Die Glocken von Schleitheim

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Kirchturm mit Japan. Kirschblüten

Geläut —  Kirchturm Schleitheim 2011<div class='url' style='display:none;'>/kg/schleitheim/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>819</div><div class='bid' style='display:none;'>11447</div><div class='usr' style='display:none;'>567</div>

Geläut: Kirchturm Schleitheim 2011

Glocke innen —  Kirchturm Schleitheim 2011<div class='url' style='display:none;'>/kg/schleitheim/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>819</div><div class='bid' style='display:none;'>11445</div><div class='usr' style='display:none;'>567</div>

Glocke innen: Kirchturm Schleitheim 2011

Das neue Geläut 1901 mit der Erbauung des neuen spitzen Kirchturms wurden auch vier neue Glocken im Desdur-Akkord in der Giesserei Rüetschi in Aarau bestellt, weil die grösste, die Mittagsglocke einen Sprung erhielt. Das kleinste Glöcklein sollte als fünfte erhalten bleiben. Am 3. August 1901 kamen sie samt eisernem Glockenstuhl per Bahn in Stühlingen an und wurden per Pferdewagen zur Kirche gefahren. Die Oberwieser Frauen und Töchter standen am Zoll bereit und bekränzten die Glocken. Der Musikverein begrüsste die Glocken in Oberwiesen mit einigen Stücken. Der Zug wurde von Behörden und Schuljugend begleitet. Anschliessend wurde gefeiert. Als der Glockenstuhl montiert war, durften 340 Schulkinder beim Glockenaufzug helfen. Am 9. August erklang erstmals das prächtige fünfstimmige Geläut. Am 25./26. August 1901 wurde die Einweihung gefeiert.
(1) Die Grosse des': 2178 kg
(2) Elfiglocke f': 1072 kg
(3) Vesperglocke as': 670 kg
(4) Schulglocke des': 275 kg
(5) Chriesiglöggli f'', von 1608: 120 kg

Hörbeispiele:
Viertelstundenschlag(3,2;1): as'-f', dann Stundenschlag: des', darauf Geläut Betzeitglocke/Elfiglocke (2): 6, 11 und 18 bzw. 20 Uhr:

Schulglocke (4): werktags 8 Uhr:

Vesperglocke (3): werktags 15.30 Uhr:

Chriesiglöckli (5): bei der Taufe:

Volles Geläut (Sonntag einläuten, Winter Samstag 17 Uhr):

Grosse Glocke (1): Vorläuten bei Beerdigung 12 Uhr und 13.15 Uhr:

Vorläuten+Trauergeleit+Grabläuten Beerdigung 13.30 Uhr:

Ausläuten = Betzeitglocke (2):


zur Läutordnung seit Nov. 2012 vgl. Kirchgemeindemagazin Schlaate-4
Die alten Glocken Die alte Mittagsglocke erklang während fast 450 Jahren von 1452 bis 1900. Auf ihrem Mantel trug sie die Bilder der heiligen Maria mit dem Jesuskind sowie der heiligen drei Könige. Die Inschrift lautete: O rex glorie, veni com pace - O König der Ehren, komm mit Frieden. Der Klang der Glocke sollte Dämonen und schlechte Einflüsse fernhalten.
Die kleinste, das Chriesiglöggli zuoberst im Glockenstuhl erklingt seit 1608, und trägt auf der Krone die Inschrift Iustitia Domini iudicat orbem totum, Anno 1608. Die Gerechtigkeit des Herrn richtet den ganzen Erdkreis.
Die Chriesiernte wurde in der Gemeindeordnung von 1718 geregelt. Es gab Holzkirschbäume, deren Ertrag jahrhundertelang als Bürgernutzen galt. Das Chriesiglöggli zeigte an, wann mit dem öffentlichen Pflücken begonnen werden durfte. Namentlich erwähnt wurde das Chriesiglöggli von Lehrer und Chronist Anton Pletscher 1908 für die Zeit vor 1850.
Literatur Ida Keck-Schneider: Glocken beleiten uns durchs Leben, in: Schleitheimer Bote 28.7.2001, S.5
Willi Bächtold: Schleitheims Kirchturmhelm und das Geläute sind 100-jährig, Schleitheimer Bote 1.9.2001, S.5 und 15.9.2001, S.5
» Geläut online hören
Dokumente
Bereitgestellt: 03.05.2019