Erlebnisbericht von einer Teilnehmerin
der Tage im Kloster St. Peter in Bludenz
vom 15. - 18. Oktober 2026
der Tage im Kloster St. Peter in Bludenz
vom 15. - 18. Oktober 2026
Barbara Rohrer,
Brunnengeschichten
Vom 15.10. bis 18.10 haben zehn Frauen eine Auszeit im Kloster St. Peter in Bludenz, Österreich genossen. Sozialdiakonin Barbara Rohrer hat diese Tage organisiert und mitgestaltet.
Bei herrlichem Herbstwetter kamen wir Donnerstagnachmittag im Kloster an und wurden von den Dominikanerinnen herzlich begrüsst und willkommen geheissen.
Die hellen und gemütlichen Zimmer luden zum Verweilen ein. Schon beim Nachtessen haben wir gespürt, dass die Uhren an diesem Ort etwas langsamer ticken. Wie wohltuend, wenn man der Hektik des Alltags entfliehen kann.
Cornelia Knipping (MAS-Palliative Care & Organisationsethik, Buchautorin) hat uns mit ihrer gewinnenden Art eingeladen, in die Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen und ihrer Begegnung mit Jesus, einzutauchen. (Johannes 4)
Miteinander haben wir am Geschehen am Brunnen teilgenommen, haben in unsere eigenen Brunnen geschaut, haben den Herzschlag des Himmels gehört und uns immer wieder überraschen lassen. Es gab heilsame Begegnungen mit uns, mit Gott und mit den anderen Frauen.
Der Höhepunkt war das Brunnenfest am Samstagabend im wunderschön geschmückten Saal mit Musik und Tanz. Alle Frauen haben gespürt: Die Geschichte der Samaritanerin ist zu unserer eigenen Geschichte geworden. Sie hat unser Herz berührt.
Am Sonntag hiess es dann: Talita kum! - Steh auf! – Das Geheimnis dieser Tage haben wir im Herzen mit nach Hause genommen. Es begleitet uns und ist Teil von uns geworden.
Ich möchte das Erlebte mit den Worten von Rumi (persischer Dichter im 12. Jahrhundert) zusammenfassen:
«Ich habe die ganze Welt auf der Suche nach Gott durchwandert und ihn nirgends gefunden. Als ich wieder nach Hause kam, sah ich ihn an der Türe meines Herzens stehen. Und er sprach: Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten. – Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.»
Ruth Spadin-Gygax, Thayngen
