Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

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Und zwar 2 Meter 12 hoch und 1 Meter 32 breit
Das Pfarrhaus von Buch hat eine neue Haustüre.
Stephanie Rieger
Tausende Male bin ich durch die alte Türe gegangen, in die Sonntagsschule oder zu meiner Freundin. Ich spüre noch den Drehknopf in meiner Hand oder den ausgetretenen Boden unter den Füssen, sobald man im Halbdunkel des Hausgangs angekommen war.

1843 wurde im Zuge der „Reparatur des Pfarrhauses zu Buch“ auch eine neue Türe in Auftrag gegeben. „Die Hausthür wird innwendig von Föhren, auswendig der Doppel von Eichenholz, sauber bearbeitet mit abgeglatteten Füllungen und starkem Rahmholz. Das Hausthürschloβ soll 2 Touren haben, Schlüβel und starke hebende Falle erhalten. Die Hausthüre wird auβen sauber gefirniβt.“

Das Pfarrhaus muss vor der Renovation 1843 kaum bewohnbar gewesen sein. Aber auch mit der neuen Türe blieb es kalt und zugig. Das Unterrichtszimmer im Erdgeschoss wurde von links nach rechts gewechselt, da die Heizung im kleineren Raum ungenügend war. Wegen Geldmangels wurden die Vorfenster vom Müller gespendet. Im Jahr 1933 wurde endlich ein Windfang vor das Treppenhaus eingesetzt, dass die kalte Luft nicht nach oben zieht. Ein vorgeschlagener Durchbruch einer Türe von der Küche in den Schopf wurde abgelehnt mit der Begründung, dass die Öffnung einem Zugloch gleich wäre.
Nun ist fertig mit einem düsteren und zugigen Hausgang, die neue Türe ist dicht und lässt durch das Fenster im oberen Drittel viel Licht ins Haus.
Mögen auch wir so eine Türe haben, die die Wärme in unseren Herzen bewahrt, Helligkeit hineinlässt und offen ist für Neues, Schönes, Mutiges. Oder eben den Herrn der Herrlichkeit.
Ich wünsche Ihnen ein glückliches 2020 !

Stephanie Rieger, Buch