Ecce homo! – Seht, der Mensch! - Bibel einfach erklärt
Pilatus lebt heute und vernichtet Menschen, die ihm im Weg sind. Der Leidensweg Christi ist aktueller denn je. Doch der dritte Tag weckt Hoffnung.
JOHANNES, KAPITEL 19, VERSE 2 BIS 5:
«Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Sie traten an ihn heran und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht. Pilatus ging wieder hinaus und sagte zur Menge: Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keine Schuld an ihm finde. Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, der Mensch!»
Er wird grausam gefoltert und gedemütigt. Blut, unsägliche Schmerzen und Todesangst. Der mächtige Pilatus, Herr über Leben und Tod, präsentiert dem Volk das menschliche Elend: Ecce homo! – Seht, der Mensch!
Der römische Präfekt regiert mit harter Hand und ist nicht so unschuldig am Tod des Jesus von Nazaret, wie es im Johannesevangelium dargestellt wird. Er möchte kein Mitleid erregen, damit die aufgebrachte Menge nicht den Tod, sondern das Leben fordert. Die Meinung der Leute kümmert ihn einen Dreck. Pilatus hat schon viele ans Kreuz schlagen lassen, das gehört zu seinem Tagesgeschäft.
Wahrscheinlicher ist, dass Pilatus Angst verbreiten wollte: Ecce homo! Schaut, das passiert jemanden, der sich selbst zum König machen will und sich mit dem römischen Imperium anlegt. Hochverräter werden gekreuzigt. Die Soldaten sprechen die Anklage aus: König der Juden. So lässt es Pilatus später ans Kreuz schreiben: INRI – Jesus Nazarenus Rex Iudaeorum. Das römische Imperium verkörpert, wozu der Mensch fähig ist.
Auch heute:
Ecce Homo – Um Gottes willen, was machst du, Mensch?
Du hasst Juden und Moslems, du hasst Ausländer und alles Fremde, du hasst Menschen, die anders sind: Linke, Rechte, Quere, Gendernde, Spiesser, Traditionelle, Progressive…
Ecce Homo!
Bomben und Raketen fallen vom Himmel, zerstören Häuser und Wohnungen, vernichten Leben. Auch heute noch werden Menschen grausam gefoltert und Menschenrechte missachtet. Frauen und Farbige werden diskriminiert, Kinder missbraucht, Schülerinnen gemobbt.
Wie können wir Frieden finden, Gerechtigkeit und Freiheit? Wie könnte eine menschenfreundliche und glückliche Zukunft für alle Menschen, für alle Völker und Nationen möglich sein?
Ich bin überzeugt: der leidende Gottesknecht kann den Weg in eine gute Zukunft zeigen.
Robert Weinbuch, Pastoralraumleiter Am See und Rhy
Mail:
Kolumne in den Schaffhauser Nachrichten
» Archiv der Bibelkolumnen
«Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Sie traten an ihn heran und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht. Pilatus ging wieder hinaus und sagte zur Menge: Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keine Schuld an ihm finde. Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, der Mensch!»
Er wird grausam gefoltert und gedemütigt. Blut, unsägliche Schmerzen und Todesangst. Der mächtige Pilatus, Herr über Leben und Tod, präsentiert dem Volk das menschliche Elend: Ecce homo! – Seht, der Mensch!
Der römische Präfekt regiert mit harter Hand und ist nicht so unschuldig am Tod des Jesus von Nazaret, wie es im Johannesevangelium dargestellt wird. Er möchte kein Mitleid erregen, damit die aufgebrachte Menge nicht den Tod, sondern das Leben fordert. Die Meinung der Leute kümmert ihn einen Dreck. Pilatus hat schon viele ans Kreuz schlagen lassen, das gehört zu seinem Tagesgeschäft.
Wahrscheinlicher ist, dass Pilatus Angst verbreiten wollte: Ecce homo! Schaut, das passiert jemanden, der sich selbst zum König machen will und sich mit dem römischen Imperium anlegt. Hochverräter werden gekreuzigt. Die Soldaten sprechen die Anklage aus: König der Juden. So lässt es Pilatus später ans Kreuz schreiben: INRI – Jesus Nazarenus Rex Iudaeorum. Das römische Imperium verkörpert, wozu der Mensch fähig ist.
Auch heute:
Ecce Homo – Um Gottes willen, was machst du, Mensch?
Du hasst Juden und Moslems, du hasst Ausländer und alles Fremde, du hasst Menschen, die anders sind: Linke, Rechte, Quere, Gendernde, Spiesser, Traditionelle, Progressive…
Ecce Homo!
Bomben und Raketen fallen vom Himmel, zerstören Häuser und Wohnungen, vernichten Leben. Auch heute noch werden Menschen grausam gefoltert und Menschenrechte missachtet. Frauen und Farbige werden diskriminiert, Kinder missbraucht, Schülerinnen gemobbt.
Wie können wir Frieden finden, Gerechtigkeit und Freiheit? Wie könnte eine menschenfreundliche und glückliche Zukunft für alle Menschen, für alle Völker und Nationen möglich sein?
Ich bin überzeugt: der leidende Gottesknecht kann den Weg in eine gute Zukunft zeigen.
Robert Weinbuch, Pastoralraumleiter Am See und Rhy
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