Lichtblicke

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Jesus Christus - Licht für unsere Welt (Foto: Urs Wegmüller)
Liebe Mitbetroffene

Je dunkler es wird, desto heller leuchtet das Licht – wer um Ostern am Abend ein Kerzenlicht auf den Fenstersims oder vor das Haus stellte, konnte dies miterleben. Je dunkler, schwieriger, ungewisser die Zeit, in der wir leben, desto wichtiger, bedeutungsvoller, ermutigender sind Lichtblicke.

Von einem solchen Lichtblick, den ich erlebte, möchte ich Ihnen erzählen:

Wir stehen zu viert – in gebotenem Abstand zu einander – entlang des Gartenzauns des Alters- und Pflegeheims in Ramsen. Es ist Karsamstag-Abend in der Corona-Zeit. Drinnen im Garten sitzen – mit gebührendem Abstand – Bewohnerinnen und ein Bewohner. Wir sind zusammengekommen, um miteinander zu singen und zu beten und auf Bibeltexte zu hören.

Möglich wurde dies Dank der Initiative einer freiwilligen Mitarbeiterin unserer Kirchgemeinden und Dank dem Einsatz der Betreuenden und Pflegenden des Alters- und Pflegeheims.

Als Abschluss dieser gottesdienstlichen Feier singen uns einige der Mitfeiernden im Garten die erste Strophe eines Osterliedes, das wir nicht kannten:

«Halleluja lasst uns singen,
denn die Freudenzeit ist da!
Hoch in Lüften lasst erklingen,
was im dunklen Grab geschah!
Jesus hat den Tod bezwungen
und uns allen Sieg errungen!
Halleluja, Jesus lebt, Jesus lebt,
Jesus lebt, Halleluja, Jesus lebt!»

So sind wir letztlich alle Beschenkte durch das wohltuende Miteinander, das gegenseitige Geben und Nehmen und die Auferstehung Jesu Christi.

Ich hoffe, dass auch Sie Lichtblicke erlebten in dieser herausfordernden Zeit und wünsche Ihnen, dass Sie weitere erleben werden – auch über diese «ausserordentliche Lage» hinaus.

Wenn Sie Fragen oder Anliegen haben oder einfach mal reden möchten, melden Sie sich doch bei mir (052 743 11 44, urs.wegmueller@ref-sh.ch).

In herzlicher Verbundenheit
Ihr Pfr. Urs Wegmüller und Kreis-Kirchenstand Ramsen-Buch

Hoffnungslicht

Donnerstags um 20 Uhr weiterhin ein Kerzenlicht auf den Fenstersims stellen – dazu rufen uns die Kirchen in der Schweiz auf und zum Gebet: für Kranke und ihre Angehörigen, für Pflegende und Betreuende, für Einsame, Verunsicherte und Notleidende. Setzen wir ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit!


Urs Wegmüller,