Die Kirche Löhningen

Einige Angaben zur Geschichte der Kirche

Die Angaben sind grösstenteils dem Buch Löhningen, 779 - 1979, entnommen, zusammengestellt von Erwin Müller-Heer.

1275: Erstmalige Erwähnung der Kapelle. Sie stand am selben Ort wie die heutige Kirche. Die Kapelle wurde 1606 abgebrochen.
1606: Bau der Kirche. Wie lange die effektive Bauzeit war, ist nicht genau bekannt. Erbauer ist Spitalmeister Hans Caspar Abegg, welcher auch die Spitaltrotte erbaute.
1637: Löhningen/Guntmadingen erhält wieder eine eigene Pfarrstelle, nachdem die Löhninger und Guntmadinger während mehr als 100 Jahren nach Beringen zur Kirche mussten (Aufhebung der Pfarrei 1529).
1766: Aufsetzung eines neuen Turmes
1810: Wiederaufbau der Empore, nachdem diese während eines Gottesdienste zusammengebrochen war.
1872: Renovation des Turmes mit neuem Geläute.
1877: Anschaffung eines Harmoniums.
1904: Grössere Innenrenovation mit neuer Bestuhlung und Bemalung der Wände. Einbau eines Hängeüberzuges im Dachstuhl zur Aufhängung der Kirchendecke. Dadurch konnten drei Säulen im Kircheninnern entfernt werden.
1908: Einbau einer Pfeifenorgel auf der Empore durch die Firma Zimmermann in Basel (Occasion; Kosten Fr. 8'000).
1918: Einbau zweier neuer farbiger Glasfenster auf der Ostseite der Kirche, gestiftet von einem ehemaligen Löhninger, S. Steinegger, Zürich.
1939: Umfassende Innenrenovation der Kirche. Versetzung der Orgel in die südwestliche Seite der Kirche. Die Kirche erhielt einen neuen Innenverputz (die Wandbemalungen wurden zugedeckt.). Die Kanzel aus dem Jahre 1606 wurde auf den Boden gestellt.
1953: Sanierung von Kirchendach und Turm. Aufzug von zwei neuen Glocken. Einbau einer neuen Turmuhr.
1963: Einbau einer induktiven Höranlage
1965: Einbau von elektrischem Läutantrieb für die Glocken.
1967: Eine umfassende Innenrenovation mit neuer Heizung, neuem Boden, neuer Bestuhlung, einer neuen Orgel und neuer Beleuchtung.
1989: Aussenrenovation der Kirche mit neuem Anstrich und Mauerentfeuchtung.
1995: Einbau einer Lautsprecheranlage in der Kirche.
1998: Die Kirche erhält innen einen neuen Anstrich und eine neue Beleuchtung. Dabei stösst der Maler auf eine unbekannte Deckenbemalung. Eine Freilegung der ganzen Deckenbemalung wäre zu teuer gewesen. Man beschränkte sich auf die Freilegung und sanfte Restaurierung des Bildes im Kreuz in der Mitte und einer einzelnen Deckenkassette über der Empore.
In all den Unterlagen habe ich nichts gefunden, wann diese Deckenbemalung ausgeführt wurde. Auch nicht, wann sie überdeckt wurde. Bei der Renovation 1939 wurde die Wandmalerei zugedeckt. Das Bild an der Decke war bereits übermalt, wie mir Erich Schwaninger von Guntmadingen, 1939 als junger Maler mit dabei, versicherte. Es muss also früher geschehen sein. Das Alter des Bildes wurde vom Denkmalpfleger auf etwa 150 Jahre geschätzt.


Zur Bedeutung des Bildes an der Decke sei aus der Predigt von Pfarrer Werner Näf am Eröffnungsgottesdienst vom 20. September 1998 zitiert:

Das Bild in der Mitte der Kirchendecke mit dem Schaf, dem Buch und dem Kreuz kommt aus dem letzten Buch der Bibel, der sogenannten Offenbarung. Dieses Buch ist die Beschreibung von Visionen: Bildern aus einer anderen Welt, dem alten Jünger Johannes in der Verbannung auf der Insel Patmos geschenkt. Jeder Teil des Bildes hat seine Bedeutung.

Das Lamm und das Kreuz:
Das Lamm ist Bild für Jesus Christus. Er ist gestorben als Opferlamm und deshalb bezeichnet mit dem Kreuz. Er ist berechtigt, das Buch zu öffnen. Das Kreuz, übrigens, kommt indirekt noch einmal vor, nämlich in der Kreuzform des Mittelteils der Decke.
Das Buch:
Das Buch ist der Plan mit dieser Welt. Damals handelte es sich wohl um eine Rolle, die nun hier als Buch gemalt ist. Laut der Offenbarung hält Gott dieses Buch in der Hand. Die Weltgeschichte ist aufgezeichnet darin, aber es ist verschlossen. Die Weltgeheimnisse der Vergangenheit und der Zukunft sind versiegelt.
Die Siegel:
Sieben Siegel verschliessen dieses Buch, eben ein Buch mit sieben Siegeln. Wie ein römisches Testament ist es besiegelt: die Ausführungsbestimmungen von einem, der gestorben ist. Wer darf dieses Siegel brechen? Die Vision zeigt: Niemand ist berechtigt. Man sucht überall. Keiner ist da. Ausser dem, der von seiner Herkunft her aus dem Himmel und von seinem Einsatz her für die Menschheit bis zum Tod Berechtigung hat, dieses Buch zu öffnen: Jesus Christus. Das Lamm wird so zum Sinnbild für den sanften Herrscher der Welt.

Kirche mit dem Durchblick in den Himmel
Die Idee hinter der ursprünglichen Malerei der übrigen Kassetten scheint deutlich: In der Löhninger Kirche ist ein Durchblick zum Himmel möglich. Offener Himmel und doch Schutz vor allfälligem Regen: unsere Vorfahren fanden für den Kirchenhimmel sozusagen den Fünfer und das Weggli.

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Das Bild an unserer Kiechendecke —  Bei der Innenrenovation der Kirche 1998 wurde dieses Bild an der Kirchendecke freigelegt.<div class='url' style='display:none;'>/kg/loehningen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3555</div><div class='bid' style='display:none;'>30794</div><div class='usr' style='display:none;'>45</div>

Das Bild an unserer Kiechendecke: Bei der Innenrenovation der Kirche 1998 wurde dieses Bild an der Kirchendecke freigelegt.

Anfahrt Die Kirche Löhningen ist nicht schwer zu finden. Man sieht sie von weit her. Die genaue Adresse lautet:
Kloster 3, 8224 Löhningen. Mit dieser Angabe findet Ihr Navigationsgerät die Kirche.



Wer die Karte lieber auf Google Maps anschaut, kann das hier tun.
Autor: Ruedi Spörndli     Bereitgestellt: 31.01.2017