20 Jahre Schaffhauser Menschenrechtstage

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Ukrainische Tanzgruppe Svitanok (Foto: Doris Brodbeck)
Vor zwanzig Jahren gründete ein Kreis von Vertreter:innen aus sozialen Institutionen, Ausländerorganisationen und Kirchen August 2006 die Schaffhauser Menschenrechtstage. Dieses Jubiläum wurde am Samstag 22. August im Mosergarten Schaffhausen gefeiert.
Rundschreiben R
Im Zentrum des bunten Festes stand die interkulturelle Begegnung und das gemeinsame Feiern. Für einen erschwinglichen Preis gab es Mittagessen aus vier verschiedenen Kulturen, dazu ein Dessertbuffet aus Lateinamerika und von den Juma-Klassen des SAH. Musik- und Tanzdarbietungen sowie Talentstände und ein Kinderprogramm luden zum Verweilen ein. Aus der Gründergeneration waren Andi Kunz, Susi Leu und Doris Brodbeck am Fest anwesend. Ein Publikumsmagnet war auch der Rap-Auftritt von Sympaddyc mit Rap&Kids und weiteren Rap-Talenten, die mit «Mini Stadt» für die Liebe zur Munotstadt warben.

Rückblick auf 20 Jahre Menschenrechtstage
Zum Menschenrechtstag dem 10. Dezember findet seit 20 Jahren jährlich ein ansprechendes Programm statt. Es gab schon Kunst- und Fotoausstellungen, Filme und Vorträge über Menschenrechtsverletzungen und Feiern, die manchmal auch interreligiös durchgeführt wurden. Ein Highlight war im Jahr 2008 der Besuch von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey im Parkcasino. Es gab mehrere Jahre ein Fest zum Flüchtlingstag, das mit grossem Engagement auf dem Fronwagplatz oder dem Herrenacker durchgeführt wurde. Der Schwerpunkt wurde nach etwa 10 Jahren bewusst von Menschenrechtsverletzungen hin auf Menschenwürde und Begegnung verschoben. Es wurden zum Flüchtlingstag neu auch Stadtrundgänge und Kochworkshops angeboten, um die Perspektive von Migrantinnen und Migranten aufzuzeigen. Die Vereinsarbeit wird von Kanton, Stadt und den Kirchen regelmässig unterstützt.

Doris Brodbeck, Beauftragte für Entwicklungszusammenarbeit OeME