Wo aus diesen Enttäuschten, Fliehenden, Zweifelnden wieder Gemeinschaft entsteht, weil Christus präsent ist, da ist Kirche: Ubi Christus, ibi ecclesia – wo Christus ist, dort ist die Kirche.
LUKAS, KAPITEL 24, VERSE 13 BIS 17:
«Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?»
So beginnt eine der schönsten Ostergeschichten, welche wir in diesen Ostertagen oft hören.
Die Emmausgeschichte – zwei Jünger unterwegs nach Emmaus.
Die Jünger sind unterwegs. Sie sind auf der Flucht und gehen an einen anderen Ort, sie laufen davon, wollen das Erlebte in Jerusalem zurücklassen.
Die Gründe hierfür sind vielzählig.
Es besteht Gefahr für Leib und Leben:
In Jerusalem sind die Polizeipatrouillen unterwegs, es laufen die Spitzel und Denunzianten herum.
In Jerusalem ist es für die Jünger Jesu jetzt wirklich lebensgefährlich.
Gescheitert und geknickt, nur weg von hier, Ortswechsel, am besten alles zurücklassen: Nur weg von Jerusalem, dem Ort der Niederlage,
nur weg von Golgatha, dem unrühmlichen Ende ihrer Hoffnungen!
Scheitern auf der ganzen Linie - das ist bitter!
Dementsprechend mutlos und verzweifelt sind die beiden Jünger unterwegs.
Allerdings sind sie nicht alleine unterwegs. Auf einmal sind sie zu dritt, Jesus kam selbst hinzu und ging mit Ihnen.
Während die beiden innerlich aufgewühlt, voll Not und Zweifel auf dem Weg sind, kommt Jesus hinzu, schließt sich ihnen an und wandert verborgen und unerkannt mit.
Keine umwerfende Erscheinung, kein spektakulärer Auftritt.
Jesus ist mit auf dem Weg.
Er hört zu, fragt nach, fühlt sich in die beiden ein, spürt, wie verschlossen sie sind.
Sie sind wie mit Blindheit geschlagen; ihre Augen sind erst am Ende, als er mit ihnen das Brot brach, gingen ihnen die Augen auf und sie erkennen ihn, seine Botschaft.
Die Emmausgeschichte -eine Ostergeschichte -Auch unsere Ostergeschichte.
Der Weg nach Emmaus ist unser Weg. Unsere Kirche ist Kirche auf dem Weg nach Emmaus – unsere Theologie ist Theologie auf dem Weg nach Emmaus.
„Wir sind die Emmaus-Jünger.
Wir sind die Fliehenden. Wir sind die Enttäuschten.
Wir sind die Zweifelnden.
Der Auferstandene ist bei den Fliehenden, bei den Enttäuschten, bei den Zweifelnden.
Klaus Gross, Pfarrer der Christkatholischen Gemeinde Schaffhausen
E-Mail:
Kolumne in den Schaffhauser Nachrichten
» Archiv der Bibelkolumnen
«Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?»
So beginnt eine der schönsten Ostergeschichten, welche wir in diesen Ostertagen oft hören.
Die Emmausgeschichte – zwei Jünger unterwegs nach Emmaus.
Die Jünger sind unterwegs. Sie sind auf der Flucht und gehen an einen anderen Ort, sie laufen davon, wollen das Erlebte in Jerusalem zurücklassen.
Die Gründe hierfür sind vielzählig.
Es besteht Gefahr für Leib und Leben:
In Jerusalem sind die Polizeipatrouillen unterwegs, es laufen die Spitzel und Denunzianten herum.
In Jerusalem ist es für die Jünger Jesu jetzt wirklich lebensgefährlich.
Gescheitert und geknickt, nur weg von hier, Ortswechsel, am besten alles zurücklassen: Nur weg von Jerusalem, dem Ort der Niederlage,
nur weg von Golgatha, dem unrühmlichen Ende ihrer Hoffnungen!
Scheitern auf der ganzen Linie - das ist bitter!
Dementsprechend mutlos und verzweifelt sind die beiden Jünger unterwegs.
Allerdings sind sie nicht alleine unterwegs. Auf einmal sind sie zu dritt, Jesus kam selbst hinzu und ging mit Ihnen.
Während die beiden innerlich aufgewühlt, voll Not und Zweifel auf dem Weg sind, kommt Jesus hinzu, schließt sich ihnen an und wandert verborgen und unerkannt mit.
Keine umwerfende Erscheinung, kein spektakulärer Auftritt.
Jesus ist mit auf dem Weg.
Er hört zu, fragt nach, fühlt sich in die beiden ein, spürt, wie verschlossen sie sind.
Sie sind wie mit Blindheit geschlagen; ihre Augen sind erst am Ende, als er mit ihnen das Brot brach, gingen ihnen die Augen auf und sie erkennen ihn, seine Botschaft.
Die Emmausgeschichte -eine Ostergeschichte -Auch unsere Ostergeschichte.
Der Weg nach Emmaus ist unser Weg. Unsere Kirche ist Kirche auf dem Weg nach Emmaus – unsere Theologie ist Theologie auf dem Weg nach Emmaus.
„Wir sind die Emmaus-Jünger.
Wir sind die Fliehenden. Wir sind die Enttäuschten.
Wir sind die Zweifelnden.
Der Auferstandene ist bei den Fliehenden, bei den Enttäuschten, bei den Zweifelnden.
Klaus Gross, Pfarrer der Christkatholischen Gemeinde Schaffhausen
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