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Entschleunigen mit Jesus - Bibel einfach erklärt

Stephanie Lemke-Signer (Foto: Roger Hofstetter, Schaffhauser Nachrichten)

Stephanie Lemke-Signer (Foto: Roger Hofstetter, Schaffhauser Nachrichten)

Entschleunigung ist nicht etwas, was einfach so passiert, wenn der Jahresurlaub beginnt. Man muss sie bewusst einbauen. Eine bewährte Methode lehrt uns Jesus: Gebet, Meditation und wahre Begegnung mit anderen Menschen.
MATTHÄUS, KAPITEL 11, VERSE 28 BIS 30:
«Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will Euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir denn ich bin sanft und demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt mich nicht, und meine Last ist leicht.»

In christlichen Kreisen wird gerne von Nachfolge gesprochen. Gemeint ist damit, Jesus zum Vorbild zu nehmen und es ihm gleich zu tun. Angesichts seines Lebens und Sterbens klingt das eigentlich nach grosser Anstrengung. Doch hier verspricht er etwas anderes: wer zu ihm in die Lehre geht, muss nicht mehr tun, sondern weniger. Jesus lädt die Geplagten und Beladenen ein, damit sie sich bei ihm wieder erholen können. Er verspricht den Menschen Seelenruhe. Etwas salopper würde ich sagen: entschleunigen mit Jesus. Doch natürlich geht es tiefer. Jesus fordert uns auf, von seiner Sanftmut und seiner Demut zu lernen. Er spricht dabei von einem Joch, das nicht drückt. Es ist eine innere Haltung, von der er redet. Trotz Arbeit, trotz Alltagslast und Stress ist es möglich, liebevoll, sanftmütig, bescheiden und gut zu anderen und zu sich selbst zu sein. Ist es nicht so, dass unsere Seele mit der Geschwindigkeit unseres modernen Lebens manchmal nicht mitkommt? Sind wir vielleicht aus dem Takt geraten? Sind wir Menschen geworden, die immer zu viel zu tun haben und zu wenig Zeit, um es zu tun? Ich denke, ja. Lernen wir also von Jesus, der, so erzählen uns viele Geschichten im Neuen Testament, sich Zeit für seine Mitmenschen nahm, sich aber genauso aus dem Trubel zurückzog, um zu beten und wieder aufzutanken. Jesus ist also kein Motivationscoach, der uns zu Höchstleistungen anspornt. Er ist mehr der Hirte aus Psalm 23, der uns zu Ruheplätzen führt. Den Fuss vom Gas zwecks Erquickung und Seelenfrieden – das wünsche ich Ihnen, liebe Leser:innen, sowohl im Arbeitsalltag wie auch in der Ferienzeit!

Stephanie Lemke-Signer, Vikarin Buchberg-Rüdlingen
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Kolumne in den Schaffhauser Nachrichten
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Bereitgestellt: 20.07.2026      
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