Ferienpass Randenabenteuer: Auf dem Täuferweg

Doris Brodbeck,
Auf dem Zelgli<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4123</div><div class='bid' style='display:none;'>39523</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

Elf Kinder von 9 bis 13 Jahren und vier Erwachsene folgten den Spuren der Täufer von Merishausen bis Schleitheim. Der Nieselregen machte ihnen wenig aus, gab es doch mehrere Schutzhütten auf dem Weg. Nur ein paar Schuhe und Hosen hielten der Nässe auf die Dauer nicht stand. Aber dann kam man im Museum ja ins Trockene.
Für die Kinder vom Schaffhauser Ferienpass organisierte Doris Brodbeck von der Evangelisch-reformierten Kirche einen Ausflug über den Täuferweg. Der Aufstieg fiel leicht, denn der Bauer Andreas Weber fuhr die Gruppe im Planwagen bis aufs Zelgli. Dabei konnten wir sogar Rehe aus der Nähe sehen. Beim Halt bei der Täuferquelle wurde mit dem Tanz Hasual an die Verfolgung erinnert.
Auf dem Zelgli war das Thema die Solidarität der Bevölkerung mit den Täufern. Ein Weibel brachte einer Täuferin Birnenstücklein aufs Feld und wurde dafür schwer bestraft. Nebst Birnen wurde beim Schokispiel die Schokolade miteinander geteilt.
Abstieg zur Chälle
Dann ging es zu Fuss weiter, allerdings bergab. Und zwar in direkter Linie bergab auf einem abenteuerlichen Fussweg vom Zelgli bis zur Chälle, dem ehemaligen Versammlungsort der Täufer. Dort wurde mit New Games erlebt, was es heisst, gemeinsam als Gruppe unterwegs zu sein. In der neu renovierten Schutzhütte wurde auch ein Hinweis auf das Schleitheimer Bekenntnis gefunden.
Den langen Weg bis nach Schleitheim wurde mit Spielen verkürzt. Dem Talerspiel, der auf die erzwungene Auswanderung der Täufer hinwies und das Dreibein-Spiel, bei dem man zusammengekettet gehen muss. Manche Kinder wollten damit gar nicht mehr aufhören.
Im Täuferzimmer
Im Museum Schleitheimertal erwartete Willi Bächtold die Gruppe. Im Täuferzimmer fehlte zwar das Schleitheimer Bekenntnis, das bis November an das Museum zu Allerheiligen ausgeleiht ist, aber es waren Fussfesseln zu sehen, ein Täuferversteck aus dem Emmental und ein Auswandererschiff. Auch ein Telefonbuch-Ausschnitt aus der Pfalz, wohin die Täufer ausgewandert waren.
Schokoladekuchen und Ice-Tea versüssten den Abschluss.

Täuferweg: 5,5 km Merishausen > Zelgli (mit Planwagen), 5,5 km Zelgli > Schleitheim (zu Fuss)
https://www.natourpark.ch/tour/taeuferweg/
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 10.08.2017    
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