Abschieds- und Dankgottesdienst

2026.03.08_GD_Verabschiedung_Martin-15 (1) (Foto: Ettore Da Pra)

Viele Menschen kamen in die Steigkirche, um Pfarrer Martin Baumgartner zu danken für sein vielseitiges Wirken während 32 Jahren.
Admin Steig,
Die Steigkirche war voll. Auch auf der Empore nahmen Menschen Platz. Pfarrer Baumgartner leitete seinen Abschiedsgottesdienst ein mit dem Vers aus dem Kolosserbrief, den er am 25. Oktober 1987 anlässlich seiner Ordination empfangen hatte: "Alles, was ihr tut, mit Wort oder mit Werk, das tut alles im Namen von Jesus, indem Ihr Gott, dem Vater durch ihn dankt.". Der langjährige Pfarrer führte durch den Gottesdienst, Claudia Koch übernahm die Lesung und die Gebete. Der Jodelclub Tannhütte von Henggart sang Lieder aus der Jodelmesse von Jost Marty. Es war ein schöner, fröhlicher Gottesdienst. Pfr. Baumgartner nahm in seiner Predigt das Wort vom Apostel Paulus auf: "Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am grössten unter diesen aber ist die Liebe". Der Gemeindepfarrer nimmt die drei Wörter in der Ursprache auf und deutet sie in unsere Zeit. "Das Wort Glauben könne man am besten mit dem Wort Vertrauen übersetzen, Vertrauen in Gott, Vertrauen in andere Menschen. Das abstrakte Wort Hoffnung kannte man damals nicht. Man versuchte, Hoffnung mit einem Bildwort zu umschreiben. Wörtlich heisst das Wort Hoffnung: "wie durch ein Seil gesichert und gehalten sein". Hoffnung können wir nur haben, weil es einen Grund gibt, auf den wir uns verlassen können. Jesus Christus ist der Grund unserer Hoffnung. Genau diese zentrale Aussage des christlichen Glaubens könne man da und dort in der Stadt Schaffhausen entdecken. Der Wahlspruch von Schaffhausen "deus spes nostra est" sei auch im Knauf der Turmspitze der Steigkirche niedergelegt. Mit der Liebe drückt der Apostel Paulus etwas Ewiges aus. Es meint das Schauen mit dem Herzen, das Denken mit dem Herzen und das konkrete Tun mit dem Herzen. Diese Liebe gebe eine Perspektive im Leben. Konkret führte der Gemeindepfarrer aus, was die Liebe im Gemeindealltag bedeute, wie Menschen füreinander da sind und einander helfen. Glaube, Hoffnung und Liebe zu leben, das sei eine zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. Es gilt in der Familie, in der Gemeinde, in der Stadt, in unserem Kanton und in unserer Welt nach dieser Perspektive zu leben. Glaube, Hoffnung und Liebe bleiben, auch dann, wenn Menschen kommen und gehen. Das Wort Gottes bleibt bei der Gemeinde, davon ist der scheidende Pfarrer überzeugt. Und genau diese Botschaft gab er den Menschen weiter. Der Jodelclub trug Lieder aus der Jodelmesse vor. Die Melodien berührten die Herzen, tiefe Schichten wurden angesprochen. Die Kirchenrätin Cornelia Busenhart nahm in ihrer Dankesrede an das Pfarrehepaar Baumgartner den Vers aus der Apostelgeschichte auf: "denn in ihm leben, weben und sind wir!". Gott habe den Pfarrpersonen einst den Faden gereicht, er habe sie gesegnet durch ihr vielfältiges Wirken, Karin und Martin Baumgartner bleiben jetzt eingewoben im Gewebe von Gottes Gnade. Das Copräsidium Markus Schärrer und Christine Rebsamen drückten den Dank der Kirchgemeinde Steig aus. "Die Ära Baumgartner auf der Steig geht zu Ende mit der Pensionierung von Martin, eine neue Ära werde beginnen". Die Pfarrerin Claudia Henne erzählte, wie ihre vier Kinder auf Karin und Martin Baumgartner reagiert hätten. Sie hätten beide im Unterricht sehr geschätzt. Sie sprach dem scheidenden Kollegen den Segen Gottes zu. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Getränke und einen reichhaltigen Apéro. Viele Gemeindeglieder nützten die Gelegenheit, ein persönliches Wort an Pfarrer Baumgartner zu richten und ihm zu danken für die Begegnungen der vergangenen Jahre. Es war ein schöner und bewegender Abschied. "Ich lasse eine Gemeinde zurück, bin aber froh, dass ein Pfarrteam meine Aufgaben übernehmen wird. Es geht weiter. In allen Veränderungen, die auf die Kirche in der Zukunft zukommen werden. Deus spes nostra est. Denn Gott ist unsere Hoffnung." Pfr. Martin Baumgartner
Bereitgestellt: 10.03.2026      
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