Bachkantaten: 9'000 CHF für Rechtsberatung gesammelt

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Bachkantaten spenden für Rechtsberatung: v.l. Werner Bächtold, Géraldine Kronig, Christoph Schmutz, Wolfram Kötter, Cornelia Busenhart (Foto: Doris Brodbeck)
Viel Freude zeigte die Leiterin der Beratungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht, Géraldine Kronig über die Kollektensumme von 9'000 Franken, die an den Bachkantaten-Gottesdiensten und beim Offenen Singen gesammelt worden sind. Sie will diese für den Familiennachzug einsetzen. Christoph Schmutz vom Förderverein lobte den mutigen Entscheid der Bachgesellschaft.
Wolfram Kötter, Präsident der Internationalen Bachgesellschaft wies stolz auf den einstimmigen Entscheid des Vorstands hin, die Rechtsberatung als Spendenzweck für die fünf Bachkantaten-Gottesdienste auszuwählen. Diese werden von Chören aus der Region musikalisch gestaltet. Erstmals sei auch ein Offenes Singen durchgeführt worden. Die Kosten für diese Feiern tragen die Bachgesellschaft und die Evangelisch-reformierte Kirche, so dass die gesamten Kollekten weitergegeben werden können.

Die Rechtsberatungsstelle nehme neben dem Auftrag des Bundes im Asylverfahren auch weitere Mandate entgegen wie eben den Familiennachzug, erklärte Géraldine Kronig. Dieser sei wichtig für eine gelingende Integration. Sie müssten den Beratungsuchenden das Verfahren erklären, das je nach Aufenthaltstitel und je nach dem Aufenthaltsland der Familie unterschiedlich sei und sie bei der Stellung von Gesuchen unterstützen. Aufgabe der Rechtsberatung sei es, den Zugang zum Recht zu sichern und so die Menschenrechte zu wahren.

Trägerorganisationen
Kirchenrätin Cornelia Busenhart sprach von Seiten der Trägerorganisationen der Rechtsberatungsstelle. Die Evangelisch-reformierte Kirche habe mit ihrer starken Unterstützung ein klares Bekenntnis zur Rechtsberatungsstelle gesprochen. Christoph Schmutz erläuterte, dass dies anfangs eine Laienberatung gewesen sei. Der Förderverein zähle rund 250 Private, die die Beratungsstelle nahe begleiten. Der Bund unterstütze die Beratung ferner mit dem Mandat und der Kanton mit einer Leistungsvereinbarung. Es seien sensible Schutzsuchenden, die hier Beratung bekommen.

Werner Bächtold, Präsident des SAH, erklärte, dass sie in der Stahlgiesserei Räume für Rechtsberatungsstelle bereitstellten. Die Kollekte am Bachfest habe dazu beigetragen, die Besuchenden für das Thema zu sensibilisieren.