Frauenchor Schleitheim reist ans Gesangsfest

Frauenchor Schleitheim erhält Besuch —  Frauenchor Schleitheim 1970 vor dem Restaurant Post mit Besuch des Männerchors Frohsinn aus Zürich, der die Vereinsfahne gespendet hat.<div class='url' style='display:none;'>/kg/schleitheim/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1711</div><div class='bid' style='display:none;'>53627</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

Der Frauenchor Schleitheim reist am Wochenende 15./16. Juni ans Innerschweizer Gesangsfest in Hitzkirch am Baldeggersee im Kanton Luzern. Verlangt war ein Lied mit Schweizer Bezug und ein a cappella vorgetragenes Lied. Die Dirigentin Burga Schall hat deshalb eigens ein Medley zusammengestellt, das Schaffhauser Lieder mit afrikanischen Liedern verbindet. Das schwedische Lied ‘Vem kann segla’ wird a cappella gesungen und Willi Gysel begleitet das dritte Lied ‘Ich glaube’ von Udo Jürgens am Klavier. Für den Auftritt tun sich die Schleitheimerinnen mit dem Frauenchor Hemmental zusammen.
Doris Brodbeck,
Die Sängerin Annemarie Meyer kann auf 60 Chorjahre und 31 Gesangsfeste zurückblicken. Einige sind ihr besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben. So das Sängerfest 1962 in Schaffhausen, wo man unter der Leitung von Lehrer Alfred Meier gemeinsam mit dem Männerchor aufgetreten ist und einen Gold-Lorbeerkranz gewonnen hat. Am Sängerfest in Glarus 1965 holte man nochmals Gold, diesmal alleine als Frauenchor. Die jungen Frauen traten in der Tracht auf, gingen in der Festhütte zum Tanz und warteten schliesslich auf dem Bahnhof auf den Sonnenaufgang. 1968 holte man in St. Imier einen Silberkranz, was den Dirigenten sehr traurig stimmte, erinnert sich Annemarie Meyer. Was jedoch wichtiger war: Der Männerchor Frohsinn aus Zürich bemerkte, dass die Frauen den Kranz ohne Fahne abholen mussten. Als man sich bei der Heimfahrt im Zug wieder traf, sammelten die Männer spontan für eine Fahne und waren bei der Fahnenweihe als Fahnengötti dabei. Diese hängt heute im Fahnenkasten im Restaurant Löwen zusammen mit den gewonnenen Auszeichnungen. Zwei Jahre später gab es ein Treffen mit den grosszügigen Zürchern im Restaurant Post in Schleitheim – es existiert davon noch ein Foto. Auch im Jahr 1968 holte man in Wilchingen wieder Silber, diesmal als Gemischtchor. 1980 gab es in Glarus wieder Gold für den Frauenchor Schleitheim, der unterdessen von Theo Graf dirigiert wurde mit Annemarie Meyer als Präsidentin. Diesmal übernachtete man nicht auf dem Bahnhof, sondern in der Militärunterkunft. Doch der Dirigent hatte kein eigenes Zimmer und so nahmen ihn die Frauen zu sich ins Massenlager, was am Morgen entsetzte Schreie auslöste: Da ist ja ein Mann im Zimmer!

In Weinfelden besuchte man 2008 erstmals ein Schweizerisches Gesangsfest und 2012 sang der Frauenchor Schleitheim zuletzt am kantonalen Schaffhauser Gesangsfest in Büsingen. So freut man sich nun nach der letztjährigen Konzertreihe in Schleitheim und im Rafzerfeld auf den neuen gemeinsamen Auftritt mit dem Frauenchor Hemmental in Hitzkirch. Man wird auch die weiteren Chorvorträge und Konzerte besuchen und freut sich auf die Feststimmung, die das Dorf erfasst unter dem Motto ‘Fröid am Senge’. Nur Lorbeerkränze werden heute keine mehr verteilt, sondern Prädikate für die, die sie haben wollen. Mit den Liedern ‘Im Randetal’ und ‘Bloss e chlini Stadt’ von Dieter Wiesmann wird der Frauenchor in gelb-schwarzem Tenue den Kanton Schaffhausen in die Innerschweiz tragen.

HINWEIS: Am Dienstagabend 11.6. kann man um 19.15 Uhr der Hauptprobe in der Kirche Schleitheim beiwohnen.
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 07.06.2019