Nur Mut!

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Zum Schulbeginn am 11. August 2019 ging es um Josua, der als Nachfolger des Mose eine übermässig grosse Aufgabe zu bewältigen hatte. Wie er es schaffte, war das Thema des Familiengottesdienstes.
Lukas P. Huber,
Die Kirche war voll, als Organist Manfred Jakob mit seinen Klängen die Kinder beim Einzug nach vorne begleitete, wo sie Schulsack oder Chindsgi-Täschli deponieren konnten.

Katharina Vogt vom Familiengottesdienst begrüsste die Gemeinde, die vielen Kinder und die Neuzuzüger(innen). Nach ein paar Liedern der Band erzählte Karin Bradler die Geschichte des ersten Kapitels des Josua-Buches aus der Bibel:

Schwierig, schwierig…

Josua, der Nachfolger des grossen Anführers Mose, bekommt dort die Aufgabe, das Volk aus der Wüste in das verheissene Land zu bringen. Nur gab es da ein paar Probleme…

Da war zum einen die Tatsache, dass Mose nicht mitkommen würde. «Das ist jetzt deine Aufgabe», sagte sinngemäss der Mann, der das Volk 40 Jahre durch die Wüste geführt hatte. Josua selber war ein geübter Wüstenkämpfer und Nomade, aber nun sollte er das Volk in ein Land führen, das über Häuser und befestigte Städte verfügte. Und die Leute dort würden die Israeliten nicht mit offenen Armen begrüssen, so viel war klar.

In diesem Moment spricht Gott Josua an: «Ich sage dir: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich nicht einschüchtern. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.» So berichtet es die Bibel in Josua 1,9.

Der grosse Mutmacher

Diese Ansage von Gott gab dem Josua den Mut, das Volk aufzurufen, sich an Gott zu halten und den grossen Aufbruch zu wagen, erzählte Bradler zu den Bildern an der Kirchenwand.

Im Anschluss an die Geschichte gingen die Kinder ins Mesmerhuus, um ein Buchzeichen mit dem Mutmacher-Vers aus dem Josuabuch zu basteln, während die Erwachsenen der Predigt von Pfarrer Lukas P. Huber lauschten.

Der Angsthase und die göttliche Zusage

Dieser nahm die Geschichte des Josua auf, Er sei seit Jugend ein Angsthase, bekannte Huber, Seine Angst zeige sich nicht, wenn er in gewohntem Umfeld arbeiten könne und in harmonischen Beziehungen lebe. Er verstehe darum Josua gut, der eine Mutspritze gebraucht habe, als er in ein neues Land aufbrechen musste und seinen Mentor Mose nicht mehr bei sich hatte.

Eltern sollten ihren Kindern Zuversicht vermitteln, fuhr Huber weiter. Kinder wie Erwachsene seien auf Menschen im Umfeld angewiesen, die Mut machen. Ebenfalls hilfreich sei auch der Glaube und speziell die Zusage an Josua. Es gehe dabei nicht darum, die Angst zu verleugnen, sondern durch die Angst hindurch mutig und entschlossen zu handeln. Dafür sei auch der Segen, den die Kinder nach der Predigt zugesprochen bekommen.

Und so wurden die Kinder, unterdessen vom Mesmerhuus zurückgekehrt, nachher im Kirchenschiff gesegnet, während die Erwachsenen ihre Bitten an Gott aufschreiben konnten. Für diese Anliegen wurde anschliessend gebetet.

Weiter wurden die Kinder des 3.-Klass-Unterrichts von Katechetin Sonja Tanner mit einem Geschenk begrüsst, und die Kinder des 5.-Klass-Unterrichts erhielten ihre Unterrichtsbibel.

Mit dem Segenslied «Gott chunnt mit uf din Wäg und er sägnet dich. Er isch dir ganz nööch und loht dich nie älei.» ging der Familiengottesdienst zu Ende.

Es folgte ein Aperitif, vorbereitet von Ursula Schöttli und Annegreth Spörndli, und das Grillfest im Pfarrgarten.

Nach dem Essen hatten die Erwachsenen genügend Zeit, zusammen zu reden, während die Kinder Pet-Flaschen mit einer Velopumpe als «Bioraketen» in den Himmel steigen lassen konnten, was grosse Begeisterung auslöste.

Ein Ausschnitt des Gottesdienstes mit Geschichte von Karin Bradler und Predigt von Pfarrer Lukas P. Huber kann hier angehört werden:



» Unter diesem Link kann der Zusammenschnitt direkt heruntergeladen werden.

Die Seite für die Predigten der Kirchgemeinden zum Nachhören finden Sie » hier.
Schulbeginn 2019
11.08.2019
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