Karl Hasler wird 80

Rundschreiben R
Karl Hasler<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2052</div><div class='bid' style='display:none;'>43042</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

Acht Jahre – einen Zehntel von Karls aktueller Lebenszeit – haben Karl und Ursi Hasler der Kirchgemeinde Buch gewidmet. Es war die letzte Etappe einer ebenso vielgestaltigen wie spannenden Pfarrer-Tätigkeit. Erntezeit, da die gesammelten Früchte der Lebenserfahrung nicht einfach eingebracht, sondern ausgeteilt wurden.
Wer ins Pfarrhaus kam, erlebte die Teamarbeit der beiden augen- und ohren- und gaumenerfreuend. Die grosse Stube war vielleicht gerade geräumt und konzertbestuhlt. Grund: Die alten Gemeindeglieder wurden zum Altersnachmittag erwartet und Ursi und Karl Hasler freuten sich darauf, ihre Gabe der Gastfreundschaft zu entfalten. Dafür stellten sie das Haus auf den Kopf. Oder da war im Pfarrhaus Bildervernisage im Anschluss an den Gottesdienst. Karl Haslers gesammelte Malkunst grüsste jetzt von allen Wänden, Motive aus Berg- und Talnatur, liebevoll und behutsam in Farben erzählt und dem Unscheinbaren seine Bedeutung aufdeckend. Die Bilder waren zu erwerben und Brot für Alle sollte daraus werden. Diese Zuwendung zum Einzelnen lebte Karl Hasler auch in der Nebenaufgabe, welche mit dem Pfarramt Buch verknüpft war – als Seelsorger am Pflegeheim Schaffhausen.

Die Lebens- und Berufsabschnitte vor Buch waren gezeichnet von einem Lebensweg, den Bündner und Wahlbündner wie Karl Hasler gerne selbstironisch als fortgesetztes Herunterkommen belächeln. Angefangen hat der Lebensweg von Karl Hasler im Rheinwald, in Splügen. Seinen theologischen Rucksack gepackt hat Karl Hasler an der kirchlichen Hochschule Bethel, in welcher der diakonische Geist von Bodelschwingh spürbar geblieben war, und an den Universitäten von Zürich, Bern und Basel. Nicht weit von seinem Geburtsort und seiner Jugendheimat entfernt begann er seine Berufstätigkeit in Avers-Cresta. Zu seiner Gemeinde gehörte da auch das höchste ganzjährig bewohnte Dorf Europas, Juf. In Zillis im Schams predigte er unter der einzigartigen Bilderdecke. Die Alpenwelt verliess er noch nicht, als er für ein Jahrzehnt nach Braunwald und Betschwanden ins Glarnerland wechselte. Aber die Zürcher Wurzeln seiner Vorfahren lockten ihn ins Züribiet. Für zwölf Jahre betreuten Ursi und Karl Hasler die Doppelgemeinde Thalheim und Altikon. Und nach den acht Jahren Buch kehrten sie zurück, um in Seen, einem Stadtteil von Winterthur, ihren dritten Lebensabschnitt zu gestalten.

Herzliche Segenswünsche dem liebenswürdigen Kollegen zum markanten Wiegenfest!

Georg Stamm
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 02.03.2018    
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