Zusammen feiern und dabei etwas Gutes tun!

Zusammen feiern und dabei etwas Gutes tun! Unter diesem Gedanken feiert die Zwingligemeinde den Familien-Gottesdienst am 1. Advent. Der Gottesdienst mit anschliessendem traditionellem Suppenzmittag, die Suppe wird von Eltern der Konfirmandenklasse gekocht und dem Verkaufsstand der fleissigen Lismergruppe wird das Schulzentrum „Les Gazelles“ im Kongo unterstützen.
Nathalie Schneider, Sozialdiakonin Zwingli,
Ich hatte Gelegenheit die Gründerin der Schule zu einem Interview in der Zwinglikirche zu treffen. Mir sitzt eine Frau mit einer ruhigen und klaren Ausstrahlung und wachen Augen gegenüber. Sie erzählt mir über den Schulbetrieb, der von der Kindergartenstufe bis zur Sekundarstufe und Erlangung der Maturität reicht. Ein wichtiges Anliegen sind ihr die Lehrerfortbildungen, nicht nur in der eigenen Schule, nein es sind auch drei Lehrer, welche von „Les Gazelles“ ausgebildet wurden und an anderen Schulen im ganzen Land Lehrer fortbilden. Einmal im Jahr gibt es eine Eltern-Weiterbildung, an dem dieses Jahr über 100 Eltern teilnahmen, um zu erfahren wie sie ihre Kinder unterstützen können. Fast ungläubig höre ich, dass es in den Schulen keine Bücher hat. So hat die Schule selber Bücher drucken lassen damit jedes Kind ein Buch zu Schulbeginn erhält. Aktualität haben auch die Patenschaften für 10 Mädchen, die auf der Strasse lebten und in „Les Gazelles“ unterrichtet werden. Die Mädchen wohnen jetzt bei einer katholischen Ordensschwester. Dann wurde in diesem Jahr das Kindergartengebäude aufgestockt. Für dieses Bau-Projekt wurde viel Geld aus dem Fond gebraucht und die Schule benötigt weitere Spenden. Am Herzen liegt Heidi Kabangu auch das Vermitteln von Wurzeln der eigenen Heimat. Sie zitiert einen afrikanischen Spruch: „Ein Baum ohne Wurzeln ist kein Baum.“ Ihre eigenen Wurzeln im Hallau beschreibt sie als eine Fülle von schönen Erinnerungen an Menschen, Bildern, Düften, Erlebnissen und viel Geborgenheit. Mit den kongolesischen Schulkindern gehen sie in die Dörfer und Regionen, von wo die Kinder oder die Eltern einmal herkamen, auf „Wurzelsuche“. Auch werden an der Schule nebst Fränzösisch die vier Banthu-Sprachen sowie die einheimische Kultur unterrichtet und gelebt. Das Wichtigste findet Heidi Kabangu sei doch, dass es eine Schule pour la vie, für das Leben sei. Deshalb können auch ab der zweiten Sekundarstufe die SchülerInnen während den Ferien bei Firmen Praktiken machen und dies ermöglicht ihnen auch nach einem guten Schulabschluss eine Anstellung. Zum Schluss frage ich Heidi Kabangu was sie der Zwingli-Gemeinde mitteilen möchte. „Ganz herzlichen Dank Allen für die schon seit 30 Jahren bestehende Treue zu diesem Hilfsprojekt. Begonnen hat es mit Pfarrer Willi Helg und seiner Frau, mit der ich auch befreundet bin. Nach wie vor bin ich von diesem Projekt überzeugt, dass durch seine Kontinuität Nachhaltigkeit hervorbringt.“ Liebe Frau Kabangu, vielen Dank für das interessante Gespräch!


1. Advent, 29. November 2009
Gottesdienst: 10.00 Uhr mit anschliessendem Suppenzmittag
Verkaufsstand der Lismergruppe

Alle Einnahmen zugunsten von „Les Gazelles“


Nathalie Schneider
Sozialdiakonin
17.09.2009