Herbstfest mit Blick rund um die Welt

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Das Herbstfest-Motto "Rund um d Wält" inspirierte die Kirchgemeinde dazu, ihre Verbundenheit mit Hilfsprojekten auf allen Kontinenten zu zeigen. Die Kommunität "Liechtig" gestaltete dazu einen Brunnen im Stil eines Wimmelbildes. Im ökumenischen Festgottesdienst drehte sich alles um das Zusammenleben verschiedener Kulturen und um das Gächlinger Wappen.
Marianne Näf-Bräker,
"Wer von euch ist eine Ur-Gächlingerin oder ein Ur-Gächlinger?" fragte Pfarrer Werner Näf im Festgottesdienst. Hände hoben sich von gestandenen Frauen und Männern, die in Gächlingen geboren waren, immer noch im Dorf leben und sogar das Bürgerrecht besitzen. Die ersten Ur-Gächlinger kamen allerdings vor 7400 Jahren aus dem Neckargebiet; Gächlingen hatte zu dem Zeitpunkt also 100% Ausländeranteil. Das Dorf war und blieb lange ein Bauerndorf. Dies zeigt sich auch im Gächlinger Wappen, das ein Rebmesser und eine Pflugschar enthält.
Eliane Bachmann, als Vertreterin der Freikirchen, hatte in diesen Gegenständen einen Bezug zu den Worten aus dem Alten Testament gefunden, in denen der Prophet die Menschen auffordert, Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden. Waffen werden zu landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten, die etwas Schönes, Bleibendes kultivieren. Brigitte Christen aus der katholischen Ortsgemeinschaft betonte, dass diese Sätze Hoffnung in eine dunkle Welt bringen. Mit Gottes Hilfe gelingt es, rund um die Welt Licht an Orte zu bringen, wo Dunkelheit regiert.
Die Musikgesellschaft gestaltete den Gottesdienst durch eine Bläsergruppe musikalisch mit und hatte das Festzelt nach der langen Blasmusiknacht in Schuss gebracht, so dass die Gottesdienstbesucher/innen aus der ganzen Region zusammen den herbstfestlichen Tag beginnen konnten.

Stricken für Menschen in Osteuropa
Am Ausstellungs-Stand der Kirchgemeinde sass eine Gruppe von Frauen aus dem Handarbeitsplausch und strickte Socken und Mützen für die "Aktion Weihnachtspäckli". Diese Päckli werden Ende Oktober in Gächlingen eingepackt und zu Menschen nach Osteuropa gebracht, die sonst kein Weihnachtspäckli bekommen würden. Kinder jeden Alters gestalteten am Basteltisch fantasievolle Tiere aus aller Welt oder liessen riesige Seifenblasen aufsteigen. Auf einer Weltkarte konnten die Besucher sehen, mit welchen Projekten die Kirchgemeinde verbunden ist. Den gleichen Fokus setzte die Wohngemeinschaft, die im Pfarrhaus lebt, die "Kommunität Liechtig". Sie hatte in unzähligen Stunden eine Landschaft mit vielen Details aufgebaut, um hoffnungsvolle Projekte auf verschiedenen Kontinenten zu zeigen. Damit schmückten die sechs jungen Menschen den Brunnen an der grossen Kreuzung und motivierten zum genauen Hinschauen auf Gemeinschaften, in denen Frieden und Hoffnung wächst.
Herbstfest 2026
10.10.2026
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