Suomenlapinkoira

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Wenn ich zwei Dinge aus meinem Leben benennen müsste, die ich nicht bereue, dann ist das erste, dass ich meinen Mann kennengelernt und geheiratet habe, das zweite sind unsere Hunde.
Michèle Lampinen,
Es handelt sich um Finnische Lapphunde (finnisch: Suomenlapinkoira), deren Ursprung hoch im Norden, dem Lappland, zu verorten ist. Es waren die Hunde der Samen, eines nomadisch lebenden Volkes, das grösstenteils von der Rentierzucht lebte. Als Hütehunde war es ihre Aufgabe, die Rentierherden zu bewachen. Sie würden sich nicht mit einem Wolf oder Bären anlegen, dafür sind sie zu schlau. Ihre «Waffe» ist es, innerhalb weniger Minuten das ganze Dorf zu wecken. Ihr Gebell ist laut, energisch und andauernd. Bei eisigem Wind und Schneetreiben «klappen» sie ihre Beine und Pfoten unter den Bauch, rollen sich so klein wie möglich zusammen und stecken das Gesicht ganz tief in diesen Kringel hinein. So trotzen sie der arktischen Kälte. Bei uns gibt es weder Rentierherden noch minus 30 Grad. Ihre Bellfreude wird hier eher mit Argwohn beäugt. Fremde Hunde werden energisch in die Flucht geschlagen. Wer glaubt, es sei eine gute Idee, seinen «Lappi» über längere Zeit unbeaufsichtigt frei im Garten laufen zu lassen, muss sich hinterher nicht wundern, wenn die Beete und alles, was mit Wiese bedeckt war, durchgebuddelt und mit grossen Löchern versehen ist. Sie werden mit einem starken Willen geboren, ein Wille, der dem Unsrigen oft entgegensteht. Und auch sonst haben diese Hunde nicht viel dafür übrig, uns Menschen zu gefallen. Vieles, was ich vor meiner Begegnung mit dieser Rasse bereits über Hunde wusste (oder zu wissen glaube!), musste ich verwerfen oder überdenken. Trotzdem möchte ich keinen Tag missen, an dem sie mich nicht an die Grenzen meiner nervlichen Belastbarkeit gebracht haben. Sie zeigen mir, wo meine Schwachstellen sind. Sie lehren mich, konsequent und folglich verlässlich zu sein.