Konfirmation auf der Steig

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Zweimal verschoben - und endlich gefeiert. Das Hin und Her, die Unsicherheit, ob und wie gefeiert wird, war vergessen, als die sechszehn festlich gekleideten jungen Menschen in die Steigkirche einzogen.
Karin Baumgartner-Vetterli,
"Heimat" war das Thema, das sie gewählt hatten. Und vielfältig waren die Beiträge, in denen sie reflektierten, womit sie Heimat verbinden: Familie, Sport, Freundeskreis, Wasser, Tiere, Schaffhausen, Sprachvielfalt, verschiedene Kulturen, Hobbies und Begabungen. Man staunte und war berührt ob der Tiefe der formulierten Gedanken.
In der Predigt wurde den jungen Menschen ans Herz gelegt, dass Heimat nicht nur das ist, was man erlebt, sondern dass es wichtig ist, Heimat auch in sich selbst zu finden, seine Persönlichkeit zu entwickeln. In den vielen Veränderungen, die das Leben nicht nur in jungen Jahren mit sich bringt, ist es wesentlich, immer neu zu fragen: wer bin ich? Was sind meine Ziele? In was für einer Welt möchte ich leben und wofür bin ich bereit, zu kämpfen? Zu spüren und anzunehmen, wer man selbst ist, beeinflusse auch die Beziehung mit anderen Menschen. Und nicht zuletzt könne die Not all jener, die keine Heimat haben, erst wirklich verstanden werden, wo man begreife, dass unter Gottes Schirm Heimat nur in Beziehungen möglich und allen Menschen gemeinsam gegeben ist.
Nachdem jeder junge Mensch ein Bibelwort empfangen hatte und persönlich gesegnet wurde, erhielten alle gemeinsam den Segen "unter Gottes Schirm". Hansueli Scheck, Mesmer und Synodaler, formulierte persönliche Begrüssungsworte für die Neu-Konfirmierten.
Musikalisch wurde der Konfirmations-Gottesdienst aufs wunderbarste gestaltet von Bea Kunz, Saxophon und Querflöte und Helmut Seeg, Piano.
Bei strahlendem Wetter genoss man es abschliessend, beim Apéro auf dem Vorplatz noch eine Weile ohne Maske zusammenzustehen, nachdem die Konfirmierten den Photo-Marathon hinter sich gebracht hatten!
Mit einer leisen Wehmut schaute ich den jungen Menschen nach. Viele von ihnen habe ich schon getauft, wir sind uns im Fiire mit de Chliine begegnet, in den Kinderwochen, Lagern und im Unterricht. Gottes Heimat ist weit. Was bleibt, ist das Gebet für die jungen Menschen.
Konfirmation 2020
22.09.2020
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