Die Jahreslosung 2026 – Bibel einfach erklärt
Nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus wurde vieles neu definiert: die alten Gebote, unser Menschsein, das Leben nach dem Tod, Gott selber!
OFFENBARUNG, KAPITEL 21, VERS 5:
«Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.»
Nicht der römische Kaiser Domitian soll "alles neu machen", sondern Gott. Auch die heutigen Mächtigen in Bejing, Moskau und Mar-a-Lago sollen nicht die Landesgrenzen neu ziehen, selbsttätig Regenten ab- und einsetzen und die Regeln der Zivilisation neu definieren. Wir wissen, das kommt nicht gut heraus.
Das letzte Buch der Bibel wird oft als Weltuntergangsliteratur bezeichnet. Sein Verfasser Johannes von Patmos habe das Ende der Welt vorausgesagt. Der Weltuntergang aber war für viele Menschen bereits schon eingetreten. Kaiser Domitian regierte neben dem Senat vorbei, überzog fremde Völker mit Krieg und versuchte, sich in prächtigen Bauwerken zu verewigen. Seine Politik bedrohte Juden und Christen. Jerusalem war wenige Jahre zuvor völlig zerstört worden. Die Botschaft von Johannes war das Festhalten an der Hoffnung. Ein neuer Himmel, eine neue Menschheit und ein neues Jerusalem werde Gott erschaffen. Gott selber werde alles neu machen. Nicht ein Politiker - und schon gar nicht, wenn er behauptet, er regiere im Namen Gottes.
Wir sehnen uns danach, dass viele neu wird. In unserer Gesellschaft, in unserer Stadt, in der Kirche, auf der Welt. Das Neuwerden ist zunächst mit einer Baustelle verbunden. Baustellen aber sind ungemütlich. Sie kosten Umwege, Zeit und Ruhe. Man denke an die Leserbriefe, welche bereits schon durch die verhältnismässig kleinen Strassenbaustellen in unserer Stadt auslöst werden.
Wir wissen alle, dass uns nur das Neu-Werden vor der Erstarrung bewahren kann. Das Neu-Machen überlassen wir am besten Gott.
Die Jahreslosung wird jedes Jahr für den ganzen deutschen Sprachraum ausgesucht. Das Auswahlgremium ist ökumenisch zusammengesetzt. Die Jahreslosung wird von allen wichtigen Kirchen weiter verbreitet.
Peter Vogelsanger, Pfarrer und Dekan, Schaffhausen Herblingen
E-Mail:
Kolumne in den Schaffhauser Nachrichten
» Archiv der Bibelkolumnen
«Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.»
Nicht der römische Kaiser Domitian soll "alles neu machen", sondern Gott. Auch die heutigen Mächtigen in Bejing, Moskau und Mar-a-Lago sollen nicht die Landesgrenzen neu ziehen, selbsttätig Regenten ab- und einsetzen und die Regeln der Zivilisation neu definieren. Wir wissen, das kommt nicht gut heraus.
Das letzte Buch der Bibel wird oft als Weltuntergangsliteratur bezeichnet. Sein Verfasser Johannes von Patmos habe das Ende der Welt vorausgesagt. Der Weltuntergang aber war für viele Menschen bereits schon eingetreten. Kaiser Domitian regierte neben dem Senat vorbei, überzog fremde Völker mit Krieg und versuchte, sich in prächtigen Bauwerken zu verewigen. Seine Politik bedrohte Juden und Christen. Jerusalem war wenige Jahre zuvor völlig zerstört worden. Die Botschaft von Johannes war das Festhalten an der Hoffnung. Ein neuer Himmel, eine neue Menschheit und ein neues Jerusalem werde Gott erschaffen. Gott selber werde alles neu machen. Nicht ein Politiker - und schon gar nicht, wenn er behauptet, er regiere im Namen Gottes.
Wir sehnen uns danach, dass viele neu wird. In unserer Gesellschaft, in unserer Stadt, in der Kirche, auf der Welt. Das Neuwerden ist zunächst mit einer Baustelle verbunden. Baustellen aber sind ungemütlich. Sie kosten Umwege, Zeit und Ruhe. Man denke an die Leserbriefe, welche bereits schon durch die verhältnismässig kleinen Strassenbaustellen in unserer Stadt auslöst werden.
Wir wissen alle, dass uns nur das Neu-Werden vor der Erstarrung bewahren kann. Das Neu-Machen überlassen wir am besten Gott.
Die Jahreslosung wird jedes Jahr für den ganzen deutschen Sprachraum ausgesucht. Das Auswahlgremium ist ökumenisch zusammengesetzt. Die Jahreslosung wird von allen wichtigen Kirchen weiter verbreitet.
Peter Vogelsanger, Pfarrer und Dekan, Schaffhausen Herblingen
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