Gottes Blickwinkel - Rhenania Gottesdienst vom 25. August 2019

20190825100352<div class='url' style='display:none;'>/kg/neuhausen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5212</div><div class='bid' style='display:none;'>55175</div><div class='usr' style='display:none;'>1067</div>

Die beiden Pfarrer - Adolf Büttiker von der katholischen Kirche und Matthias Koch von der evangelisch-reformierten Kirche - haben das Thema „Gottes Blickwinkel – und Deiner“ sinnblich vorgeführt. Beide mit einem Trichter vor den Augen. Der eine sah durch die sich weitende Öffnung, der andere durch die verengende. So sahen sie zwei ganz verschiedene Bilder. Der mit dem verengten Blick beklagte sich, nicht die Gemeinschaft sondern nur einzelne Menschen zu sehen, gemäss dem Spruch: jeder ist sich selbst der Nächste, während der andere die ganze einander zugewandte Gemeinschaft sah. Auf den Rat, doch seinen Blickwinkel zu ändern und zu weiten, verstand auch der andere plötzlich, von was der mit dem weiten Blick gesprochen hatte: Gott hat den weiten Blick, er kennt keine Einschränkungen, kennt keine Abgrenzungen.
Eleonor Stähli
Nachdem wir den letzten ökumenischen Gottesdienst wegen Regen drinnen feierten, hatten wir dieses Jahr Glück und konnten bei einer wunderschönen Stimmung mit langsam aufsteigenden Nebelwolken über einem glitzernden Rheinfall wieder auf der Rhenaniaterrasse feiern.

Unsere beiden Pfarrer - Adolf Büttiker von der katholischen Kirche und Matthias Koch von der evangelisch-reformierten Kirche - haben uns das Thema „Gottes Blickwinkel – und Deiner“ buchstäblich vorgeführt. Beide mit einem Trichter vor den Augen. Der eine sah durch die sich weitende Öffnung, der andere durch die verengende. So sahen sie zwei ganz verschiedene Bilder. Der mit dem verengten Blick beklagte sich, nicht die Gemeinschaft sondern nur einzelne Menschen zu sehen, gemäss dem Spruch: jeder ist sich selbst der Nächste, während der andere die ganze einander zugewandte Gemeinschaft sah. Auf den Rat, doch seinen Blickwinkel zu ändern und zu weiten, verstand auch der andere plötzlich von was der mit dem weiten Blick gesprochen hatte: Gott hat den weiten Blick, er kennt keine Einschränkungen, kennt keine Abgrenzungen. Für Gott sind wir alle gleich. Das Leben wird schön, wenn wir offen sind und die andern respektieren. Pfr. Matthias Koch erzählte dazu die Geschichte eines älteren Mannes, der ihn sporadisch besucht. Dieser Herr wanderte wieder einmal von Winterthur nach Neuhausen und fühlte sich zwischen Marthalen und Dachsen so erschöpft, dass er nicht mehr weiter konnte. So rief er Gott an und bat ihn, ihm einen Engel zu schicken. Heute sind auch Engel motorisiert. Es kamen auch zwei Autos nacheinander, er winkte, sie hielten kurz, fuhren weiter und liessen ihn stehen. Das dritte Auto kam auf der Gegenseite, ein Mercedes mit dunkel getönten Scheiben, darin ein arabisches Ehepaar. Dieser Mann hielt an und fragte ihn ob er in der Nähe ein Pic-Nic Plätzchen wüsste, sie kämen vom Rheinfall und würden gerne einen Moment rasten. Der ältere Herr musste verneinen, da er sich in der Gegend nicht auskannte, nach kurzem Zögern fasste er aber den Mut und fragte ob sie ihm eine Mitfahrgelegenheit geben könnten. Der Araber liess ihn einsteigen machte kehrt und fuhr für ihn wieder zurück zum Rheinfall. Beim Abschied nahm der älter Herr wieder seinen ganzen Mut zusammen, er wollte dem Araber nicht nur Ade und Danke sagen sondern ihm auch ein „Behüt Dich Gott“ auf den Weg geben. Er sagte ihm „God bless you“. Da lächelte der Araber, nahm seine Hand in seine beiden und bedankte sich überschwänglich für den wunderschönen Wunsch. Für mich ist das die Geschichte des barmherzigen Samariters im 21. Jahrhundert und zeigt uns, dass auch Menschen anderen Glaubens einen „weiten Blick“ haben.
Für die Kinder Hatte Katja Böhringer eine Geschichte vorbereitet und brachte sie am Ende des Gottesdienstes wieder zu uns. Zusammen beteten wir das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, das „Unser Vater“ mit den Gesten, die Katja mit den Kindern eingeübt hatte. Pfarrer Adolf Büttiker verabschiedete uns mit Gottes Segen.

Musikalisch geleitete uns Barbara Falk durch den Gottesdienst, ihr Spiel wurde durch das Rauschen des Rheinfalls begleitet.

Nach dem Gottesdienst wechselten wir wie Matthias sagte: von der Kirche in den Speisesaal zu gegrillten Würsten und einem reichhaltigen Kuchenbuffet.

Ein ganz grosses Dankeschön allen Helferinnen und Helfern für ihren Beitrag zu einem so schönen Sonntag.
Bereitgestellt: 26.08.2019    
aktualisiert mit kirchenweb.ch