Kinderwoche "Löwenstark"
36 Kinder erleben in dieser Woche die Geschichte von Daniel und seinen Freunden, die im fremden Land Babylon fest zusammenhalten und auch fern von der alten Heimat auf den Gott Israels vertrauen.
Eva Baumgardt,
Am Montag stellte uns Aschpenas, die "königliche Lehrperson mit besonderen Aufgaben", ihre neuen Schüler vor: Sie sollten zu guten Babyloniern erzogen werden. Aber sie weigerten sich, das Fleisch zu essen, das den babylonischen Göttern geweiht war! Und Aschpenas staunte, dass sie nach 10 Tagen vegetarischer Kost immer noch gut beisammen waren...
An verschiedenen Posten im Städtli wurden die Kinder ebenfalls in Kultur und Gebräuche der Babylonier eingeweiht: Sie beobachteten Sterne, prüften exotische Gewürze und Gemüse, schrieben in Tontäfelchen, bauten ein Stadttor, mussten ihre Fitness beweisen und vieles mehr.
Am zweiten Tag wollte der König, dass man ein goldenes Standbild von ihm anbetete.
Daniels Freunde weigerten sich und wurden zur Strafe in den Feuerofen geworfen. Aber auf wunderbare Weise wurden sie gerettet.
In Workshops entstanden glasierte Tonschüsseln, Mosaik-Untersetzer, Traumfänger, Freundschaftsbänder, Feueranzünder, Schoggilöwen, und "hängende Gärten".
Am Mittwoch ging es in den Wald: König Nebukadnezar wollte, dass man ihm einen Traum deutete. Wobei er aber nicht erzählen wollte, was er geträumt hatte! Das sollten die Berater auch herausfinden.
Daniel deutete mit Gottes Hilfe den Traum vom Koloss auf tönernen Füssen, der umstürzt: Das grosse Reich wird einmal in sich zusammenfallen und damit würde die babylonische Herrschaft untergehen.
Die Kinder erspielten sich in Teams an verschiedenen Posten Schnipsel, mit denen sie ihre Königsstatue beklebten. Gewonnen hatte das Team mit den meisten und wertvollsten Schnipseln.
Danach gab es zur Stärkung Hot-Dogs von der Feuerstelle.
Am Donnerstag hörten wir die Geschichte, wie der König den Schatz aus dem Jerusalemer Tempel holen liess, um damit ein Fest mit seinen Fürsten zu feiern!
Das konnte nicht gut ausgehen und an der Wand erschien in geheimnisvoller Schrift die Botschaft: "Gewogen und zu leicht befunden!" - der König war für Gott ein Nichts, ein Staub...
Wir feierten darum ein Fest für unseren löwenstarken Gott auf dem Alten Turnplatz und bereiteten dafür viele gute Dinge vor: bunte Drinks, Halva, Gemüsesticks mit Dips, Fruchtspiessli und Fladenbrote.
Am letzten Tag wurde es noch einmal dramatisch: Daniel weigerte sich auch beim neuen König, diesen wie einen Gott anzubeten, obwohl es im Gesetz der Meder und Perser so festgeschrieben stand. Dafür wurde er in die Löwengrube geworfen. Doch er überlebte die Nacht bei den wilden Tieren unbeschadet.
Bei Rekordspielen konnten die Kinder ihre Stärken beweisen, in Kraft und Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Glück und Lautstärke!
Am Sonntag wurde im Gottesdienst die Geschichte für Eltern, Grosseltern und die anderen Besucher noch einmal zusammengefasst, anhand der grossen Chronik, für die während der Woche immer eine neue Seite gestaltet wurde.
Aschpenas und Daniel kamen noch einmal persönlich zu Wort und blickten zurück auf ihre Zeit in Babylon mit dem Fazit: "Kein König ist stärker als unser Gott!"
36 Kinder vom Chindsgi-Alter bis zum 4. Schuljahr nahmen von der reformierten und katholischen Kirchgemeinde teil. 18 haupt- und ehrenamtliche Leiter engagierten sich, damit alle eine tolle Woche erleben konnten.
Das bewährte Team vom «Fiire» wurde von Naomi Obertüfer aus Gächlingen und Jungleiterinnen und Jungleitern ab der 5. Klasse kräftig unterstützt. Sie spielten mit im Theater, betreuten die Workshops und waren für die Kinder da, wenn sie einmal Hilfe brauchten.
Der dringend benötigte Zvieri-Service verschiedener Mütter gab in der Pause verbrauchte Energie schnell zurück.
Gabi Tanner hatte die Hauptleitung und organisierte die Struktur der Kinderwoche.
Sie fand parallel ausserdem in den Kirchgemeinden Löhningen, Gächlingen und Trasadingen/Osterfingen/Wilchingen statt. So konnten insgesamt 122 Kinder die Geschichte von Daniel miterleben.
Danke an alle Beteiligten für eine löwenstarke Woche!