Es begann mit einem Gebet …

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«Wenn ich gross bin, dann mache mich zu Deinem Werkzeug, um die Welt ein bisschen besser zu machen.» So betete der achtjährige Tony zu Gott, nachdem er von Umweltzerstörung und von verhungernden Kindern erfahren hatte. Später studierte er Landwirtschaft und machte eine Ausbildung als Missionar. 1981 wurde der 24-jährige Australier von einer kleinen Missionsgesellschaft nach Afrika geschickt. Dort begann er Bäume zu pflanzen und musste mitansehen, wie ein Setzling nach dem andern einging.

«Gott, warum hast Du mich hierhin geschickt, wenn meine ganze Arbeit vergebens ist? Zeig mir endlich, wie ich helfen kann!», betete Tony, als er wieder einmal mit seinem Geländewagen unterwegs war. Als er ausstieg, entdeckte er mitten in der Wüste überall winzige Triebe. Sie wuchsen aus Wurzeln von Bäumen, die früher einmal gefällt worden waren, und offensichtlich im Wüstenboden überlebten.

«Endlich hatte Gott meine Gebete erhört und mir die Augen geöffnet», sagte Tony Rinaudo. Nun zog er aus diesen unterirdischen Wurzeln neue Bäume, indem er immer wieder die schwächsten Triebe wegschnitt, bis nach sechs Jahren der stärkste Trieb zu einem Baum wurde. Am Anfang liessen sich nur zehn Bauern von dieser natürlichen Wiederherstellung des Waldes überzeugen. Doch als dann die andern die guten Ernten sahen, machten sie schliesslich auch mit.

Was mit einem Knaben begann, der sich mit Gott auf den Weg machte, und als Erwachsener an Gott festhielt, veränderte unsere Welt und das Leben von Millionen Menschen zum Guten. Dies kann man sogar auf Satellitenbildern sehen: Wo früher Wüste war, ist heute Wald.

Mir macht dies Mut, im Vertrauen auf Gott in meinem Alltag dranzubleiben und meinen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Und ich hoffe, Ihnen auch.

Pfr. Urs Wegmüller



Urs Wegmüller,