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LOCATION:Münster\, Münsterplatz\, 8200 Schaffhausen
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DESCRIPTION:"Wer Ohren hat\, der höre\, was der Geist den Gemeinden sagt:
  Wer überwindet und den Sieg erringt\, dem wird der Tod nichts anhaben
  können." - Predigt zu Offb 2\n\nLiebe Gottesdienstgemeinde!\nIch war
  noch nie gut im „Mich-Überwinden“.                                  
                           \nSchon als Bub war ich eher zögerlich und
  teilweise übervorsichtig und musste zum Beispiel meinem Herzen einen
  Stoss geben\, wenn ich im Freibad vom Dreimeterbrett sprang.\nAuch das
  schöne Ferienerlebnis mit Taucherbrille und Schnorchel\, von dem ich
  erzählte\, zeigt mir\, dass ich nicht gerade der mutigste und
  tollkühnste Sportler bin. \n\nWenn man jedoch einmal Angst\, Skepsis\,
  Bequemlichkeit oder einen anderen Widerstand überwunden und abgelegt hat
  und einfach losspringt\, dann kann man oftmals bemerken\, dass das Ganze
  auch einen Gewinn bringt.\nMan kann sich sozusagen doppelt freuen:\nMan
  freut sich einerseits darüber\, dass man es geschafft hat\, sich selbst
  zu überwinden\, und andererseits freut man sich über das Neue\,
  Unerwartete und Schöne\, das man erlebt.\n\nUnd ist es nicht auch sonst
  oftmals ähnlich im Leben?\nDa stehen wir vor einem Problem und meinen\,
  es niemals bewältigen zu können.\nDoch wenn wir uns einen Ruck geben\,
  über den Schatten springen\, uns innerlich lösen\, „loslassen“ und
  den ersten Schritt wagen\, dann erfahren wir\, dass manchmal alles viel
  leichter geht als befürchtet.\nDer Weg entsteht im Gehen\, oder anders
  gesagt: \nWer wagt\, wer überwindet\, gewinnt.\nWohl begegnen uns im
  Alltag weitaus grössere und ernsthaftere Probleme und 
  Herausforderungen\, als vom Dreimeterbrett zu springen –\nseien dies
  Krankheit\, Verlust\, Einsamkeit\, Ungewissheit\, Schuld oder Versagen
  oder eine andere Not -\ndoch im Prinzip ist es stets dasselbe\, im
  Kleinen wie im Grossen\, wie das Wort der Offenbarung sagt:\n"Wer
  überwindet und den Sieg erringt\, dem wird der Tod nichts anhaben
  können. "\n\nEs ist der Gekreuzigte und Auferstandene\, der tot war und
  wieder lebendig ist\, Jesus Christus\,          der hier durch seinen
  Geist zu Johannes spricht. Er tröstet und mahnt.\nStellvertretend für
  die ganze Kirche Kleinasiens und darüber hinaus für die Kirche
  überhaupt\, trägt er Johannes auf\, an die Gemeinde in Smyrna\, der
  heutigen Millionenstadt IZMIR in der Türkei\, Folgendes zu schreiben:
 \nIch kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor dem\, was dir an Leiden
  noch bevorsteht.                          Sei treu bis in den Tod\, und
  ich werde dir die Krone des Lebens geben.                                
           Wer überwindet und den Sieg erringt\, dem wird der Tod nichts
  anhaben können. \n\nLiebe Gemeinde\, es gibt eine Stelle im
  Hebräerbrief\, in der gesagt wird:\nGebt Acht\, dass ihr den nicht
  ablehnt\, der redet und wir uns nicht abwenden von dem\, der jetzt vom
  Himmel her spricht –\nder vom „Himmel“ her zu unserem Herzen
  spricht\, ist der Auferstandene und Lebendige.\nSo sollen wir gleichsam
  innerlich zu ihm herantreten\, uns im Glauben herantasten\, horchen und
  staunen! \nChristus sagt: Ich kenne deine Not. Fürchte dich nicht vor
  dem\, was dir an Leiden noch bevorsteht.                          \nDer
  menschgewordene Gott\, Jesus\, kennt mich.\nEr kennt mein Tun und
  Lassen\, meine ganze Lebenssituation.                    \nER weiss um
  das\, was mich bewegt an Freud und Leid\, Erfolg und Misserfolg\,
  Vertrauen und Zweifel.\nEr ist da\, auch wenn ich dies oftmals weder
  spüren noch glauben kann\, wie es Meister Eckehart mit folgenden
  sensiblen Worten ausdrückt:\n\n"Der Mensch soll sich in keiner Weise je
  als fern von Gott ansehen\, weder wegen eines Gebrestens noch wegen einer
  Schwäche noch wegen irgend etwas sonst.\nUnd wenn du DICH nicht als GOTT
  nahe ansehen kannst\, so sollst du doch GOTT als DIR nahe annehmen.“\n
 \nGott ist da\, auch dann\, wenn wir wie die Menschen der damaligen
  Gemeinde in Smyrna in Bedrängnis\, Armut\, Verfolgung oder in einem
  anderen Leiden sind.\nDein Leiden wird vergehen\, sagt Gott.\nDenn die
  zehn Jahre\, von der die Offenbarung spricht\, bedeuten: Es ist
  befristet. Es geht vorbei. Der Schmerz hat ein Ende.\nJesus spricht noch
  andere Aspekte des Christenlebens in Smyrna an. \nSogar vom Satan ist da
  die Rede.                                   \nWo Böses geschieht\, wo
  Leid\, Blindwut\, Verfolgung\, Krieg und Zerstörung herrschen\, da
  fragen wir\, woher es kommt.\nKrieg und Grauen in Syrien und vielen
  anderen Orten auf der Welt\, neuerlicher Terror in der Türkei\, Terror
  in Israel\, Umweltkatastrophen\, Leid\, Betrug\, Hass\, Gewalt\, Betrug
  und Ungerechtigkeit:\nIst Gott denn ohnmächtig und ohne Güte\, dass er
  all dies zulässt?\n\nFür die Bibel steht fest\, dass die Macht des
  Bösen begrenzt ist.                                                     
              \nSie verschwindet\, wie auch die Nacht vor dem Licht des
  Tages verschwinden muss. \nDer „Satan“ - alles „Satanische“\,
  „Teuflische“ oder „Verführerische“ - führt einen Menschen oder
  eine Gruppe von Menschen vom Eigentlichen weg – weg vom Lebendigen\,
  Echten\, Schönen und Sinnerfüllten\, weg vom Licht.\nDer Teufel ist ein
  Parasit\, wie der Journalist und Autor PETER SEEWALD sagt:
 \n"Kennzeichnend ist\, er macht nichts weiter\, als einen Menschen
  zunächst einmal nur wegzuführen. Weg von seiner Bestimmung. Von seiner
  Aufgabe." \n\nDas schwer und missverständlich klingende Wort von der
  „Synagoge des Satans“\, das uns in der Offenbarung des Johannes
  begegnet\, sollte uns also auf die Macht des Bösen sensibilisieren\, uns
  gleichzeitig aber auch nicht vergessen lassen:                           
       \nAlles Leid dauert nur eine begrenzte Zeit.                     
 \nBleiben wir treu im Glauben\, in der Hoffnung und in der Liebe\, dann
  wird uns die Krone des Lebens gegeben werden. \nDie Krone des Lebens\,
  von der der Auferstandene spricht\, steht für Seligkeit\, Erlösung\,
  Erfüllung\, Glück\, für Frieden und Gerechtigkeit\, die uns von Gott
  her verheissen sind.\nEine neue Welt tut sich auf.                       
                    \nWer überwindet\, gewinnt.                           
                 \nWenn wir Böses durch Gutes\, wenn wir Trägheit\,
  Angst\, Zweifel oder Gleichgültigkeit besiegen\, dürfen wir darauf
  hoffen\, dass uns mit der Hilfe Gottes erfülltes\, ewiges Leben
  geschenkt wird und   ein Glück erfahren\, das darin besteht\, vom Dasein
  immer wieder neu beschenkt zu werden – \nsogar dann\, wenn wir wie die
  Gemeinde von Smyrna „bedrängt“ und „beengt“ werden oder uns
  fühlen\, wie mir neulich eine Frau in einem rührenden Brief geschrieben
  hat\, als "hängten wir an einem unsichtbaren Faden\, der plötzlich
  reissen könnte".\n\nLiebe Gemeinde\, das Leben wird neben aller Lust und
  Freude immer auch eine Zeit der Überwindung\, Loslösung\, Anstrengung
  und Auseinandersetzung sein.                                             
                                 \nDie Probleme unserer Zeit -
  Klimawandel\, Überbevölkerung\, Entfremdung\, Armut und Hunger\,
  Umweltzerstörung\, Bedrohung durch Terror oder Krankheit\, Chemie\, Atom
  und andere Gifte – können nicht von heute auf morgen gelöst werden.  
                                                                    \nDoch
  nichts kann uns letztlich trennen vom Licht\, das aus der Wahrheit
  kommt\, so die Botschaft der Offenbarung.                                
    .                                 \nNichts kann uns trennen von Gott.  
                                   \nSein Geist schenke uns Kraft\, Segen
  und Trost und das Vertrauen zum Überwinden\, denn: \nSei treu bis in den
  Tod\, und ich werde dir die Krone des Lebens geben.                      
                     Amen.\n\n\n\n\nKontakt: Pfr. Heinz Brauchart\n
 \nWeitere Infos: https://www.ref-sh.ch/veranstaltung/40164
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