Der mobile Taufstein
Nicht alle Kirchen haben einen Taufstein und erst recht nicht alle Kirchgemeinden können ihren Taufstein an verschiedene Orte in ihrer Kirche schieben. Wir schon!
Beat Frefel,
Beim Kirchenbrand im Jahr 1972 kam auch der Taufstein zu Schaden. Beim Wiederaufbau wurde er nicht ersetzt oder instand gestellt, man stellte ihn, so lädiert wie er war, im damaligen Anbau beim Pfarrhaus unter. Ein paar Jahre später wurde er jedoch an seinem Ruheplätzchen gestört.
Der Kirchenstand unter der Leitung von Béatrice Hofstetter beauftragte Franz Schweizer aus Rüdlingen zu prüfen, ob sich die Renovation des Taufsteins lohnen würde. Das tat es und so machten sich er und verschiedene weitere Handwerker ans Werk. Der Stein wurde ausgebessert, Fahrgestell und Räder wurden geplant und angefertigt und mit Holz verdeckt und der Deckel erhielt einen neuen Knauf. Am Chilbisunntig 1989, 150 Jahre nach der Grundsteinlegung zum Bau unserer Kirche, konnte er wieder in seinen Dienst gestellt werden.
Ein Novum hatte der Taufstein: Seine fast nicht sichtbaren Räder. Man hatte sich daran gewöhnt, dass der Kirchenraum je nach Art der Veranstaltung unterschiedlich genutzt werden kann. Das wollte man sich nicht durch einen fix installierten Taufstein wieder nehmen lassen. Für diese Idee sind wir sehr dankbar. So verschieben wir den Taufstein nach Bedarf, aber abschieben täten wir ihn nie wieder.
Franz Schweizer hat die Renovation umfassend dokumentiert. Vielen Dank an ihn!