auf, an die Gemeinde in Smyrna, der heutigen Millionenstadt IZMIR in der Türkei, Folgendes zu schreiben:
Ich kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor dem, was dir an Leiden noch bevorsteht. Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Wer überwindet und den Sieg erringt, dem wird der Tod nichts anhaben können.
Liebe Gemeinde, es gibt eine Stelle im Hebräerbrief, in der gesagt wird:
Gebt Acht, dass ihr den nicht ablehnt, der redet und wir uns nicht abwenden von dem, der jetzt vom Himmel her spricht –
der vom „Himmel“ her zu unserem Herzen spricht, ist der Auferstandene und Lebendige.
So sollen wir gleichsam innerlich zu ihm herantreten, uns im Glauben herantasten, horchen und staunen!
Christus sagt: Ich kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor dem, was dir an Leiden noch bevorsteht.
Der menschgewordene Gott, Jesus, kennt mich.
Er kennt mein Tun und Lassen, meine ganze Lebenssituation.
ER weiss um das, was mich bewegt an Freud und Leid, Erfolg und Misserfolg, Vertrauen und Zweifel.
Er ist da, auch wenn ich dies oftmals weder spüren noch glauben kann, wie es Meister Eckehart mit folgenden sensiblen Worten ausdrückt:
"Der Mensch soll sich in keiner Weise je als fern von Gott ansehen, weder wegen eines Gebrestens noch wegen einer Schwäche noch wegen irgend etwas sonst.
Und wenn du DICH nicht als GOTT nahe ansehen kannst, so sollst du doch GOTT als DIR nahe annehmen.“
Gott ist da, auch dann, wenn wir wie die Menschen der damaligen Gemeinde in Smyrna in Bedrängnis, Armut, Verfolgung oder in einem anderen Leiden sind.
Dein Leiden wird vergehen, sagt Gott.
Denn die zehn Jahre, von der die Offenbarung spricht, bedeuten: Es ist befristet. Es geht vorbei. Der Schmerz hat ein Ende.
Jesus spricht noch andere Aspekte des Christenlebens in Smyrna an.
Sogar vom Satan ist da die Rede.
Wo Böses geschieht, wo Leid, Blindwut, Verfolgung, Krieg und Zerstörung herrschen, da fragen wir, woher es kommt.
Krieg und Grauen in Syrien und vielen anderen Orten auf der Welt, neuerlicher Terror in der Türkei, Terror in Israel, Umweltkatastrophen, Leid, Betrug, Hass, Gewalt, Betrug und Ungerechtigkeit:
Ist Gott denn ohnmächtig und ohne Güte, dass er all dies zulässt?
Für die Bibel steht fest, dass die Macht des Bösen begrenzt ist.
Sie verschwindet, wie auch die Nacht vor dem Licht des Tages verschwinden muss.
Der „Satan“ - alles „Satanische“, „Teuflische“ oder „Verführerische“ - führt einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen vom Eigentlichen weg – weg vom Lebendigen, Echten, Schönen und Sinnerfüllten, weg vom Licht.
Der Teufel ist ein Parasit, wie der Journalist und Autor PETER SEEWALD sagt:
"Kennzeichnend ist, er macht nichts weiter, als einen Menschen zunächst einmal nur wegzuführen. Weg von seiner Bestimmung. Von seiner Aufgabe."
Das schwer und missverständlich klingende Wort von der „Synagoge des Satans“, das uns in der Offenbarung des Johannes begegnet, sollte uns also auf die Macht des Bösen sensibilisieren, uns gleichzeitig aber auch nicht vergessen lassen:
Alles Leid dauert nur eine begrenzte Zeit.
Bleiben wir treu im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, dann wird uns die Krone des Lebens gegeben werden.
Die Krone des Lebens, von der der Auferstandene spricht, steht für Seligkeit, Erlösung, Erfüllung, Glück, für Frieden und Gerechtigkeit, die uns von Gott her verheissen sind.
Eine neue Welt tut sich auf.
Wer überwindet, gewinnt.
Wenn wir Böses durch Gutes, wenn wir Trägheit, Angst, Zweifel oder Gleichgültigkeit besiegen, dürfen wir darauf hoffen, dass uns mit der Hilfe Gottes erfülltes, ewiges Leben geschenkt wird und ein Glück erfahren, das darin besteht, vom Dasein immer wieder neu beschenkt zu werden –
sogar dann, wenn wir wie die Gemeinde von Smyrna „bedrängt“ und „beengt“ werden oder uns fühlen, wie mir neulich eine Frau in einem rührenden Brief geschrieben hat, als "hängten wir an einem unsichtbaren Faden, der plötzlich reissen könnte".
Liebe Gemeinde, das Leben wird neben aller Lust und Freude immer auch eine Zeit der Überwindung, Loslösung, Anstrengung und Auseinandersetzung sein.
Die Probleme unserer Zeit - Klimawandel, Überbevölkerung, Entfremdung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung, Bedrohung durch Terror oder Krankheit, Chemie, Atom und andere Gifte – können nicht von heute auf morgen gelöst werden.
Doch nichts kann uns letztlich trennen vom Licht, das aus der Wahrheit kommt, so die Botschaft der Offenbarung. .
Nichts kann uns trennen von Gott.
Sein Geist schenke uns Kraft, Segen und Trost und das Vertrauen zum Überwinden, denn:
Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Amen.
Predigttext: Apk 2,8-11
Musik: Peter Leu
Kollekte: Gemeindeprojekt: Schule in Pakistan
Kontakt: Pfr. Heinz Brauchart



