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Der Rückbau des Gerüstes an der Kirche Burg ist im Gange

DSC04343 (2) <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Beat&nbsp;Junger)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/burg/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5708</div><div class='bid' style='display:none;'>62736</div><div class='usr' style='display:none;'>1282</div>
Die baulichen Arbeiten am Dachreiter der Kirche Burg, die nach dem Aufbau des Gerüstes am Mittwoch 19.August begonnen hatten, sind nun abgeschlossen. Das Gerüst wird in diesen Tagen Stockwerk für Stockwerk zurückgebaut.
Die Farbwahl beim Übergang vom Turmschaft zur Turmhaube änderte in den letzten Tagen noch mehrfach. Und der starke Tau des Herbstnebels spielte einen Streich und hinterliess auf dem noch nicht ganz ausgetrockneten Anstrich kleine Tropfspuren, die von weither aber nicht sichtbar sein werden. Allerletzte Pinselstriche mit roter Farbe erfolgten am Dienstagnachmittag.
Ein unverstellter Blick auf den renovierten Kirchturm ist bereits dieses Wochenende möglich - die Spannung war gross: wie wirkt wohl das von der Denkmalpflege festgelegte Farbkleid? Machen Sie sich ein Bild.
Kirchenstand Burg,
In einer ersten Bauphase wurde ab 10.August mit 62 Tonnen Material ein mächtiges Gerüst über dem Chor der Kirche Burg gebaut, um dann ohne auf dem Dach abzustützen, den Turm mit Gerüst einzukleiden.
Ab dem 19.August wurde als erstes die Holzverschalung abgenommen. So kam die uralte und spannende Holzkonstruktion des Dachreiters zum Vorschein. Experten prüften die Konstruktion und die Handwerker machten sich an die Arbeit. Die Balken und Verstrebungen mussten neu verschraubt werden und der Turm bekam einen stabilen Mantel aus Dreischichtplatten aus Holz. Auf dieser Unterlage wurde mitte September die alte Holzverschalung wieder montiert und die Schallfenster eingesetzt.
Dann bekam die Turmverschalung eine neue Farbe. Auch die gemauerte Aussenwand des Chores sowie die Kirchenostwand wurde neu gestrichen.
Spannend war der Blick in die obere der beiden goldenen Kugeln: Zeitungen aus den Jahren 1883 bis 1945, Bauurkunden und Bauberichte, Bilder von Konfirmandengruppen von 1977 und andere Zeit-Dokumente konnten betrachtet werden.
Ein wichtiger Teil der Sanierung war nun die Stabilisierung des Kaiserstiel. Dieser Zentralbalken besteht aus aneinandergesetzten Eichenstämmen und geht von der Dachbasis durch den Turmschaft und durch die zwiebelförmige Dachhaube und trägt den Turmspitz. Er wurde mit zusätzlichen Stahlklammern verstärkt und im obersten Bereich musste ein morsches Teilstück ersetzt werden. Das ist auf den Bildern unten gut zu sehen. Nun kann der Kaiserstiel die goldenen Kugeln und die Wetterfahne wieder ohne zu schwanken tragen.
Innerhalb von dreieinhalb Arbeitswochen erhielt die Turmhaube neue, unbehandelte Lärchenschindeln. Das Festnageln der Schindeln wurde zum vertrauten Handwerkergeräusch weit herum im Quartier und am Rhein.
Spengler- und Blitzschutzarbeiten rundeten die Renovation ab. Am Montag 9.November kamen um 15 Uhr die Kugeln wieder an ihren Platz. Zusätzlichen zu den alten Schriften und Dokumenten wurden aktuelle Zeit-Dokumente für künftige Generationen in die Kugel gelegt. Und jetzt zeigt zuoberst die Fahne wieder zuverlässig die Windrichtung an.
Am Wochenende davor, am 7.und 8.November spielte je ein Bläserquartett Kirchenchoräle vom eingerüsteten Kirchturm herab. Weitherum und sogar bis zur Schiffländte war die schöne Musik zu hören.
Die Aufgabe, Klänge und Botschaften in die umgebende Landschaft zu tragen, übernehmen nun sehr bald wieder regelmässig die Kirchenglocken. Wenn der Dachreiter abgerüstet sein wird, läuten sie wie gewohnt täglich um 12 Uhr Mittags und abends um 19 Uhr.
Renovation Dachreiter
11.08.2020
89 Bilder
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Fotograf/-in
Beat Junger, Corinna Junger

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Ev.-ref. Kirchgemeinde Burg
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052 741 22 27
Quinter_Gabriela (3) <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Gabriela&nbsp;Quinter)</span>
Verantwortlich: Gabriela Quinter
Bereitgestellt: 17.11.2020