Kirchgemeinde Schritt für Schritt umgestalten

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Die Pfarrstelle der Kirchgemeinde Gächlingen ist in den nächsten drei Jahren noch besetzt. Über die Organisation und Aufgabenverteilung ab 2029 macht sich eine Projektplan-Gruppe Gedanken. Sie informierte an der Kirchgemeindeversammlung am 2. Advent. Weitere Traktanden waren das Budget 2026 und die Verabschiedungen einiger Mitarbeiterinnen.
Marianne Näf-Bräker,
«Gächlinger Netzwerkkirche» nennt sich das Projekt, das sich mit der Umgestaltung der Kirchgemeinde befasst, damit diese ab 2029 ohne eine Pfarrperson im Dorf lebendig funktionieren kann. Anlässlich der Kirchgemeindeversammlung am 2. Adventssonntag informierten Philippe Niklaus und Werner Näf über den aktuellen Stand des Projekts. 2025 gab es Themenabende, bei denen alle Kirchenmitglieder Ideen einbringen und mitdiskutieren konnten. Daraus entstanden ein Organigramm und ein Organisationsbild. Das Organigramm für die rechtlichen Dinge zeigt sich wenig verändert. Allerdings weist das Organisationsbild deutlich darauf hin, dass viele pastoralen Dienste – die bisher beim Pfarramt lagen – auf weitere Personen verteilt werden. Beispiele sind zwei neue Stellen: Katechetik und Kirchgemeinde-Koordination. Erstere wird die Gesamtorganisation des kirchlichen Unterrichts übernehmen. Die Koordinationsstelle muss neu definiert werden. Geplant ist, dass die vakante Sekretariatsstelle im Lauf des nächsten Jahres mit einer Person besetzt wird, die langfristig bereit ist, die Gemeindekoordination zu übernehmen. So können Aufgaben wie Gottesdienstplanung, Kommunikation mit den Teams und öffentliche Publikationen Schritt für Schritt in kompetente Hände übergeben werden. Es bleibt auch noch Zeit, dass sich jemand für diese Aufgabe ausbilden kann. Marianne Näf wies darauf hin, dass die Kantonalkirche mit dem Modell «Kirche für morgen» die nötigen Rahmenbedingungen erarbeitet und andere Kirchgemeinden auf einem ähnlichen Weg unterwegs sind. Die regionale Zusammenarbeit, die in den letzten Jahren aufgenommen wurde, wird in Zukunft noch wichtiger werden. Werner Näf führte aus, dass bald auch das Thema Mittelbeschaffung wichtig werde. Während in der ersten Phase des Projekts das Problem der bald fehlenden Personen (Fachpersonenmangel) angegangen wird, ist auch ein Mangel an Finanzen abzusehen. Damit die Kirchgemeinde nicht aus dem Dorf verschwindet, muss das Thema «Mittelbeschaffung» angegangen werden.

Wechsel im Mitarbeiterteam
Bereits heute tragen freiwillige und angestellte Mitarbeiterinnen zusammen das kirchliche Leben. Rüdiger Schlunke dankte verschiedenen Personen, die eine Aufgabe beendet haben: Corinne Rosan führte während zehn Jahren das Sekretariat und während zwei Jahren die Buchhaltung der Kirchgemeinde. Diese Aufgaben werden vorübergehend von Kirchenstandsmitgliedern ausgeführt. Beatrix Niklaus war während neun Jahren für die Rechnung der Jungschi und Ameisli zuständig. Durch die Gründung des «Verbands Junge Kirche Klettgau» wurden die Kassen und Konten der verschiedenen Jugendbereiche zusammengelegt. Die Kassierin hat daher ihre Aufgabe im Lauf dieses Jahres beendet. Aus dem Service-Teams des Mittagstischs wurde Eva Schenk verabschiedet und aus dem Kafi-Team Eliza Müller. Einen Wechsel gab es auch bei der Pfarrhauspedellin. Agnes Wyttenbach hat diese Arbeit nach fünf Jahren beendet. Ihre Nachfolgerin Nadja Schenker hat diese Aufgabe im November übernommen.
Das ausgeglichene Budget sieht für 2026 einen Aufwand von rund 190'000 Franken vor und wurde von der Versammlung ohne Rückfragen und Gegenstimmen genehmigt.

Im Gottesdienst vor der Versammlung wurden drei Kinder getauft. Die Dritt- und Viertklässler des kirchlichen Unterrichts gaben ihnen gute Wünsche auf ihren Lebensweg mit.
Kirchgemeindeversammlung Herbst 2025
07.12.2025
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