KlosterErlebnisAbend
Nachts im Münster… Kerzenschein und Nonnengeflüster
Susanna Weidmann,
Ruhig ging es zu, als zehn Zwinglikinder für einen Abend das ehrwürdige Münster ganz für sich alleine hatten. Nach einer kleinen Stärkung schlüpften sie in Mönchs- und Nonnenkutten, suchten sich mit Schaffell und Decke ihre «Zelle» und legten sich erstmal schlafen. Nach kurzer Zeit wurden sie von Zimbelklang geweckt zur Vigil, der ersten Gebetszeit. Und dann klang durch den altehrwürdigen Raum «Laudate omnes gentes» und bei Kerzenschein wurden im Chorraum Psalmverse hin und her gerufen. Singend ging es weiter an den grossen Tisch zum Z`Morge. Zwei junge Mönche bedienten, die anderen assen und schwiegen. Verständigung ging nur mit Hilfe von verabredeten Zeichen. Dann war Arbeitszeit. In der Schreibstube, bei den Gebetsketten und in der Lederbeutelwerkstatt. Und schon wieder rief die Glocke zum Gebet. Auch hier war Handarbeit angesagt. Jeweils zwei hängten sich an das Seil und brachten die Glocke zum Schwingen. Zum Morgengebet kam als Überraschungsgast «Bruder Roland» und führte auf kindgerechte Art in den gregorianischen Gesang ein. Zum Abschluss zog die ganze Bruder- und Schwesternschaft singend durch den Kreuzgang und hielt eine letzte Gebetszeit im Raum der Stille. Damit endete der KlosterErlebnisAbend und die Kinder kehrten müde und erfüllt mit vielen Eindrücken in ihre Familien zurück.
