Für den zukunftsweisenden Reformprozess «Kirche für morgen» fällte die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen einen einstimmigen Entscheid. Damit beauftragte sie den Kirchenrat, den begonnenen Kirchenentwicklungsprozess weiterzuführen. Auch der Voranschlag wurde trotz budgetierter roter Zahlen mit grosser Mehrheit gutgeheissen. Es wird für 2026 ein Verlust von rund 350'000 Franken bei einem Aufwand von 7,7 Millionen Franken budgetiert.
Rundschreiben R
Synodenpräsident Werner Käser begrüsste die Versammlung in der «La Résidence» in Schaffhausen-Herblingen. Jürg Weber, Präsident des Quartiervereins, stellte zusammen mit Christian Stamm, Mitglied des Synodenbüros aus Herblingen, das Quartier vor. Es gelte, immer wieder neue Themen aufzugreifen und nach aussen zu tragen, um mit den Menschen im Kontakt zu bleiben.
Budgetdefizit
Finanzreferentin Gabriele Schäfer präsentierte das Budget mit den Worten: «Ein Budgetdefizit ist ein Warnsignal, aber noch kein Grund zur Panik.» Der Kirchenrat hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt unter dem Motto «Sparen und trotzdem Kirche sein», die ihre Vorschläge an der Sommersynode 2026 vorlegen wird. Kirchenrätin Cornelia Busenhart beantwortete die Motion von Beat Frefel bezüglich Umnutzungen von Pfarrhäusern. Zwar gehören sie den Kirchgemeinden, aber ein Leitfaden zeigt nun Kriterien auf, wie damit umgegangen werden kann, denn Liegenschaften seien etwas Wertvolles. Verschiedene Rechtstexte wurden geändert, etwa die Wohnsitzpflicht von Pfarrpersonen aufgehoben und die bereits bestehende Möglichkeit, Pfarrstellenprozente durch andere Berufsgruppen zu substituieren, erweitert.
«Kirche für morgen»
Den einstimmigen Grundsatzentscheid für den Reformprozess «Kirche für morgen» kommentierte Kirchenratspräsident Wolfram Kötter so: «Wir sind dabei, Kirche auf neue Füsse zu stellen, und sehr dankbar, dass die Synode dies so deutlich unterstützt.» Der Kern wird durch das Bild des «Mischpults» symbolisiert, mit dem Kirchgemeinden die pfarrdienstlichen Aufgaben auf verschiedene Berufsgruppen verteilen können. Der Kirchenrat betont dabei, dass es sich um einen Prozess handelt, der den Kirchgemeinden ermöglicht, flexible Lösungen für ihre Weiterentwicklung zu erarbeiten («Ermöglichungsprojekt»). Der Synodale und Mitglied der Strukturkommission, Konradin Winzeler, sprach von einem sensationellen Entscheid.
Eine Motion zu «Neuen Medien» von Andreas Hansen wurde an den Kirchenrat überwiesen. Dieser soll prüfen, wie neue Medien in der Kommunikation eingesetzt werden können, um Menschen auf verschiedenen Kanälen zu erreichen.
Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen
Sozialdiakonin Nicole Russenberger berichtete zum Schluss über das Selbsthilfeprogramm für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, das sie organisiert und begleitet. Damit nimmt die Evangelisch-reformierte Kirche gemeinsam mit dem Kanton Verantwortung für geschehenes Unrecht wahr. Finanziert wird dieses Engagement durch Mittel des Lotteriefonds und Eigenmittel der Kantonalkirche. Der Synodale Markus Plüss zeigte sich erfreut, dass der Kanton dem Bund gefolgt sei und einen weiteren Solidaritätsbeitrag gesprochen hat.
Doris Brodbeck, Kommunikationsbeauftragte
Budgetdefizit
Finanzreferentin Gabriele Schäfer präsentierte das Budget mit den Worten: «Ein Budgetdefizit ist ein Warnsignal, aber noch kein Grund zur Panik.» Der Kirchenrat hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt unter dem Motto «Sparen und trotzdem Kirche sein», die ihre Vorschläge an der Sommersynode 2026 vorlegen wird. Kirchenrätin Cornelia Busenhart beantwortete die Motion von Beat Frefel bezüglich Umnutzungen von Pfarrhäusern. Zwar gehören sie den Kirchgemeinden, aber ein Leitfaden zeigt nun Kriterien auf, wie damit umgegangen werden kann, denn Liegenschaften seien etwas Wertvolles. Verschiedene Rechtstexte wurden geändert, etwa die Wohnsitzpflicht von Pfarrpersonen aufgehoben und die bereits bestehende Möglichkeit, Pfarrstellenprozente durch andere Berufsgruppen zu substituieren, erweitert.
«Kirche für morgen»
Den einstimmigen Grundsatzentscheid für den Reformprozess «Kirche für morgen» kommentierte Kirchenratspräsident Wolfram Kötter so: «Wir sind dabei, Kirche auf neue Füsse zu stellen, und sehr dankbar, dass die Synode dies so deutlich unterstützt.» Der Kern wird durch das Bild des «Mischpults» symbolisiert, mit dem Kirchgemeinden die pfarrdienstlichen Aufgaben auf verschiedene Berufsgruppen verteilen können. Der Kirchenrat betont dabei, dass es sich um einen Prozess handelt, der den Kirchgemeinden ermöglicht, flexible Lösungen für ihre Weiterentwicklung zu erarbeiten («Ermöglichungsprojekt»). Der Synodale und Mitglied der Strukturkommission, Konradin Winzeler, sprach von einem sensationellen Entscheid.
Eine Motion zu «Neuen Medien» von Andreas Hansen wurde an den Kirchenrat überwiesen. Dieser soll prüfen, wie neue Medien in der Kommunikation eingesetzt werden können, um Menschen auf verschiedenen Kanälen zu erreichen.
Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen
Sozialdiakonin Nicole Russenberger berichtete zum Schluss über das Selbsthilfeprogramm für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, das sie organisiert und begleitet. Damit nimmt die Evangelisch-reformierte Kirche gemeinsam mit dem Kanton Verantwortung für geschehenes Unrecht wahr. Finanziert wird dieses Engagement durch Mittel des Lotteriefonds und Eigenmittel der Kantonalkirche. Der Synodale Markus Plüss zeigte sich erfreut, dass der Kanton dem Bund gefolgt sei und einen weiteren Solidaritätsbeitrag gesprochen hat.
Doris Brodbeck, Kommunikationsbeauftragte