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Seniorennachmittag mit der "tollen Knolle"

IMG_20260225_144326815 (Foto: Eva Baumgardt)

Martin Harzenmoser unterhielt uns einem amüsanten und spannenden Vortrag zur beliebten "Sättigungsbeilage", den Herdöpfeln.
Eva Baumgardt,
Sie sind vielfältig, bunt, schmecken gut und sind gesund:
Die Begeisterung unseres Referenten für Kartoffeln in jeder Form ging schnell auf die etwa 50 Besucherinnen und Besucher über.
Seit vielen Jahren baut Martin Harzenmoser selber verschiedene Härdöpfel-Sorten an und konnte aus seinem Erfahrungsschatz berichten, wobei es wie oft in der Landwirtschaft ein wenig ein Glücksspiel ist, in welchem Jahr nun welche Sorte besonders gut gedeiht.
Bis sich Mitteleuropäer an das Nachtschattengewächs aus den Anden als Nahrungsmittel gewöhnt hatten, hat es allerdings gedauert und es hat regelrecht staatliche Kampagnen gebraucht, bis die Landbevölkerung auf den Kartoffelanbau umgestiegen ist.
So soll König Friedrich II. von Preussen auf den Trick verfallen sein, ein Kartoffelfeld mit nachlässigen Wachen zu umstellen, damit die Bauern anfangen, sich für den gehüteten Schatz zu interessieren.
Vielleicht tragen unsere Herdöpfel vor allem darum weibliche Namen? Auf dem Tisch lagen zur Dekoration "Erika", im Laden finden sich unter anderem "Annabelle", "Charlotte" und tatsächlich auch "Simonetta".
Von den weltweit etwa 3000 Kartoffelsorten sind in der Schweiz etwa 40 im Anbau zugelassen, es gäbe also noch viel zu entdecken, auch auf den Märkten unserer Nachbarländer.
Doch weil Kartoffeln durchaus empfindliche Gewächse sind und der Anbau arbeitsintensiv ist, ist die Anbaufläche in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Ob die Erlaubnis für das Brennen von Kartoffelschnaps/ Wodka in der Schweiz das ändern würde? Eine kleine Kostprobe eines schweizer Produkts liess diese Vermutung jedenfalls zu.

Nach dem Vortrag gab es ein reichhaltiges Kuchenbuffet, süsse Kartoffelkuchen waren mit dabei und die Besucherinnen und Besucher tauschten sich noch über ihre Erfahrungen mit der tollen Knolle aus.
Wir danken den beteiligten Kirchgemeinden und dem Vorbereitungsteam für die Unterstützung und freuen uns auf den nächsten regionalen Seniorennachmittag!
Bereitgestellt: 01.03.2026      
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