Sebastian Ebi

«Corona-Frust, kennen wir nicht!»

1 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sebastian&nbsp;Ebi)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/jungschi/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5677</div><div class='bid' style='display:none;'>61046</div><div class='usr' style='display:none;'>521</div>

Zwischen dem 16.-19.Juli trafen sich alle Leiter des Jungschar Sommerlagers 2020 für ein verlängertes Wochenende, das unter dem Motto herausfordernd und wertschätzend stand. Das Wochenende war als Ersatz geplant für das diesjährige Sommerlager, das aufgrund von COVID-19 abgesagt werden musste.
Sebastian Ebi,
«Corona-Frust, das kennen wir nicht!» Ein Jungscharsommerlager ist eine riesige Freude. Glückliche Kinder in wilder Natur erleben grosse Abenteuer mit ihren Gspänli und natürlich mit dem lieben Gott. Oft sind die Lager noch Jahre später Gesprächsthema. Doch hinter jedem dieser Lager steckt ein enormer Zeitaufwand. Oft investieren dutzende von freiwilligen Leitern viel Herzblut und hunderte von Stunden, um ein solches Lager zu realisieren. Als wir dieses Jahr schweren Herzens entschieden, das Lager abzusagen, standen wir in der Hälfte des üblichen Vorbereitungsprozesses. Und «Ja», es war sehr frustrierend. Um diesem Frust entgegenzuwirken beschlossen wir (Hauptleitung SOLA), zwei COVID-19 taugliche Wochenenden zu organisieren. Eines für die Kinder und ein weiteres für die Leiter. Das Leiterwochenende stand unter dem Motto herausfordernd (teambildend) und wertschätzend. Ziel war es, dass alle diese Leiter an einem Wochenende teilhaben konnten, an dem sie mal nichts vorbereiten mussten. Und so trafen sich 26 Leiter der Klettgauer Jugendarbeit am Donnerstagmorgen beim Bahnhof SH. Ohne zu wissen, was sie erwartet und wo sie in den nächsten vier Tagen hingeführt würden.

Tag 1. Aufgrund des Wetters waren wir gezwungen, unsere Wanderung auf die Alpensüdseite zu verschieben. Und so reisten wir am Donnerstag in das malerische Valle die Vergeletto (Ti) und begannen mit dem tausendzweihundert Meter Aufstieg zu unserem Biwak-Platz am Lago d’Alzasca. Das Wetter blieb trocken und wir genossen eine erholsame Nacht in traumhafter Natur.

Tag 2. Der Abstieg am nächsten Tag war aufgrund seiner Länge herausfordernd. Doch wir schafften es alle rechtzeitig in den Bus für unsere Rückreise in den Kanton Uri, nach Unterschächen, wo unser Lagerhaus bereits auf uns wartete.

Tag 3. Nach jeder Herausforderung braucht es Erholung. Und so genossen wir am Samstag die Gemeinschaft. Wir spielten Spiele, stauten Bäche und hatten Zeit für geistlichen Input.

Tag 4. Am Sonntag war traumhaftes Wetter. Und nachdem das Lagerhaus korrekt gereinigt war, machten wir uns auf den Rückweg in die Heimat.

Fazit Wir hatten eine wirklich grossartige Zeit. Als Leiter und Team fanden wir näher zusammen. Eine lockere und gute Stimmung, begleitet von ehrlichen Diskussionen über den Glauben und das Leben, prägten die Zeit. Was für eine Freude und «Ja», von Corona-Frust keine Spur mehr. Diese junge Gemeinschaft von Christen macht mich wirklich hoffnungsvoll, wenn ich in die Zukunft unserer Kirche blicke.
Bereitgestellt: 23.07.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch