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Stimmen aus Marrakesh

IMG_MoroccoUpload2_ (11) (Foto: Lukas Arter)
Vom Trubel der Jemaa el-Fna über die Viertausender des Hohen Atlas bis in die Wüste: Zwei Wochen waren junge Erwachsene aus Schaffhausen und Wangen mit der kirchlichen Jugendarbeit in Marokko unterwegs. Eine Reise voller Begegnungen und Herausforderungen – erzählt von denen, die dabei waren.
Lukas Arter,










Über den Toubkal in die Wüste.

So eine Reise ist wie ein Kapitel im Buch der eigenen Geschichte. Ein Leben lang kann man darin blättern und sich auch noch Jahre später von den Erfahrungen und den Momenten nähren, die man zusammen in der Fremde erlebt hat. Und erleben wir Neues, Schwieriges, Ungewohntes, dann helfen uns diese Erfahrungen beim Navigieren durch die Gegenwart. Unsere Marokko-Reise war intensiv und umso prägender und interessanter. Die Gruppe bestand aus jungen Erwachsenen aus Schaffhausen und Wangen und drei Leitern. Für viele war es die erste grössere Reise ausserhalb Europas und auch die erste intensive Begegnung mit der islamischen Kultur, die sich uns von einer herzlichen und (zumindest für mich) unerwartet offenen Seite zeigte. Die Reise war sehr gut organisiert und wir hatten das Glück, von herzlichen Guides und Fahrern betreut zu werden, die sich nach kürzester Zeit wie ein Teil der Gruppe anfühlten und unsere Erfahrung bereicherten.

Das Land ist anders, heiss ... Die Stadt Marrakesch vibriert vor Leben, Tumult und Handel. Jeder Winkel ist belebt und einzigartig. Das Feilschen, die einfacheren Verhältnisse und die Begegnung mit einem anderen Gesundheitssystem schenken einen neuen Blick auf die Strukturen, die in der Schweiz vorhanden sind. Das kann man oft hören, doch wenn man es am eigenen Leib erlebt, hinterlässt es einen anderen Eindruck, berichtet eine Teilnehmerin.

Die lokale Kultur und Handwerkskunst sind üppig und erzählen tausende Geschichten. Die Bergregionen sind trotz des wärmeren Klimas fruchtbar und grün. Wir durchstreiften das Atlasgebirge zu Fuss, während unser Gepäck von Maultieren getragen wurde. So kamen wir in direkten Kontakt mit der Bevölkerung und der berberischen Kultur und erlebten die Natur hautnah. Eines unserer Ziele war der Toubkal, der höchste Berg Marokkos mit 4167 Metern über Meer. Für viele war auch die Höhe eine neue Herausforderung. Doch auch wenn es auf der Wanderung oder später bei einer Autofahrt mal mehr Ausdauer brauchte, weil man zusammen unterwegs war, fand sich immer ein Spiel oder eine kleine Ablenkung, die Freude aufkommen liess und die Strapazen linderte. Nach dem Trekking reisten wir Richtung Wüste, wo weitere spannende Begegnungen auf uns warteten. Wir konnten uns aber zuerst ein wenig erholen und besuchten eine jahrhundertealte Lehmsiedlung. Später erlebten wir Tollwut-Impfungen, ein lokales Hammam, Skorpione, Schluchten, die WM ohne viel Empfang, eine Übernachtung in der Wüste mit Dromedar und vieles mehr ... und wir assen viel Tajine, sehr viel.

Allesamt sind wir glücklich wieder zuhause angekommen und wir trafen uns einige Wochen später noch einmal, um uns über das Erlebte auszutauschen. Es war eine Freude, die Gruppe wiederzusehen und zu hören, welche Wege die Teilnehmer in ihrem Leben als Nächstes einschlagen wollen.

Diese Reise hat uns den Mut und das Selbstvertrauen gegeben, dass wir uns auch in Zukunft in unbekannte Regionen trauen können, um unsere wunderbare Welt immer wieder von Neuem zu entdecken.

(Lukas Arter)

Interview - Drei Fragen an Roland Diethelm



Roland, warum gehört eine solche Reise für dich zur kirchlichen Jugendarbeit?

Kirchliche Jugendarbeit soll jungen Menschen Räume eröffnen, in denen sie etwas vom Leben entdecken können – und dabei auch sich selbst. Das geschieht nicht nur im Unterricht oder in einer Jugendgruppe. Manchmal muss man dafür aufbrechen. Auf dieser Reise waren wir miteinander in einer Welt unterwegs, in der vieles nicht selbstverständlich war: Sprache, Essen, Unterkünfte, körperliche Anstrengung, kulturelle Regeln. Wir waren aufeinander angewiesen und mussten Verantwortung füreinander übernehmen.

Ich glaube, dass darin sehr viel von dem geschieht, was christliche Bildung ausmacht. Nicht zuerst Antworten vermitteln, sondern Erfahrungen ermöglichen, an denen Vertrauen, Freiheit und Verantwortung wachsen können. Und jungen Menschen zutrauen, dass sie sich in einer unbekannten Welt zurechtfinden.



Was war dir bei der Begegnung mit einem muslimisch geprägten Land besonders wichtig?

Dass wir nicht nach Marokko reisen und den Islam gewissermassen von aussen besichtigen. Wir wollten Menschen begegnen. Und tatsächlich waren es am Ende Namen und Gesichter: unsere Guides im Atlas, Fahrer, Gastgeberinnen und Gastgeber – aber auch Krankenschwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die uns bei unserer etwas abenteuerlichen Suche nach der Tollwutimpfung weiterhalfen.

Dabei haben wir eine für mich wichtige Erfahrung gemacht: Wir kamen als Gäste. Wir waren darauf angewiesen, dass andere uns den Weg zeigen, uns aufnehmen, mit uns essen und uns helfen. Gerade für eine christliche Gruppe finde ich diese Umkehr der Perspektive wertvoll. Die Bibel erinnert immer wieder daran, was es bedeutet, fremd und auf Gastfreundschaft angewiesen zu sein. Interreligiöse Begegnung beginnt für mich deshalb nicht unbedingt mit grossen Gesprächen über Religion. Sie beginnt vielleicht viel elementarer: miteinander gehen, essen, fragen, zuhören, lachen – und entdecken, dass aus „den anderen“ konkrete Menschen werden.



Und was nimmst du selbst aus diesen zwei Wochen mit?

Vor allem Bilder und Begegnungen. Manche davon waren ganz anders, als ich sie von früheren Reisen nach Marokko kannte. Die Jemaa el-Fna etwa, fast ohne ausländische Touristen und dadurch für einen Moment wieder stärker ein marokkanischer Ort: Familien und junge Leute, die Garküchen und Saftverkäufer, Schlangenbeschwörer und Musiker – und natürlich die Märchenerzähler. Wir hatten unterwegs Elias Canetti und Juan Goytisolo gelesen. Canettis „Die Stimmen von Marrakesch“ schärfte den Blick für die Geräusche, Menschen und kleinen Szenen der Stadt; Goytisolo für die besondere mündliche Kultur der Jemaa el-Fna, für deren Erhalt er sich eingesetzt hat. Und nun standen wir selbst mitten in dieser Welt. Literatur und eigene Anschauung kamen für einen Moment überraschend nahe zusammen. Der berühmte Platz erschien nicht vor allem als touristische Sehenswürdigkeit, sondern als lebendiger Ort der Marrakschis selbst.

Ähnlich ging es mir in der Todra-Schlucht. Wir waren dort nicht einfach unter anderen Reisenden. In der engen, wasserreichen Schlucht verbrachten viele marokkanische Familien den Tag, darunter offensichtlich auch Familien, die in europäischen Ländern leben und den Sommer in Marokko verbringen. Plötzlich erschien Migration nicht als abstraktes gesellschaftliches Thema, sondern als Teil einer Lebenswirklichkeit zwischen verschiedenen Ländern und Zugehörigkeiten.

Und dann natürlich unsere eigene Gruppe. Ich hatte diese Reise lange vorbereitet und eine Vorstellung davon, wie sie verlaufen sollte. Unterwegs merkt man schnell, dass sich eine solche Reise nicht programmieren lässt. Menschen werden krank, Pläne ändern sich, manches gelingt besser als gedacht und anderes überhaupt nicht. Gerade darin habe auch ich neu erfahren, wie viel Vertrauen eine Gruppe entwickeln kann.

Vielleicht liegt deshalb das Wichtigste dieser Reise gar nicht in den spektakulärsten Momenten – nicht einmal auf 4167 Metern auf dem Toubkal. Mir bleibt die Erfahrung, dass wir uns auf Menschen, aufeinander und auf eine uns zunächst fremde Welt eingelassen haben. Und dass die Welt dadurch nicht fremder, sondern vertrauter geworden ist.



Tagesberichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Reise – erzählt von denen, die dabei waren


Samstag, 4.7.26

Nach dem Flug nach Marrakesch wurden wir direkt von der Hitze begrüsst. Mit dem Bus ging es in die Stadt, wo wir unser Riad bezogen und uns erst einmal im Pool erfrischten. Anschliessend sammelten wir erste Eindrücke der Gebetsrufe und erkundeten am Abend den lebhaften Jamma el Fna. Bei leckeren Skewern und vielen kleinen marokkanischen Speisen liessen wir den ersten Tag entspannt ausklingen.

Sonntag, 05.07.

Wir waren am Morgen in der Kirche. Es war ein sehr tolles Erlebnis und wirklich eindrucksvoll. In der Kirche gab es tolle Musik und generell eine tolle Stimmung. Danach waren wir kurz einkaufen und sind mit einer Kutsche zurück in die Medina gefahren. Vom Jamaa af Naa sind wir zurück ins Riad gelaufen und haben uns dort wieder von der Sonne versteckt. Danach gingen wir in die Stadt, haben ein bisschen eingekauft, z.B. 2 Trikots für 300 Dirham anstatt 600 Dirham pro Trikot und ein typisches berbisches Kleid. Danach gingen wir wieder zurück, haben gejasst und waren im Pool. Am Abend sind wir mit unseren Gewändern über den Souk zu unserem Restaurant gelaufen. Es war sehr lecker und ein spannendes Erlebnis. Beim Zurücklaufen haben wir uns noch etwas im Souk verlaufen.

Montag, 6.7.26

Die Reise begann mit einer entspannten Autofahrt in Richtung Atlasgebiet. Die marokkanische Landschaft konnte man an sich vorbeiziehen sehen. Angekommen beim Startort wurden wir herzlich mit Tee begrüsst. Gemeinsam entspannten wir uns auf den Sofas, bevor wir mit den Maultieren aufbrachen.

Am Mittag picknickten wir alle zusammen auf dem Pass und daraufhin wanderten wir den Berg hinunter, was am Ende sehr steil war. Der staubige Boden war intensiv rot gefärbt und die Aussicht aus der Unterkunft war atemberaubend.

Dienstag, 7.7.26

Am zweiten Wandertag sind wir in einer einfachen Unterkunft gestartet. Nach dem Frühstück haben wir eine Frau mit Krähenstimme passiert. Bei der ersten Pause hat uns Ibrahim gefragt, wie viele Zickzacks noch übrig seien bis zum Toubkal. 2400, 1700, viele Zahlen wurden genannt. Am Ende sagte Ibrahim, es seien 2, nämlich jeweils eine nach links und eine nach rechts. Auf der Passhöhe haben wir einen Softdrink-Laden entdeckt, wo wir uns mit 7up und Coca-Cola eingedeckt haben. Vor der Mittagspause hat mich Ibrahim auf dem Rücken getragen. Das hat mich beeindruckt, ich hätte nicht gedacht, dass er so stark ist. Wir haben unsere Mittagspause in einem kleinen Wald verbracht und konnten anschliessend etwas schlafen. Am Ende der Etappe konnten wir uns in einem Wasserfall erfrischen. In Imlil, genauer gesagt „Armed“, haben wir die Nacht verbracht, Schweiz gegen Kolumbien geschaut und anschliessend Werwolf gespielt.

Mittwoch, 8.7.26

Nach einem grosszügigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Refuge. Unser Guide Mohammed erzählte von den geschützten Tier- und Pflanzenarten im Toubkal-Nationalpark. Kurz vor dem Refuge sahen wir dann auch ganz viele süsse Ziegen und Schafe.

Die Unterkunft war sehr dunkel, da sie erst abends spät den Strom einschalteten, aber für die Sicht vom Dach des Nebenhauses hat sich die Wanderung gelohnt. Der Sternenhimmel war sehr eindrucksvoll.

Donnerstag, 9.7.26

Für unsere Gipfelbesteigung startete unser Tag sehr früh. Wir sind um 04:30 aufgestanden, um 05:00 gab es Frühstück und um 06:00 sind wir losgegangen.

Es war noch etwas dunkel, als wir losgegangen sind, und wir haben den Sonnenaufgang gesehen. Nach einer Weile mussten 2 Leute mit unserem Guide Moha umdrehen, weil sie leider höhenkrank wurden. Nach ca. 3.5–4 h kamen wir auf dem Gipfel endlich an. Es war sehr eindrücklich, die Aussicht zu sehen, und hat sich sehr gut angefühlt, diesen 4000er zu besteigen. Als wir wieder unten ankamen, gab es dann Mittagessen. Die Gipfelbesteigung war sehr anstrengend, weil es sehr steil und rutschig war. Der Tag beanspruchte uns sehr und wir sind am Nachmittag fast alle am Schlafen gewesen. Leider konnte Roland nicht mit auf den Gipfel kommen, da er krank war. Am Abend haben wir dann noch mit anderen Wanderern und Einheimischen den Fussballmatch Frankreich gegen Marokko geschaut, es war sehr toll.

Freitag, 10.7.26

Der Abstieg vom Refuge nach Armed beanspruchte unsere Beine noch ein letztes Mal. Die entspannte Etappe bot jedoch Zeit für gute Gespräche und einen Blick auf die beeindruckende Landschaft. Nach der Ankunft nahmen wir unser restliches Gepäck wieder in Empfang und wir konnten uns nach den anstrengenden Wandertagen endlich etwas erholen.

Samstag, 11.7.26

Der Tag fing damit an, dass wir vom Atlasgebiet zurück nach Marrakesch fuhren. Dort trennten sich unsere Wege, für manche ging es entspannt ins Carrefour, für andere weitaus weniger entspannt in das Krankenhaus.

Da zwei Personen leider von einer Katze gekratzt wurden, mussten wir so schnell wie möglich einen Rabies Shot verabreicht bekommen. Zuerst haben wir eine Stelle, die speziell auf diese Impfungen spezialisiert ist, aufgesucht. Diese war jedoch geschlossen, da es ein Samstag war. Also gingen wir weiter in zahlreiche Spitäler und riefen auch viele an. Jedoch wurde uns bei jeder einzelnen Klinik der Zugriff zum Impfstoff verweigert.

Am Ende des Tages konnten wir jedoch viel aus dieser Erfahrung lernen. Das Gesundheitswesen in der Schweiz sollte wahrlich geschätzt werden.

Sonntag, 12.7.26

Wir haben das Frühstück in einer schönen Unterkunft am Rand des Dorfes genossen. Anschliessend haben wir die Altstadt von Ait Ben Haddou, das Dorf aus dem 16. Jahrhundert, angeschaut. Wir konnten die Lehmhütten, die jährlich erneuert werden müssen, weil sie vom Regen abgetragen werden, betreten und bestaunen. Heute wird das Dorf als Filmkulisse und auch als Touristenattraktion verwendet. Nur noch wenige Personen leben da, da kein fliessendes Wasser und kaum Strom vorhanden ist. Neben der Altstadt gibt es noch einen zweiten Stadtteil, wo der Grossteil der Menschen wohnt. Auf der weiteren Fahrt haben wir Fussball, Volleyball gespielt, während Benyna und Melissa um die Tollwutimpfung kämpften. Nach dem Erfolg fuhren wir weiter ins Dades-Tal und übernachteten bei Moha im Dar Essalama. Wie immer wurde Hühnchen-Tajine zum Abendessen serviert.

Montag, 13.7.26

Am Morgen erkundeten wir eine beeindruckende Kalksteinlandschaft mit malerischen Schluchten, engen Durchgängen und einer kleinen Kletterpartie. Nach einer Teepause in der Schlucht führte der Rückweg über den Grat und bot nochmals schöne Ausblicke. Anschliessend stand ein Besuch im Hammam auf dem Programm. Während die Männer von eher traumatischen Erlebnissen berichteten, schwärmten die Frauen von einer himmlischen Erfahrung. Danach besuchten wir einen Laden mit handgemachten Sandalen und liessen den Abend bei einem gemeinsamen Essen und einer lustigen Werwölfe-Runde mit der ganzen Gruppe ausklingen.

Dienstag, 14.7.26

Gegen Mittag fuhren wir Richtung Mersuga los. Um etwa 19:00 war unsere Ankunft. Genau auf den Sonnenuntergang durften wir zum ersten Mal ein Dromedar reiten. Angekommen in der Oase waren wir sofort beeindruckt. Umgeben von grossen Dünen lag unsere Oase. Bei der Ankunft gab es Tee und danach assen wir gemeinsam Abendessen und liessen den Abend ausklingen. Später lagen wir auf unseren Betten unter klarem Sternenhimmel und schliefen voll bedeckt, sodass uns keine Insekten frassen.

Mittwoch, 15.7.26

Wir wachten zu einem Sandsturm auf. Es windet und ist einigermassen kalt. Alle machten sich auf den Weg, den Sonnenaufgang zu sehen, ausser Noah und Julian.

Später hatten wir eine lange Busfahrt, besuchten eine beeindruckende Schlucht und gingen essen. Zudem schaffte es Messi erneut in das WM-Finale!

Danach liessen wir den Abend ausklingen und gingen dann schliesslich schlafen.

Donnerstag, 16.7.26

Nach dem Frühstück haben wir uns von Esel Jack verabschiedet und warteten auf Djohani. Es stand eine lange Busfahrt bevor. Lukas und Djohani hatten sich über die Lautsprecheranlage gerauft und wir fuhren etwa 2 Stunden bis zu einem kleinen Picknick mit einer „Omelette Berber“. Kurz vor dem Mittagessen wurden wir von der Polizei angehalten und Simon wurde für das Fahren ohne Sitzgurt belangt. 30 € oder 300 Dirham muss er dafür bezahlen. Am Mittag haben wir Tiefkühlpizza, Fig Tagine und weiteres genossen. Ohne grössere Unterbrechungen sind wir nach Marrakesch gefahren, wo wir Pastilla mit Taube gegessen und den „Geburtstag“ von Roland gefeiert haben. Am Abend haben wir den kühlen Nachthimmel von Marrakesch bestaunt.

Freitag, 17.7.26

Am zweitletzten Tag unserer Reise besuchten wir die Medersa Ben Youssef, eine beeindruckende Koranschule, die vor mehreren Jahrhunderten erbaut wurde. Jeder Winkel dieses Gebäudes ist aufwändig verziert und unglaublich schön bearbeitet. Viele Touristen und Interessierte bestaunten das Bauwerk, das von aussen eher unauffällig wirkt und mitten in der Stadt steht. Nach diesem Besuch trank ein jeder einen Tee oder Saft und wir hatten ein letztes Mal auf dieser Reise die Gelegenheit, an einem der unzähligen Marktstände unser Geschick im Handel zu testen. Am Abend gingen wir in ein Restaurant mit dem vielleicht teuersten Tee der Welt. Obwohl nicht ganz klar wurde, ob es sich um ein Versehen bei der Abrechnung oder eine Geldmacherei handelte. Es sollte uns nicht daran hindern, den letzten Abend in Marrakesch mit dem Besuch einer Rooftop-Bar ausklingen zu lassen.

Samstag, 18.7.26

Frisch und munter trafen wir uns am Morgen mit Gepäck im Riad, um zusammen die Heimreise in die Schweiz anzutreten. Mit Dankbarkeit für diese wertvolle Reise und einer kleinen Träne im Auge verabschiedeten wir uns von Marokko. Das Prozedere am Flughafen war wie üblich langwierig und unser Flug hatte Verspätung. Wir kamen abends, wenn auch etwas müde, glücklich in Basel an, wo sich die meisten von der Gruppe verabschiedeten und zusammen mit der Familie weiterzogen. Unser Shuttle nach Schaffhausen hatte dann auch noch leichte Startschwierigkeiten. Irgendwann spät nach Mitternacht erreichten aber alle ihr wohlverdientes Bett.
Marokko
02.09.2026
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Kirchenchor Schaffhausen


42ce3e92-791e-4bba-8136-f2e89d0cf301 (Foto: Lukas Arter)
Verantwortlich: Lukas Arter
Bereitgestellt: 06.09.2026