Viele Stimmen zur Zukunft der Stadtkirche Schaffhausen

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Über 100 Kirchgemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit, sich an zwei Resonanzanläsen über das Projekt zu informieren und ihre Perspektiven einzubringen. Die Gespräche waren engagiert, die Stimmung konstruktiv – und die vorgestellten Überlegungen stiessen insgesamt auf grosse Zustimmung.
Admin Verband,
Wie soll Kirche in der Stadt Schaffhausen in Zukunft aussehen? Diese Frage stand im Zentrum von zwei Resonanzanlässen im Februar 2026. Im Mittelpunkt steht dabei die Prüfung eines möglichen Zusammenschlusses der vier Kirchgemeinden Buchthalen, St. Johann-Münster, Steig und Zwingli zu einer gemeinsamen Stadtkirche.

Über 100 Kirchgemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit, sich über das Projekt zu informieren und ihre Perspektiven einzubringen. Die Gespräche waren engagiert, die Stimmung konstruktiv – und die vorgestellten Überlegungen stiessen insgesamt auf grosse Zustimmung.
Die beiden öffentlichen Veranstaltungen fanden am 11. Februar im HofAckerZentrum Buchthalen sowie am 18. Februar im Steigsaal statt.

Einblick in den Projektstand

Die vier Kirchgemeinden stehen vor gemeinsamen Herausforderungen: sinkende Mitgliederzahlen, zunehmender Fachkräftemangel und begrenzte finanzielle Ressourcen. Gleichzeitig bleibt der Anspruch, auch in Zukunft eine lebendige, präsente und vielfältige Kirche in der Stadt zu sein.
Vor diesem Hintergrund wird ein Zusammenschluss zu einer gemeinsamen Stadtkirche Schaffhausen geprüft. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Angebote besser zu koordinieren und kirchliches Leben langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Dabei geht es nicht nur um strukturelle Fragen, sondern auch um inhaltliche Perspektiven: Wie kann Kirche in Zukunft für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen relevant bleiben? Und wie kann sie gleichzeitig in den Quartieren präsent sein?
Vorgestellt wurden zudem erste Überlegungen zur möglichen Organisation einer Stadtkirche sowie Leitlinien für das kirchliche Leben. Diese orientieren sich an vier zentralen Handlungsfeldern:
• Gottesdienst und Kirchenmusik
• Seelsorge und Diakonie
• Bildung und Spiritualität
• Gemeinschaft und Begegnung

Die dazugehörige Power-Point-Präsentation finden Sie am Ende dieses Berichts als Dokument aufgeschaltet.

Was den Teilnehmenden wichtig ist

In Gruppenarbeiten tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erwartungen an Kirche aus. Dabei zeigte sich, wie vielfältig die Wünsche und Perspektiven sind. Besonders häufig genannt wurden folgende Anliegen:
• Kirche soll nah bei den Menschen und im Quartier präsent bleiben
• Sie soll Gemeinschaft ermöglichen und Begegnungen fördern
• Gottesdienste und Predigten sollen inspirieren und Orientierung geben
• Kirche soll Menschen begleiten und Seelsorge anbieten
• Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sind wichtig
• Kirche soll ein offener Ort für Sinnfragen, Glauben und Spiritualität sein

Fragen und Anregungen zum weiteren Prozess

Neben vielen positiven Rückmeldungen wurden auch verschiedene Fragen und Hinweise zum weiteren Vorgehen eingebracht. Dabei ging es insbesondere um:
• mögliche Strukturen und Leitungsformen einer zukünftigen Stadtkirche
• die Organisation der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden und Freiwilligen
• die zukünftige Rolle von kirchlichen Standorten und Gebäuden
• die Frage, wie sich eine neue Struktur auf Gottesdienstangebote und Gottesdienstorte auswirken könnte
• damit verbunden auch praktische Fragen wie Erreichbarkeit von Gottesdiensten, etwa durch Fahrgemeinschaften oder mögliche Fahrdienste
• transparente Information und Kommunikation im weiteren Prozess
• Möglichkeiten für Kirchgemeindemitglieder, sich weiterhin aktiv einzubringen

Austausch mit den Mitarbeitenden

Am 24. Februar 2026 fand zudem ein Resonanzanlass für Mitarbeitende des Stadtverbandes statt, an dem rund 30 Personen teilnahmen. Auch hier wurde der aktuelle Projektstand vorgestellt und diskutiert.
Die Gespräche waren engagiert und konstruktiv. Angesprochen wurden unter anderem Fragen zur zukünftigen Zusammenarbeit, zu organisatorischen Strukturen sowie zu den zeitlichen Perspektiven des Projekts. Die eingebrachten Anregungen werden im weiteren Projektprozess sorgfältig geprüft und berücksichtigt. Ein Workshop für Mitarbeitende, bei dem es um die Gestaltung der zukünftigen Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams geht, ist in Planung.

Wie es weitergeht

Die Rückmeldungen aus den Resonanzanlässen werden nun ausgewertet und in die weitere Projektarbeit einbezogen. Auf dieser Grundlage wird eine konkrete Abstimmungsvorlage für den möglichen Zusammenschluss der vier Kirchgemeinden erarbeitet. Über die Abstimmungsvorlage entscheidet die Delegiertenversammlung des Stadtverbandes am 19. Mai 2026 in ihrer ordentlichen Versammlung.
Wenn die Delegiertenversammlung die Abstimmungsvorlage annimmt, entscheiden die Kirchgemeindemitglieder am 27. September 2026 an der Urne darüber.
Bei einem positiven Entscheid könnte die neue gemeinsame Stadtkirche ihre Arbeit am 1. Januar 2028 aufnehmen.
Der Stadtverband wird weiterhin transparent über den Fortgang des Projekts informieren.

Dokumente