Verschwörungstheorien als Welterklärungsmodelle
Vortrag mit Prof. Stefanie Mahrer, Historikerin Universität Bern
Moderation: Pfr. Dr. Joachim Finger
Wenn Veränderungen über mich stürzen, anstatt sich in meinem Schritttempo zu vollziehen, wenn ich mich ausgeliefert fühle – dann kann es schon passieren, dass ich mich überfahren fühle von Mächten, die sich gegen mich verschworen haben. Klimaveränderung, Pandemie, Kriege, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbruch ‒ tatsächlich: «Das kann doch nicht alles einfach so passieren. Da profitiert doch wer. Da haben doch einige an den Schrauben gedreht! Und die grossen Medienhäuser machen natürlich auch mit, die verdienen ja daran, denen glaube ich nichts mehr!» Und schon haben wir die Grundlage für blühende Geschichten von Filz, Seilschaften, Parteienklüngel, geheimen Netzwerken – von Verschwörungen eben.
Aber wo ist die Grenze zwischen legitimer, demokratisch gesinnter Wachsamkeit gegenüber «Seilschaften» und Ämterfilz und dem Glauben an Verschwörungen? Vielleicht da, wo Widerspruch nur noch als Bestätigung gilt, dass die Verschwörung existiert?
Stefanie Mahrer, Historikerin an der Uni Bern, stellt nicht in Abrede, dass Absprachen und Komplotte vorkommen. Aber sie weiss zwischen Realität und Fiktion, zwischen Vorsicht und übertriebener Angst zu unterscheiden.
Wir hoffen, an diesem Abend einige klärende Schneisen in das Dickicht der wuchernden und sich überschneidenden Verschwörungsmuster schlagen zu können.
Ein abschliessender Apéro schafft Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Vortrag mit Prof. Stefanie Mahrer, Historikerin Universität Bern
Moderation: Pfr. Dr. Joachim Finger
Wenn Veränderungen über mich stürzen, anstatt sich in meinem Schritttempo zu vollziehen, wenn ich mich ausgeliefert fühle – dann kann es schon passieren, dass ich mich überfahren fühle von Mächten, die sich gegen mich verschworen haben. Klimaveränderung, Pandemie, Kriege, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbruch ‒ tatsächlich: «Das kann doch nicht alles einfach so passieren. Da profitiert doch wer. Da haben doch einige an den Schrauben gedreht! Und die grossen Medienhäuser machen natürlich auch mit, die verdienen ja daran, denen glaube ich nichts mehr!» Und schon haben wir die Grundlage für blühende Geschichten von Filz, Seilschaften, Parteienklüngel, geheimen Netzwerken – von Verschwörungen eben.
Aber wo ist die Grenze zwischen legitimer, demokratisch gesinnter Wachsamkeit gegenüber «Seilschaften» und Ämterfilz und dem Glauben an Verschwörungen? Vielleicht da, wo Widerspruch nur noch als Bestätigung gilt, dass die Verschwörung existiert?
Stefanie Mahrer, Historikerin an der Uni Bern, stellt nicht in Abrede, dass Absprachen und Komplotte vorkommen. Aber sie weiss zwischen Realität und Fiktion, zwischen Vorsicht und übertriebener Angst zu unterscheiden.
Wir hoffen, an diesem Abend einige klärende Schneisen in das Dickicht der wuchernden und sich überschneidenden Verschwörungsmuster schlagen zu können.
Ein abschliessender Apéro schafft Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kontakt: André Sauter

