"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde":
mit diesen Worten eröffnet Johannes seine Vision der zukünftigen Welt - einer Welt des himmlischen Friedens, in der Krankheit, Alter, Leiden und Tod für alle Zeiten einem Zustand des Glücks, der Liebe und der Zufriedenheit weichen werden.
Diese neue Welt wird in der Sprache der Bibel mit dem Namen Jerusalem in Verbindung gebracht, denn „Jerusalem“ heisst wörtlich übersetzt: „Schau des Friedens“.
Darum fährt Johannes in der Beschreibung seiner Zukunftsschau fort:
"Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat."
Ob uns in der Zukunft tatsächlich so etwas wie eine neue Welt, ein neuer Himmel und eine neue Erde, ein friedvolles, himmlisches Jerusalem erwarten – vielleicht nach dem Tod?
Nun, gefragt nach ihren Jenseitsvorstellungen –
dem Sterben und was danach komme -
haben Kinder im Alter zwischen sechs und sieben Jahren bei einer Umfrage folgende Antworten gegeben:
"Man kommt dann in den Himmel.
D‘ Fraue, die wärded denn Ängel, das weiss ich!
Alle werden dann Engel.
Mer chan uf de Wolke setze.
D’Seel luegt abe."
Jugendliche und Teenager haben schon etwas rationellere Vorstellungen über das Jenseits und das Sein nach dem Tod. Sie sagen zum Beispiel:
"Ich habe keine Ahnung, was nach dem Tod kommt."
Oder:
"Wenn man stirbt, ist es, als ob man eine Maschine abschaltet. Die Informationen werden von einer Diskette gelöscht."
Ein anderer Jugendlicher meint:
"Ich glaube, dass der Tod nur so eine Art Übergang zu einem neuen Leben ist."
Was würden wir als erwachsene Christinnen und Christen sagen, wenn man uns befragte zum Thema: Leben nach dem Tod?
Die meisten von uns sind in ihrem Denken und Empfinden wohl gar nicht so weit entfernt von dem, was wir eben von seitens der Kinder und Jugendlichen gehört haben.
Fantasie und Intuition, Herzensgewissheit und das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Gottes Wort wechseln ab mit Skepsis oder gar bewusster Ablehnung einer konkreten Jenseitsvorstellung.
Manche wie zum Beispiel die Radio- und Fernsehmoderatorin MONA VETSCH, die vielen bekannt ist durch die Nachrichtensendung „10 vor 10“, haben eine geradezu kindlich-vertrauensvolle Haltung dem Tod gegenüber.
In einem Artikel zum Thema Leben und Sterben hat sie unter dem Titel: „Der Tod riecht nach Lavendelöl“ im Andenken an ihre verstorbene Grossmutter geschrieben:
"Wer im Leben geborgen ist, wird es auch im Sterben sein. Und darüber hinaus.
Daran kann ich glauben."
Andere wie der Zürcher Journalist und Dozent PETER WERDER stellen sich auf den Standpunkt, dass man nicht wissen könne, was nach dem Tod sei.
Er beschreibt seine Haltung so:
"Ich geniesse das Leben als Humanist, halte mich an die diesseitigen ethischen Vorstellungen und werde in letzter Eigenverantwortung über das Ende meines Lebens selbst entscheiden, wenn dies nötig sein wird."
Viele Christinnen und Christen sind trotz aller Fragen und Ungewissheiten, die das Leben bringt, vertrauens- und hoffnungsvoll und teilen im Grossen und Ganzen die Meinung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, NIKOLAUS SCHNEIDER, der gesagt hat:
"Unsere Toten sind nicht tot.
Die Gemeinschaft zwischen uns ist nicht zerstört. In Gott gehören sie zu uns und wir zu ihnen, und manchmal spüren und ahnen wir das schon jetzt unmittelbar."
Trotz einer gewissen gesunden Skepsis den übernatürlichen und letzten Dingen gegenüber:
Auferstehung und ewiges Leben sind zentrale Inhalte der christlichen Religion und Weltsicht.
Der Apostel Paulus meint sogar, dass wir bedauernswert wären, wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Gott setzen würden.
Er schreibt im 1.Brief an die Korinther:
"Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, dann sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen."
Der Glaube an die Auferstehung und das ewige Leben sagt uns: Wir fallen nicht ins dunkle Nichts, sondern gehen hinüber in unsere ewige Heimat bei Gott, wo es weder Tod, noch Trauer, noch Klage und Schmerz gibt.
Die Offenbarung des Johannes zeigt uns diese Heimat etwas näher.
Sie malt ein Bild des Friedens, spricht von einer neuen Welt, die uns erwartet und stellt uns vor die unfassbare letzte Dimension der Wirklichkeit Gottes, indem sie verkündigt:
"Und abwischen wird Gott jede Träne von den Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei und keine Mühsal wird mehr sein."
Himmlischer Friede wird sein - kein Sterben, kein Altwerden, keine Krankheit, kein Neid, kein Ende des Lebens.
Gerade in diesen Tagen, in denen die Welt den Atem anhält und durch die Gewalt von Irrsinn und Terror erschüttert wird wie nie zuvor, erhalten die Worte der Johannesoffenbarung einen besonderen Klang.
Da sind zwar auf der einen Seite die Erfahrungen des Schreckens und des Verlusts, da sind Trauer, Schmerz, Leere und die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit allen Lebens.
Da ist auf der anderen Seite aber auch ein grosses Licht, eine grosse Kraft, ein Hoffnungsschimmer, der im Dunkeln leuchtet.
Da ist ein Brennen im Herzen und das Bewusstsein, dass Liebe ewig währen kann.
Das himmlische Jerusalem – in der realen Welt Zankapfel des politischen Irrsinns - ist und bleibt die biblische Chiffre für den Ort der des ewigen Friedens, den Gott verheissen hat.
Jerusalem – Schau des Friedens – ist damals wie heute der Name für die Gemeinschaft unter den Menschen und die Gemeinschaft mit Gott.
Darum sagt die Offenbarung:
"Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat."
Die meisten Menschen fühlen sich auch über den Tod hinaus mit ihren Verstorbenen verbunden und finden Trost in der Zusammengehörigkeit, die ihrem Empfinden nach unzerstörbar ist.
Der christliche Glaube hält daran fest, dass es trotz Ungewissheiten und Brüche im Leben Werte und Realitäten gibt, die unvergänglich sind -
Werte und Realitäten wie das Vertrauen, dass es sich lohnt, dem Ruf des Evangeliums zu folgen, wie die Hoffnung, dass jede Dunkelheit zu Ende geht, und wie die Liebe, die uns immer wieder einholt und „heimholt“, um uns miteinander und mit Gott für alle Zeiten zu verbinden. Darum sagt Jesus:
"Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten?
Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin."
Amen.
mit diesen Worten eröffnet Johannes seine Vision der zukünftigen Welt - einer Welt des himmlischen Friedens, in der Krankheit, Alter, Leiden und Tod für alle Zeiten einem Zustand des Glücks, der Liebe und der Zufriedenheit weichen werden.
Diese neue Welt wird in der Sprache der Bibel mit dem Namen Jerusalem in Verbindung gebracht, denn „Jerusalem“ heisst wörtlich übersetzt: „Schau des Friedens“.
Darum fährt Johannes in der Beschreibung seiner Zukunftsschau fort:
"Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat."
Ob uns in der Zukunft tatsächlich so etwas wie eine neue Welt, ein neuer Himmel und eine neue Erde, ein friedvolles, himmlisches Jerusalem erwarten – vielleicht nach dem Tod?
Nun, gefragt nach ihren Jenseitsvorstellungen –
dem Sterben und was danach komme -
haben Kinder im Alter zwischen sechs und sieben Jahren bei einer Umfrage folgende Antworten gegeben:
"Man kommt dann in den Himmel.
D‘ Fraue, die wärded denn Ängel, das weiss ich!
Alle werden dann Engel.
Mer chan uf de Wolke setze.
D’Seel luegt abe."
Jugendliche und Teenager haben schon etwas rationellere Vorstellungen über das Jenseits und das Sein nach dem Tod. Sie sagen zum Beispiel:
"Ich habe keine Ahnung, was nach dem Tod kommt."
Oder:
"Wenn man stirbt, ist es, als ob man eine Maschine abschaltet. Die Informationen werden von einer Diskette gelöscht."
Ein anderer Jugendlicher meint:
"Ich glaube, dass der Tod nur so eine Art Übergang zu einem neuen Leben ist."
Was würden wir als erwachsene Christinnen und Christen sagen, wenn man uns befragte zum Thema: Leben nach dem Tod?
Die meisten von uns sind in ihrem Denken und Empfinden wohl gar nicht so weit entfernt von dem, was wir eben von seitens der Kinder und Jugendlichen gehört haben.
Fantasie und Intuition, Herzensgewissheit und das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Gottes Wort wechseln ab mit Skepsis oder gar bewusster Ablehnung einer konkreten Jenseitsvorstellung.
Manche wie zum Beispiel die Radio- und Fernsehmoderatorin MONA VETSCH, die vielen bekannt ist durch die Nachrichtensendung „10 vor 10“, haben eine geradezu kindlich-vertrauensvolle Haltung dem Tod gegenüber.
In einem Artikel zum Thema Leben und Sterben hat sie unter dem Titel: „Der Tod riecht nach Lavendelöl“ im Andenken an ihre verstorbene Grossmutter geschrieben:
"Wer im Leben geborgen ist, wird es auch im Sterben sein. Und darüber hinaus.
Daran kann ich glauben."
Andere wie der Zürcher Journalist und Dozent PETER WERDER stellen sich auf den Standpunkt, dass man nicht wissen könne, was nach dem Tod sei.
Er beschreibt seine Haltung so:
"Ich geniesse das Leben als Humanist, halte mich an die diesseitigen ethischen Vorstellungen und werde in letzter Eigenverantwortung über das Ende meines Lebens selbst entscheiden, wenn dies nötig sein wird."
Viele Christinnen und Christen sind trotz aller Fragen und Ungewissheiten, die das Leben bringt, vertrauens- und hoffnungsvoll und teilen im Grossen und Ganzen die Meinung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, NIKOLAUS SCHNEIDER, der gesagt hat:
"Unsere Toten sind nicht tot.
Die Gemeinschaft zwischen uns ist nicht zerstört. In Gott gehören sie zu uns und wir zu ihnen, und manchmal spüren und ahnen wir das schon jetzt unmittelbar."
Trotz einer gewissen gesunden Skepsis den übernatürlichen und letzten Dingen gegenüber:
Auferstehung und ewiges Leben sind zentrale Inhalte der christlichen Religion und Weltsicht.
Der Apostel Paulus meint sogar, dass wir bedauernswert wären, wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Gott setzen würden.
Er schreibt im 1.Brief an die Korinther:
"Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, dann sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen."
Der Glaube an die Auferstehung und das ewige Leben sagt uns: Wir fallen nicht ins dunkle Nichts, sondern gehen hinüber in unsere ewige Heimat bei Gott, wo es weder Tod, noch Trauer, noch Klage und Schmerz gibt.
Die Offenbarung des Johannes zeigt uns diese Heimat etwas näher.
Sie malt ein Bild des Friedens, spricht von einer neuen Welt, die uns erwartet und stellt uns vor die unfassbare letzte Dimension der Wirklichkeit Gottes, indem sie verkündigt:
"Und abwischen wird Gott jede Träne von den Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei und keine Mühsal wird mehr sein."
Himmlischer Friede wird sein - kein Sterben, kein Altwerden, keine Krankheit, kein Neid, kein Ende des Lebens.
Gerade in diesen Tagen, in denen die Welt den Atem anhält und durch die Gewalt von Irrsinn und Terror erschüttert wird wie nie zuvor, erhalten die Worte der Johannesoffenbarung einen besonderen Klang.
Da sind zwar auf der einen Seite die Erfahrungen des Schreckens und des Verlusts, da sind Trauer, Schmerz, Leere und die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit allen Lebens.
Da ist auf der anderen Seite aber auch ein grosses Licht, eine grosse Kraft, ein Hoffnungsschimmer, der im Dunkeln leuchtet.
Da ist ein Brennen im Herzen und das Bewusstsein, dass Liebe ewig währen kann.
Das himmlische Jerusalem – in der realen Welt Zankapfel des politischen Irrsinns - ist und bleibt die biblische Chiffre für den Ort der des ewigen Friedens, den Gott verheissen hat.
Jerusalem – Schau des Friedens – ist damals wie heute der Name für die Gemeinschaft unter den Menschen und die Gemeinschaft mit Gott.
Darum sagt die Offenbarung:
"Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat."
Die meisten Menschen fühlen sich auch über den Tod hinaus mit ihren Verstorbenen verbunden und finden Trost in der Zusammengehörigkeit, die ihrem Empfinden nach unzerstörbar ist.
Der christliche Glaube hält daran fest, dass es trotz Ungewissheiten und Brüche im Leben Werte und Realitäten gibt, die unvergänglich sind -
Werte und Realitäten wie das Vertrauen, dass es sich lohnt, dem Ruf des Evangeliums zu folgen, wie die Hoffnung, dass jede Dunkelheit zu Ende geht, und wie die Liebe, die uns immer wieder einholt und „heimholt“, um uns miteinander und mit Gott für alle Zeiten zu verbinden. Darum sagt Jesus:
"Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten?
Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin."
Amen.
Kollekte: HEKS Flüchtlingshilfe
Kontakt: Pfr. Heinz Brauchart



